»Wenn ich den Wichser finde!«, knurrte Marten wütend und sah auf die aufgestochenen Reifen.
Marten war innerhalb von ein paar Minuten mit zwei weiteren kräftigen Typen auf dem Parkplatz gewesen und fluchte jetzt schon die ganze Zeit rum.
Die Typen, die mit Marten gekommen waren, sprachen mit dem Wächter und versuchten an Filmmaterial ran zu kommen.
»Sind doch nur reifen Marten«, zuckte Alisha mit den Schultern.
»Ja im Prinzip schon aber das war mit Absicht! Kein fremder kommt auf diesen Parkplatz um ein paar reifen zu zerstechen. Jeder hier auf dem Kiez weis, dass dieser Parkplatz uns gehört«, sagte Marten und war sichtlich angespannt.
Alisha überlegte und musste Marten recht geben. Sie kannte die junge und wusste in was die teilweise verstrickt waren und kein normaler Mensch mit einem gesunden Verstand würde auf dem Parkplatz randalieren.
»Wie sieht's aus? Habt ihr was rausfinden können?«, fragte Marten und steckte seine Hände in seine Jacke als die zwei zwielichtigen Typen zurück kamen.
»Nein der Wichser ist nach seiner Pizza und einem Joint eingepennt«, spuckte einer der Typen.
»War klar«, brummte Marten verachtend und holte sein Handy hervor. Tiefe Augenringe zeichneten sich unter seinen Augen ab und sein Bart war länger als sonst. Marten sah müde aus und könnte eine gute Portion Schlaf gebrauchen.
»Ihr schleppt John's Auto ab und bringt ihn zu Carlos in die Werkstatt. Ich bringe Alisha nachhause«, sagte Marten bestimmend und verlange nach den Autoschlüssel. Alisha trennte den Schlüssel von ihrem Schlüsselbund und legte ihn in Marten's große Handfläche.
Nachdem Marten den Schlüssel abgegeben hatte, legte er sanft eine Hand an Alisha's Rücken und schob sie bestimmend vor sich zu seinem Wagen.
»Ist alles okay bei dir?«, Alisha sah zu Marten der sich müde durch's Gesicht fuhr.
»Wie immer wieso?«, fragte Marten und hatte dabei eine ernste Miene aufgezogen.
»Du siehst übermüdet aus«, sagte Alisha mit Vorsicht. Sie kannte Marten und wusste das er ungern über Probleme sprach.
»Nur bisschen Stress mit den Bullen auf'm Kiez«, zuckte Marten mit den Schultern.
»Sicher?«, hakte Alisha nach.
»Lass es Lisha«, knurrte Marten wütend.
»Ich hab mir nur Sorgen gemacht«, Alisha's Stimme war fast nur ein Flüstern.
»Tut mir leid Digga aber momentan ist mir einfach alles zu viel. Erst die Razzia in meinem Laden, dann meine schwangere Frau und jetzt sitzt mein Cousin noch in U-Haft. Ich muss mich momentan aufteilen und für jeden irgendwie da sein«, seufzte Marten.
Alisha wusste nicht was sie sagen sollte. Das war das erste mal, dass Marten so offen mit ihr über Probleme redete.
»Ist es normal das Aleya mich mitten in der Nacht weckt nur weil sie Lust auf Eis hat? Und dann nicht irgendein Eis nein die will dieses Ben&Jerry«, seufzte Marten.
Alisha schmunzelte und musste dann laut lachen.
»Da musst du durch Marten das ist ganz normal«, sagte Alisha und konnte sich vorstellen wie übermüdet Marten nachts durch Hamburg fuhr nur um Eis zu kaufen.
»Geht das noch lange so?«, fragte er mit hochgezogener Augenbraue.
»Ja«, grinste Alisha woraufhin Marten die Augen verdrehte.
Die nächsten Tage zogen sich wie Kaugummi. Die Abschiedsfeier in der Kneipe war sehr schön. Viele alte und neue Kunden waren da um den letzten Tag ausgiebig zu feiern und der Kneipe eine Ehre zu erweisen. Marten war noch mit ein paar Typen vorbei gekommen.
Alisha versuchte sich so gut wie möglich abzulenken und nicht an den Besuch in der U-Haft zu denken. Alisha hatte sich frei genommen für diesen Tag und saß grad auf dem Balkon. Sie konnte die ganze Nacht nicht schlafen vor Aufregung. Sie freute sich John nach so langer Zeit wieder zu sehen und hoffte das es ihm gut ging.
Als ihr Handy vibrierte, sackte ihr Herz ein wenig ab. Es war so weit. Marten stand unten vor der Türe und wartete auf sie.
Alisha schlüpfte in ihre schwarzen Stiefel und zog sich ihren dicken Mantel an bevor sie Tasche und Hausschlüssel nahm und die Treppen runter lief. Vor lauter Aufregung stolperte sie bei den letzten Stufen und musste kichern.
Marten tippte ungeduldig mit seinen Fingern auf das Lenkrad und startete den Motor als sich Alisha endlich auf den Beifahrersitz nieder ließ.
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THE BOYS OF HELL
FanfictionEr genießt das Rapper leben in vollen Zügen. Geld, Frauen, Alkohol und Drogen sind ein Teil seines Lebens. Er genießt den Ruhm und die Aufmerksamkeit in vollen Zügen bis seine Vergangenheit ihn urplötzlich einholt.
