Stalker

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Er ist wieder da

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Er ist wieder da. Wie er es sich wenige Stunden zuvor vorgenommen hat. Jeder Gedanke dreht sich um sie. Die Frau, nach der sich alles in ihm verzehrt. Seine wunderschöne Gefährtin. Wenigstens kennt er jetzt ihren vollständigen Namen. Barbara Jennings. Und er wird nicht eher gehen, ehe er mit ihr gesprochen hat, ihren einzigartigen Duft nach Pinien und Mandelöl vollkommen in sein Sein aufgenommen hat und sicher ist, dass niemand ihr Schaden zufügen wird. Vielleicht kann er diesmal alles haben. Einmal im Leben soll er alles bekommen. Den Alphaposten und die Frau, die für ihn seit jeher bestimmt ist.

Unterdessen läuft Barbara in ihrem roten Bademantel durch den Flur. Sie ahnt noch nicht, dass draußen jemand darauf wartet, endlich mit ihr zu reden und sie nur einmal zu berühren.

„Was hat das hier zu bedeuten, Quinton? Wieso machst du so einen Krach um diese Uhrzeit?"

„Da ist jemand in unserem Garten. Ich schwöre es."

„Da ist niemand, Schatz, du musst es dir eingebildet haben. Geh wieder ins Bett. Wir reden morgen früh weiter."

„Aber da war jemand."

„Unsinn, du hast dich getäuscht, und jetzt geh nach oben, Quinton." Der Teenager verdreht die Augen, als er zur Treppe läuft. Er fühlt sich missverstanden und fehl am Platz. Kann seine Mutter ihm diesmal nicht einfach vertrauen? Es ist das zweite Mal, dass dieser Mann vor dem Haus auftaucht. Er hat die Befürchtung, dass jemand ihr etwas antun könnte, doch er hält sich zurück. Noch. Sollte er diesen Mann noch einmal sehen, wird er sich darum kümmern. Nur ein Anruf bei seinen alten Kumpels und der Mann wird sich wünschen, niemals hier aufgetaucht zu sein. Barbara schleicht währenddessen zum Fenster, um zu sehen, was ihr Sohn gesehen hat. Ihr Atem stockt und ihre Spucke bleibt weg.

Quinton hat recht gehabt. Der Mann, der ihr in der Corvette gefolgt ist, ist wieder gekommen. Sie wird diesem Mann noch zeigen, dass sie sich von ihm nicht einschüchtern lässt. Egal welche Fehler sie begannen hat, sie wird sich den Konsequenzen jetzt stellen, denn sie hat nicht vor, sich ewig in ihrem Zimmer zu verstecken. Nein, sie wird den Mann zur Rede stellen und ihm die Wahrheit sagen. Sie wird ihm Auskunft darüber geben, dass sie das Geld nicht hat, aber gewillt ist, es nach ihrem Plan zurückzuzahlen, wenn die Zeit gekommen ist, mehr kann sie ihm Moment nicht anbieten.

Barbara setzt ihre beste Miene auf, als sie die Vordertür mit einem Ruck aufreißt und auf die dreckige Veranda läuft.

John blickt sofort auf, als sich die Tür öffnet. Er traut seinen Augen für keine Sekunde, denn sie ist es wirklich. Sie ist gekommen, um mit ihm zu reden. Das hofft er zumindest. Doch ein Blick auf ihr Gesicht verrät alles. Sie ist nicht hier, um mit ihm zu reden, nein, sie hat ganz andere Pläne.

„Wer sind Sie und was haben Sie um diese Uhrzeit auf meinem Grundstück zu suchen?" John bleibt stumm. Seine Gefährtin hat echt Mut, ihn auf diese Weise anzureden, aber wirklich verübeln kann er es ihr nicht, schließlich weiß sie nicht einmal wer er ist, während er sich in ihrem Garten herumtreibt. Er würde es nur zu gerne auf die Bindung schieben, doch da ist noch mehr. Er will diese Frau. Nicht nur aufgrund der Verbindung zu ihr, nein. Sie ist genau der Typ Frau, den er begehrt. Ihre roten Haare fallen locker über ihren geraden Rücken, als sie auf ihn zugerannt kommt, womöglich um ihn zu vertreiben.

