Kapitel 37

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Nat öffnete und zog mich sogleich an der Hand ins Innere. Er legte einen Arm um mich, was ich erwiderte und wir schlenderten gemeinsam den Flur entlang.

>>Ich werde dich vermissen. Versprich mir, dass du schreibst, wir werden zwar beide im Schulstress sein, aber trotzdem. Oke?<< bat er mich und sah mich mit einem warmen Blick an.

>>Versprochen<< antwortete ich grinsend >>Ich werde die Zeit mit dir vermissen, das Rumblödeln mit dir ist einfach genial.<< fügte ich hinzu, was Nats Augen auf eine besondere Art und Weise zum leuchten brachten.

Er umarmte mich kurz, löste sich dann von mir und strich mir behutsam eine Strähne hinter mein Ohr, wie es zuletzt nur Jenny getan hatte. Ich dachte mir nichts dabei, schließlich hatten wir von Anfang an beschlossen nur Freunde zu sein. Allerdings löste ich mich ein Stück von ihm, was ihn anscheinend in die Realität zurückholte. Plötzlich ging Jenny mit ausdrucksloser Miene an uns vorbei.

>>Sucht euch nen Zimmer.<< sagte sie trocken, behielt ihren nicht vorhandenen Gesichtsausdruck bei und verschwand in ihrem eigenen Zimmer.

Ich verdrehte innerlich die Augen. Mir war gerade absolut nicht nach Streit.

>>Einfach ignorieren<< murmelte Nat und schob mich sanft in Richtung Küche, aus der Heathers und James Stimmen drangen.

Sie schienen sich über Politik zu unterhalten. Auf dem Küchentisch lag eine Zeitung auf dessen Titelseite ein großes Bild von Prinz Philip prangte. Die darunter stehende Schlagzeile konnte ich allerdings nicht lesen.

>>Ach, hallo Zoe, schön, dass du noch einmal vorbei schaust, bevor du abreist.<< gab James, der mich zuerst bemerkte, von sich.

Heather, die zuvor mit dem Rücken zur Tür gestanden hatte drehte sich ebenfalls zu mir, lächelte leicht, schaute mich aber mit einem völlig neuen, zuvor noch nie dagewesen, Blick an. Ich wandte meinen Blick schnell wieder zu James, dessen Ausdruck ich leichter deuten konnte.

>>Hallo, ja ich wollte mich einmal bedanken, dass ich hier schlafen und essen durfte und das alles. Wirklich sehr lieb, danke.<< sagte ich, was ich sagen wollte.

>>Ach, das ist doch selbstverständlich. Es hat uns schließlich gefreut, dass du da warst.<< lächelte James und fügte ironiegeladen hinzu >>Und du hast meinen vollsten Respekt, dass du tatsächlich das Geschnarche meines Sohnes ertragen hast.<<

>>Zack, hops genommen.<< warf Nat ein, musste aber selber lachen.

Heather hatte noch immer nichts dazu gesagt.

>>Aprospos Jonathan, du müsstest mir mal kurz helfen den Billardtisch zur Seite zu räumen, darunter hat sich eine Diele irgendwie gelockert.<< sagte James, verabschiedete sich noch kurz von mir und verschwand dann aus der Küche.

Auch Nat signalisierte gestikulierend, dass wir schreiben würden und hob noch kurz die Hand zum Abschied, bevor er von seinem Vater mitgezogen wurde. Nun blieb ich mit Heather allein in der Küche zurück. Zuerst sagte keiner ein Wort. Dann zum Glück, nach einiger Zeit, übernahm Heather das Reden.

>>Freut mich, dass ihr das klären konntet, du und Jenny.<< sagte sie langsam nickend.

Mit 'das' meinte sie aller Wahrscheinlichkeit nach den Streit, das Missverständnis oder wie man es betiteln wollte, um Jennys Ehe. Ich war etwas überrumpelt davon, dass sie sogleich mit dem Thema anfing. Wusste mich auch nicht einer Mutter mit dessen Tochter, die zehn Jahre älter und zudem verheiratet und meine Lehrerin war, gegenüber zu verhalten.

>>Ehm, ja, also...<< stotterte ich ein wenig hilflos. >>Sie hat dir also erzählt, ich meine...-<<

>>Keine Sorge, ich weiß nicht viel mehr als ich gerade sagte.<< beantwortete sie meine angefangene Frage.

Thoughts - Wenn die Liebe anders denkt (gxt) (GirlxTeacher)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt