[3 - Diskussion]

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Der gesamte Senju-Clan ist merkbar angespannt als sich ihre besten Shinobi versammeln und klar wird, dass ihre Gäste möglicherweise noch einige Zeit lang bleiben werden. Wer weiß schon, was dies zu bedeuten hat.

Nach der Ankunft der Gesandten des Feudalherren, kommen noch am selbem Nachmittag Hashiramas engsten Vertrauten im Anwesen zusammen, um sich zu beraten, was sie nun tun sollen.
Eine angespannte Stille herrscht als sich alle sieben im Versammlungsraum zusammengefunden haben.
An dem runden Tisch sitzen neben Hashirama und seinem Bruder demnach noch fünf weitere Leute, die besondere Verdienste für den Clan leisten und deren Meinung daher sehr geschätzt wird.

Hideaki Senju ist der Shinobi im Clan, dem die beiden Brüder in jeder Situation blind vertrauen würden, da sie mit ihm gemeinsam aufgewachsen sind und viel durchlebt haben.
Hideaki hat sich auf den Umgang mit Waffen wie auch das Tai-Jutsu spezialisiert, besitzt aber auch Kanchi-Fähigkeiten und beherrscht das Doton wie auch einige Suiton-Techniken.

Touka Senju ist die stärkste Kunoichi des Clans und vertritt so auch den weiblichen Standpunkt, was hin und wieder Konflikten innerhalb des Clans vorgebeugt hat. Ihre Spezialität sind Genjutsu, doch ist ihr Chakraelement ebenfalls das Doton.

Nawaki Senju ist neben Tobirama der schlauste Kopf des Clans und auch wenn er keine soziale Kompetenz besitzt und nicht immer sonderlich motiviert ist, kann man sich auf seine Strategien verlassen. Er hat ausgeprägte Reflexe, hat eine 100-prozentige Zielgenauigkeit und sein Element ist das Futon.
(Und ja es ist Absicht, dass der wie Tsunades Bruder heißt)

Mika Senju-Uzumaki ist zwar stumm, doch durchaus begabt, da sie nicht nur das starke Chakra des Uzumaki-Clans in sich trägt, sondern im gesamten Clan auch das meiste Wissen über Ninjutsu besitzt. Sie hat eine gute Chakrakontrolle und beherrscht das Byakugou no In (Tsunades fancy lila Siegel auf der Stirn) wie einige Techniken der Kategorie Fuuin-Jutsu (Versiegelungskünste).

Der letzte in der Runde ist Takumi Senju-Sarutobi. Launisch, nicht sonderlich beliebt, aber in dem, was er macht, nicht zu übertreffen. Es gibt jedoch im gesamten Senju-Clan niemanden der temperamentvoller ist. Außer auf dem Schlachtfeld ist er nicht wirklich für viel zu gebrauchen, da er den ganzen Tag über am Trainieren ist. Dafür beherrscht er Techniken aller fünf Elemente und Ken-Jutsu (Schwertkünste, ich wusste bis grad nicht, dass es dafür nen eigenen Begriff gibt-) besser als sonst jemand im Clan.

"Und was ist jetzt so wichtig, dass wir uns herbemühen mussten?", meint Takumi genervt und Touka verdreht die Augen, wenn sie ihn schon wieder so abwertend reden hört.
Wenn sich zwei Leute innerhalb des Clans gar nicht abkönnen, dann sind es eindeutig die beiden.

"Sag mir, wenn du ein Problem hast.", schnauzt er sie sofort an und Mika, die unglücklicherweise zwischen ihnen sitzt, zuckt merkbar zusammen.
"Oh, ich habe so einige Probleme mit dir.", gibt sie zurück und Hideaki räuspert sich.

"Streitet euch draußen, wenn ihr es nicht bleiben lassen könnt.", bittet er sie ruhig, aber bestimmt und die beiden drehen sich nach einem bösen Blick beleidigt voneinander weg, worauf Mika Hideaki ihm dankbar zulächelt.

Tobirama lässt das schriftliche Angebot des Feudalherren durch die Runde gehen und Hideakis Gesicht wird ernst.
Bei Takumi dauert es keine zwei Sätze, ehe er von seinem Platz aufspringt und sich lauthals beschwert.

"Das soll doch wohl ein Witz sein!"

"Setz dich wieder hin.", entgegnet Touka böse und nimmt das Schriftstück an sich, woraufhin sie jedoch ebenso entsetzt ist wie Takumi und blass um die Nase wird.

"Das klingt tatsächlich wie ein schlechter Scherz des Feudalherren."

Mika - die gerade einfach übersprungen wurde - wirft ebenfalls einen Blick darauf als sie das Schreiben erhält, ehe sie die Schriftrolle Nawaki hinhält, der sie jedoch sofort ungelesen zurück an Tobirama reicht.

Nachdem sich Takumi ausführlich beschwert hat, kehrt wieder eine etwas akzeptablere Lautstärke ein und Hashirama - der kurz davor stand sich deprimiert in die Ecke zu hocken - kann endlich das Wort übernehmen.

"Der Feudalherr hat vier starke Shinobi gesandt, um einen Friedensvertrag zwischen uns und den Uchiha auf die Beine stellen zu können. Wir wurden gebeten uns gut zu überlegen, wie wir darauf reagieren.", erklärt ihr Oberhaupt die Lage, doch als Tobirama das etwas ausführt, wird allen Anwesenden der eigentliche Druck, der auf dieser Bitte liegt, erst klar.

"Bereits morgen Mittag werden sie den Uchiha dasselbe Angebot machen. Wir sollten also nicht überlegen was wir antworten, sondern wann. Wir haben den Uchiha gegenüber den Nachteil, dass unsere verbündeten Clans es uns übel nehmen könnten, Entscheidungen über sie hinweg zu treffen. Wenn Madara Uchiha also zuerst auf dieses Angebot eingehen sollte, wird er wahrscheinlich unmögliches verlangen."

Auch wenn Tobirama kurz innehält, um zu überlegen, ob er zur Anschauung doch etwas über seine Nachforschungen zum Thema Nori preisgeben soll, lässt er es bleiben und überlässt seinen Leuten wieder das Wort.

"Heißt das wir sollen uns bis morgen schon entschieden haben?", ruft Touka aufgewühlt und stemmt die Hände auf den Tisch. "Das ist doch keine Entscheidung, die man einfach so treffen kann. Der Krieg zwischen uns und den Uchiha herrscht schon seit Jahrhunderten. Unsere Vorfahren würden sich im Grabe umdrehen!"

"Wir müssen im Auge behalten, dass wir im hier und jetzt leben und wenn wir auch noch eine Zukunft haben wollen, können wir uns gar nicht dagegen entscheiden.", stellt Hideaki ganz logisch fest und Hashirama nickt zustimmend.
"Auch wenn wir darüber bestimmt sehr lang diskutieren könnten, sollten wir uns doch zumindest schon mal auf den Fall, dass wir das Angebot annehmen, vorbereiten.", schlägt ihr Oberhaupt vor und ein Nicken geht durch die Runde. Nur einem sieht man die Ablehnung bereits am Gesicht an.

"Und wenn wir es nicht annehmen?", brummt Takumi genervt, der sich nicht mit dem Gedanken anfreunden will, sich einfach so dem Druck zu beugen.

"Seit wann mischt sich der Feudalherr überhaupt in unsere Angelegenheiten ein? Was verspricht er sich davon?"

"Das liegt an dieser Nori.", meint Nawaki, der bisher nur stumm an der Wand gelehnt hat und seufzt als er die fragenden Blicke auf sich spürt.

"Sogar Mika könnte sagen, dass Tobirama uns etwas vorenthält."

Und damit kommen wir zum zweiten Streitpotenzial innerhalb des Senju-Clans. Nawaki und Tobirama würden selbstredend nicht wie Touka und Takumi beleidigend werden und mit den Fäusten aufeinander los, doch sind sie geistig auf demselben Niveau. Sie beide können Freunde und Feinde gleichermaßen lesen, nur gegenseitig haben sie immer wieder Probleme dabei und da fangen ihre Streitigkeiten an.
Und da Nawaki über keinen Funken sozialer Intelligenz verfügt, schert es ihn auch nicht weiter, ob Tobirama seine Gründe hat oder nicht. Denn es gibt kaum einen ehrlicheren und direkteren Menschen wie Nawaki. Er ist durch diese Art ebenfalls nicht sonderlich beliebt.

"Du hast recht, es wäre sehr gut möglich, dass sie etwas damit zu tun hat.", stimmt Tobirama zu und wie jedes Mal, wenn die beiden anfangen miteinander zu reden, fühlen sich alle anderen im Raum sofort vollkommen minderbemittelt-

"Sag mir etwas, das ich noch nicht weiß."

Tobirama sieht Nawaki einen Augenblick nachdenklich an und reimt sich zusammen, wie viel dieser überhaupt zum jetzigen Stand wissen kann.

"Ich konnte noch nicht herausfinden, welches Interesse sie an uns hegt.", erwidert er streng, doch herrscht der starre Augenkontakt zwischen den Beiden noch einige lange Momente an, ehe Nawaki sich genervt wegdreht.

Tobirama hält es nicht für vorteilhaft, wenn er erstmal noch einiges über sie für sich behält, bis er sich sicher ist. Vermutungen würde nur für Unruhe sorgen.

Die hitzige Diskussion fordert seine Zeit und da die Meinungen sehr weit auseinandergehen, scheint sie zu manchen Zeitpunkten fast schon endlos. Doch ein Ergebnis muss her und so wird keine Pause eingelegt ehe sie sich auf etwas geeinigt oder einen Kompromiss beschlossen haben.

RiversidesWo Geschichten leben. Entdecke jetzt