„Hören Sie, ich habe das Geld nicht. Ich denke, wir können uns anderweitig einigen." Johns Augen weiten sich, als sich ihr Bademantel unerwartet durch einen kräftigen Windstoß öffnet. Ihre üppigen Brüste springen heraus. Nur ein dünner Tüll-Stoff verhüllt sie. Er hat Schwierigkeiten bei klarem Verstand zu bleiben. Was tut sie ihm nur an?

„Ich will dein Geld nicht. Das ist nicht der Grund, wieso ich hier bin." Barbaras Herzschlag setzt aus. Er ist nicht wegen dem Geld gekommen? Wer ist er dann und was will er von ihr?

„Also, ich werde jetzt wieder reingehen und Sie werden von hier verschwinden und nie wiederkommen. Sonst werde ich die Polizei rufen." John macht einen merklichen Schritt auf sie zu. Er betrachtet sie mit einem aufgesetzten Lächeln. Es ist kein falsches Lächeln, sondern eines, dass offenlegt, was er von ihrem Vorschlag hält.

„Du willst nicht wirklich, dass ich gehe, Schatz." Seine heiße Hand nähert sich ihrem Gesicht, und gerade, als seine feurigen Fingerkuppen ihre Wange berühren möchten, ohrfeigt Barbara ihn. Es ist keine schmerzhafte Ohrfeige, aber dennoch kann John solch ein Verhalten nicht dulden. Er ist drauf und dran sie an ihrem breiten Hintern zu packen und über seine Schulter zu werfen, doch in letzter Sekunde kann er sich zurücknehmen. Nein, das würde zu viel Aufmerksamkeit erregen. Er will, dass sie sich ihm freiwillig hingibt. Voll und ganz. Er will, dass sie bei ihm ist, weil sie ihn will und nicht, weil er sie dazu gezwungen hat. Sie soll nicht aus Angst mit ihm kommen, sondern aus purem Begehren.

Er hält sich eine Hand an seine rote Wange, während er sie weiterhin ansieht. Barbara lässt einen überraschtes Seufzer aus ihrem Mund kommen und sie hält sich die Hand vor ihrem halb offenen Mund. Sie hat die Nerven verloren, das hätte nicht passieren sollen, doch dieser Mann bringt alles Schlechte in ihr zum Vorschein. Er weiß genau, welche Knöpfe er drücken muss, um eine Reaktion von ihr zu bekommen.

„Ich werde gehen, bis du bereit bist, mein Schatz." Seine Worte sprechen von Wahnsinn, aber trotzdem fühlt Barbara etwas für diesen Mann. Eine Anziehung, die sie sich nicht erklären kann. John dreht sich in Zeitlupe um, um sie noch ein wenig länger zu betrachten. Er wird nicht aufgeben, bis sie in seinen Armen liegt und er ihr gezeigt hat, welcher Mann er sein kann. Sie wird lernen, ihm zu vertrauen und sich nur ihm verschreiben, mit Geist und Seele. Er wird warten auf sie, ganz egal, wie lange es auch dauern mag, bis sie sich für ihn entschieden hat. Pure Gewissheit fließt durch ihn hindurch. Oh ja, sie wird ihm gehören und es gibt nichts und niemanden, der es aufhalten kann.

In dieser Nacht lässt er sie noch zurück, aber schon bald wird alles anders sein. Barbara kann nicht anders als ihm hinterherzusehen, als er den langen Matschige entlanggeht. Sie ist erleichtert darüber, dass er gegangen ist, aber seine Worte wollen ihr nicht aus dem Kopf gehen. Wer ist dieser Mann? Und wieso sollte er sich die Mühe machen, wiederzukommen, wenn sie ihn doch abgewiesen hat? Ihre Gedanken sind wild durcheinandergewürfelt, als sie wieder zur Veranda zurückkehrt. Sie sorgt sich darum, dass er wiederkommen wird und sie hat Angst und Quinton. Er ist ihr bereits zu ihrem Zuhause gefolgt und hat sich in ihrem Garten geschlichen. Wie weit wird dieser Mann noch gehen, um ihr nahe zu sein?

Beastly (Alphas Gefährtin) - Dark Alpha Teil 1Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt