Kapitel 7

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Am nächsten Morgen wachte ich mit schrecklichen Kopfschmerzen auf. Solange ich gestern doch noch wach gelegen hatte, so sehr wünschte ich mir jetzt einfach weiterschlafen zu können. Stattdessen fühlte es sich so an als würde mein Kopf bei diesen Weckertönen bersten.

>>Hat irgendjemand eine Schmerztablette für mich?<< fragte ich, halb in mein Kopfkissen nuschelnd.

>>Klar, ich hol dir eben eine.<< Lily schwang sich, für ihre Verhältnisse sehr fröhlich, aus dem Bett.

>>Schließlich musst du für heute Abend fit sein!<< fügte sie hinzu als sie mit einer Packung Schmerztabletten aus dem Badezimmer zurück kam.

>>Heute Abend?<< fragte ich irritiert, als ich die Packung entgegennahm. Das waren wohl die Kopfschmerzen.

Zur Antwort schaltete sich dann Melissa ein.
>>Na klar, hast du es vergessen? Heute Abend ist doch die Party der Jungs im Dorf.<<

Stimmt, das hatte ich total vergessen. Cody und seine Kumpel schmissen heute im Dorf, das manche lächerlicher Weise auch mit Stadt betitelten, eine Party zu der gefühlt die ganze Schule eingeladen war.

>>Oh man die hab ich ja total vergessen...<< seufzte ich >>Aber das erklärt immerhin deine gute Laune Lily. Wirst du Cody diesmal um ein Date bitten?<<

Missmutig ließ Lily sich auf ihr Bett plumpsen.

>>Vermutlich traue ich mich wieder nicht. Jedes Mal nehme ich es mir vor, aber schaffe es dann doch nicht. Außerdem wird er bei fast 100 Leuten sowieso keine Zeit ausgerechnet für mich haben.<<

>>Wird wohl Zeit, dass wir dem Glück der Beiden auf die Sprünge helfen, nicht wahr Zoe?<< zwinkerte Melissa mir zu.

>>Du Melissa, du. Wenn diese Kopfschmerzen nicht langsam nachlassen gehe ich nirgens hin. Zumal ich in Kombination mit den Tabletten besser nichts trinken sollte. Wenn doch, dann könnt ihr für Morgen schonmal einen Termin beim Bestatter machen<<

Ich zog meine Bettdecke mit meinen Armen weit über meinen Kopf, nur um mich im nächsten Moment ruckartig aufzusetzen, was ich sofort bereute.

>>Sagt mal, sind eigentlich auch Lehrer eingeladen?<< fragte ich. Natürlich ohne Hintergedanken.

>>Spinnst du<< lachte Melissa >>Wen denn? Mr Hoskins die Spaßbremse? Oder Mrs Lester die alte Gottesanbeterin?<<

Melissa war ziemlich froh Mrs Lester nicht mehr in Sport ertragen zu müssen, denn diese gab ihr, aus unklaren Gründen, nie eine gute Note.

>>Sie ist mitte 30<< lachte ich. >>Außerdem hatte ich nie was gegen sie und in Religion ist sie viel netter als sie in Sport war<<

Melissa verdrehte die Augen.
>> Dein Onkel wäre wahrscheinlich noch willkommen, aber er will ja seinen strengen Ruf nicht zerstören, genauso wenig, wie er will, dass rauskommt, dass ihr verwandt seid<< überlegte Melissa.

Da gab ich ihr Recht, denn auf Familienfeiern war mein Onkel der erste der die Tanzfläche rockte und wohl das meiste Bier trank und in der Schule versuchte er stehts das autoritäre und trotzdem Schülernahe Bild zu wahren, was ihm bisher gelang.

>>Wie dem auch sei, zum Unterricht gehe ich heute nicht, ich könnte mich nicht konzentrieren<< nuschelte ich.

>>In Ordnung, dann ruh dich aus und wir holen dich heute Abend ab!<< sagte Lily.

Kurz bevor Melissa und Lily unser Zimmer verließen bat ich sie noch darum mich doch bitte bei den Lehrern zu entschuldigen. Religion, Sport, Wirtschaft und Biologie mussten heute für mich ausfallen.
Nach zwei einhalb Stunden, die ich mit schlafen nichts tun und schlafen verbrachte, rappelte ich mich auf um wenigstens ein bisschen heute auf die Beine zu kommen. Die Schmerztabletten halfen etwas gegen die Schmerzen, aber der hauptsächliche Antrieb der mich aus dem Bett lockte war wohl mein Hunger. Doch so "spät" am Morgen wusste ich nicht woher ich mein Frühstück bekommen sollte. Der dritte Block würde gleich anfangen. Ich zog mich also an und machte mich auf den Weg zur großen Küche des Internats. Ich lief durch die Flure bis ich zum Kücheneingang auf der in Großbuchstaben "ZUTRITT NUR FÜR PERSONAL" stand, stieß die Schwingtür auf und betrat die Küche. Direkt erblickte mich Magda, die älteste der drei Köchinnen und kam auf mich zu. Sie war über die Jahre eine Art Ersatzgroßmutter für mich geworden zu der ich immer gehen konnte wenn ich jemanden zum reden brauchte.

Thoughts - Wenn die Liebe anders denkt (gxt) (GirlxTeacher)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt