Palma flog nach Prismania City, um westlich der Stadt ein paar Tage auf Route 17 zu verbringen. Zunächst trainierte sie viel im hohen Gras, um ihre neuen Pokémon auf ein höheres Level zu bringen. Mit Chaneira kam sie dabei noch nicht gut zurecht; das Pokémon machte viel zu wenig Schaden.
Ab und an wurde das blonde Mädchen von anderen Trainern herausgefordert. Während Palma anfangs noch versuchte, die Kämpfe abzulehnen, fühlte sie sich mit der Zeit und nach ein paar Siegen wohler mit Herausforderungen und begann irgendwann, von sich aus andere Trainer herauszufordern.
Bald begann sie sogar, den Kampffahnder zu nutzen, die sie bisher nur mit Hanna zusammen verwendet hatte. Nun war sie jedoch auf sich allein gestellt. Es war aufregend, aber auch beängstigend.
Ihren ersten so gefundenen Kampf hatte Palma gegen einen Trainer, der nur in seinen Augen niedliche Pokémon einsetzte. So ganz teile die junge Trainerin sein Verständnis von niedlich jedoch nicht. Smettbo ließ sie noch als niedlich gelten. Aber Golbat? Zu ihrem Glück waren seine sogenannten niedlichen Pokémon alle relativ schwach und sie konnte problemlos gewinnen. Auch die folgenden Kämpfe liefen gut, nur mit ihrem Chaneira kam sie weiterhin nicht zurecht. Es konnte zwar viel einstecken, insbesondere spezielle Attacken, machte jedoch kaum Schaden an seinen Gegnern. Palma mochte ihr Pokémon dennoch und nahm sich vor, zurück in der Stadt zu lernen, wie man es einsetzen konnte.
Nach mehreren Tagen, die Palma unter freiem Himmel verbracht und trainiert hatte, ging sie zurück nach Prismania City, um ihre Vorräte wieder aufzufüllen. In der Stadt suchte das junge Mädchen eine Bibliothek auf und verschanzte sich mit einer Handvoll Bücher über Pokémonkampfstrategie in einer Leseecke. Eines trug den Titel „Die besten Pokémon Kantos" und enthielt auch Einträge zu Chaneira und Aerodactyl. Insbesondere der Eintrag zu Chaneira interessierte sie. Palma lernte, dass es sinnvoll war, Chaneira mit dem Item Evolith auszustatten, da dies seine Verteidigungswerte stark erhöhte. Mit Attacken wie Donnerwelle, Toxin und Tarnsteine war Chaneira in der Lage, das gegnerische Team zu schwächen und die Attacke Weichei sorgte dafür, dass Chaneira lange überleben konnte. Pokémon wie Blitza konnten von einem Chaneira problemlos aus dem Kampf genommen werden.
Auch am nächsten Tag besuchte Palma wieder die Bibliothek und schrieb eine Liste an Items und Attacken, die sie für ihr Team haben wollte. Dabei ordnete sie diese nach Wichtigkeit, da ihr bewusst war, dass sie sich nicht alles würde leisten können. Sie hoffte, dass sie wenigstens ein Viertel der Sachen besorgen konnte.
Im Prismania-Einkaufszentrum gab es praktisch alles was das Trainerherz begehrte. Technische Maschinen, Technische Platten, tragbare Items und vieles mehr. Zögerlich wandte sich Palma mit ihrer Liste an eine Angestellte des Einkaufszentrums, da Kunden sich die Waren nicht selbst nehmen durften. Sie erklärte der Mitarbeiterin, dass sie gerne so viele Items aus der Liste wie möglich haben wollte und wie viel Geld sie bereit war dafür auszugeben. Die Praktika in Arena und Museum sowie die Kämpfe gegen andere Trainer hatten sich zwar gelohnt, doch wollte Palma auch genügend Reserven haben, um in Hotels übernachten und warm zu Mittag essen zu können.
Mit einem durch neue Attacken und Items aufpolierten Pokémonteam im Gepäck machte sich Palma auf den Weg in Richtung Saffronia City. Sie nahm dabei so viele Gelegenheiten für Kämpfe wahr wie möglich, ganz gleich, ob diese gegen wilde Pokémon oder andere Trainer waren. Und tatsächlich liefen die Kämpfe nach ihrem Großeinkauf und der Lektüre der Strategiebücher noch einmal deutlich besser als vorher schon.
In der Großstadt angekommen musste sich die Blondine erst einmal ein Hotel suchen, da das Pokémoncenter voll belegt war. Ihre Pläne für die kommenden Tage sahen vor, dass sie sehr viel Zeit im Kampf-Dojo verbringen würde, um sich noch mehr mit ihren Pokémon vertraut zu machen. Palma war sich nun sicher – der Sieg gegen Jacob gehörte ihr. Und danach war die Top 4 an der Reihe. Sollte sie verlieren, dann musste sie einfach nur noch stärker werden und würde es noch einmal versuchen. Irritiert ging die Trainerin in das kleine Bad, das an ihr Hotelzimmer grenzte und betrachtete sich im Spiegel. War das da im Spiegel wirklich noch das gleiche Mädchen wie vor wenigen Wochen? In ihren Augen leuchtete ein Feuer, das sie nicht von sich kannte. Ihre Gedanken klangen für sie viel selbstbewusster als früher. Palma hatte gerade ein wenig Angst vor sich selbst. Und davor, dass dieses Selbstvertrauen wieder verschwinden könnte.
DU LIEST GERADE
Der lange Weg zum Ruhm
Fiksi PenggemarViele Kinder trainieren hart, um Pokémontrainer werden zu können. So auch Palma. Naiv tritt sie ihre Reise in der Stadt Alabastia an, in der sie auch ihr erstes Pokémon erhält. Ihr Ziel: Champ der Pokémonliga werden. Auf dem Weg dorthin trifft sie H...
