~34~ Sternschnuppis

582 50 18
                                        

"Ist dir aufgefallen, dass wir in den letzten Tagen nie alleine geschlafen haben? Entweder warst du bei mir, oder ich bei dir", lache ich und schaue zu Louis, der am Handy ist und durch seinen Instagram Feed scrollt.

Er schaltet sein Handy aus, legt es neben sich und schaut mich an.

"Stört dich das?"

"Nö."

"Dann ist ja gut."

"Darfst du hier bleiben?"

"Das... ist eine berechtigte Frage, warte kurz."

Er nimmt sich wieder sein Handy und tippt auf den Kontakt seiner Mutter. Nach ein paar Sekunden, in denen ich wirklich begeistert bin, wie schnell sich seine Finger über das Display bewegen, lächelt er und dreht seinen Kopf zu mir.

"Ich darf."

Nun lächle ich auch und drücke ihm einen Kuss auf die Wange, bevor ich aufstehe.

"Hunger?", frage ich ihn und erhalte sofort ein nicken. Er krabbelt über das Bett und steht kurzerhand hinter mir.

Gemeinsam gehen wir in die Küche, wo meine Mutter das Essen auf dem Herd stehen gelassen hat. Ich schalte diesen auf niedrigster Stufe an und drehe mich blitzschnell um, packe Louis an der Hüfte und setze ihn auf die Theke.

"Was wird das Harold?"

"Ich wollte Mal, dass wir auf Augenhöhe reden können", sage ich und grinse ihn provozierend an.

Der angesprochene reist seine Augen auf und scheint nicht zu glauben, dass ich das gerade gesagt habe.

"Das... aus deinem Mund? Harold! Frech, frech, frech."

"Küss mich doch als Bestrafung", lächle ich unschuldig und klimpere mit meinen Augenbrauen.

"Ach, ist mich küssen eine Bestrafung?"

"Wenn ich dafür jetzt einen Kuss bekomme, dann schon."

Louis zieht mich blitzschnell an der Hüfte zu ihm, sodass ich zwischen seinen Beinen stehe. Kaum später spüre ich seine Lippen auf meinen. Unerwartet stütze ich mich auf seinen Oberschenkel ab und erwidere diesen Kuss. Seine Zunge erkundet meine Lippen und als er dann in meine Seite pickst und ich aufkeuche, nutz er die Chance.

"Ihr solltet auf den Herd achten."

Meine Mum steht grinsend hinter uns und macht den Herd aus, während Louis sein Gesicht an meine Brust drückt und versucht sich zu verstecken. Auch als meine Mutter uns Besteck und Teller herauslegt, hängt Louis noch an mir. Als sie schließlich wieder noch oben in ihr Zimmer geht, schiebe ich Louis von mir weg und sehe, dass seine Wangen knallrot sind.

"Unendlich peinlich."

"Ist nicht das erste Mal", necke ich ihn und laufe ins Esszimmer. Louis springt von der Theke und folgt mir. Wir setzen uns, legen uns Essen auf die Teller und fangen an zu speisen. Wir unterhalten uns, Mal über dies, Mal über jenes. Die peinliche Stimmung ist verfolgen und er taut langsam aber sicher wieder auf.

* * *
"Komm Mal mit, ich muss dir was zeigen."

Draussen verabschiedet die Sonne sich gerade vom Horizont und macht ihren Platz für ihren Mond frei. Louis und ich saßen bis jetzt in meinem Zimmer, haben gezockt und ein wenig Musik gemacht. Doch nun entführe ich ihn und ich hoffe, er vertraut mir.

"Ich hoffe du kannst klettern?", frage ich ihn lächelnd, als ich meine Zimmertüre hinter mir schließe und ihn mit in den Dachboden ziehe.

"Geht so. Wieso?", erwidert er, lasse seine Frage allerdings unbeantwortet.

Loving is the antidote {Larry Stylinson}Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt