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ℐ 𝓈𝓉𝒾𝓁𝓁 𝒸𝒶𝓇ℯ 𝒶𝒷ℴ𝓊𝓉 𝓎ℴ𝓊
Die verschwitzten Körper der Menschen, die sich hier aufhielten, waren dicht aneinander gedrängt und Yoongi konnte nur einen flüchtigen Blick auf den Boxring erhaschen, der sich in der Mitte des Raumes befand.
Namjoon und Jin, die ein gutes Stück größer waren, als er selber, schienen kein Problem zu haben über die Köpfe der Menschen hinweg zu schauen.
Zwei Gestalten waren dort und machten sich für den Kampf bereit. Jedenfalls sagte Jin das. Als das Startgeräusch ertönte, fingen die Menschen an zu grölen. Schwitzende Leiber, die sich gegen Yoongi drängelten, ohne Rücksicht. Alle wollten den Kampf sehen, der stattfand. Er selber war nicht wirklich erpicht darauf. Blutige Nasen waren kein Anblick den er gerne hatte.
Er seufzte. Seine beiden Freunde starrten gespannt in den Boxring und schienen nicht halb so desinteressiert zu sein, wie er selber. Es war eine schlechte Idee gewesen mitzukommen.
Er drängelte sich in Richtung Ausgang. Zeit nach Hause zu gehen.
Im Hintergrund hörte er Jubeln, als der Gewinner bekannt gegeben wurde. Klatschen und anerkennende Pfiffe. Diese Menschen widerten ihn an. Sie waren doch alle erbärmlich. Wie konnte man nur gerne dabei zusehen, wie zwei Leute sich gegenseitig zusammenschlugen? Unverletzt verließ niemand den Ring. Denn bei diesen illegalen Kämpfen ging es noch deutlich rauer zu, als bei legalen.
Endlich erreichte er die Tür, öffnete sie und stolperte ins Freie. Frische Luft. Er hatte gar nicht gewusst, wie sehr er sich danach gesehnt hatte. Die stickige Luft im Club war unerträglich gewesen.
"Du blockierst den Eingang. Kannst du mich bitte durchlassen? Ich bin gleich dran mit einem Kampf." Yoongi erstarrte. Und auch sein Gegenüber schreckte zurück, als er erkannte, wen er vor sich hatte.
"Jimin?" Der Junge schüttelte den Kopf. "Lass mich in Ruhe. Was machst du überhaupt hier? Stalkst du mich?", fauchte er.
Abwehrend hob Yoongi die Hände. "Meine Freunde haben mich mitgeschleift." In seinem Kopf fügten sich ein paar Puzzleteile zusammen. Deswegen trug Jimin also andauernd neue Blessuren.
"Du solltest nicht da rein", nuschelte er leise. Ängstlich die Worte auszusprechen. "Ich will nicht, dass jemand dir wehtut."
"Es interessiert mich nicht, was du willst.. ich muss da jetzt rein!" Der Blonde machte Anstalten sich vorbei zu drängen. "Dann lass mich wenigstens hier auf dich warten", bat Yoongi. "Ich weiß, dass du mich hasst. Aber ich will deine Wunden versorgen. Bitte!"
Wortlos schob Jimin ihn zur Seite. "Bitte, Jimin!"
Doch der Junge verschwand ohne eine Antwort zu geben im Gedränge.
Mit zittrigen Beinen wankte Yoongi zur Seite, um den Eingang nicht weiter zu blockieren und ließ sich an der kalten Hauswand des Gebäudes herabgleiten. Sofort durchnässte der kalte Schnee seine Kleidung. Nur die Jacke blieb trocken. Jimins Jacke.
Sein Blick richtete sich auf den wolkenleeren Himmel. Unbekümmert funkelten die Sterne auf ihn herab. Und Yoongi wartete.