"Von wem wurde er geschickt?", fragt Nori. "Seinem Boss."
"Sag mir, wenn was bei rumkommt. Ich warte draußen. Schreie tun immer in den Ohren weh."
Vor dem Zelt setzt sie sich in den Schneidersitz und schließt ihre Augen. Sie versucht ihre neueste Gedächtnislücke auszufüllen.
Als sie bereits einige Minuten später zwei Chakren bemerkt, hebt Nori ihren Blick und beobachtet die beiden Gestalten, die aus dem Schatten der Bäume treten und auf Kenzo und Kubo zugehen.
"Wir haben die Antwort von Madara Uchiha dabei."
Auch aus der Entfernung versteht Nori noch jedes Wort. Nur hat sie keine Lust dazu zu treten.
Lieber möchten sie sitzen bleiben und warten bis Shou neue Erkenntnisse hat. Zumindest würde sie dies entgegnen, wenn jemand danach fragt, sie macht sich im Grunde nämlich keine all zu großen Hoffnungen, dass dieser wirklich etwas aus ihren Angreifern herauskriegen könnte. Nicht, weil sie seinen Fähigkeiten nicht vertraut, sondern da kein Amateur so bescheuert wäre sich mit einer so mickrigen Gruppe gegen Leute des Feudalherren zu stellen.
Auch wenn man meinen könnte es handelt sich um einen großer Zufall, dass die Uchiha genau jetzt auftauchen, traut sie denen so etwas nicht zu. Die würden keine dritte Partei anwerben, um sie anzugreifen, sondern das selbst in die Hand nehmen. Und vor allem würden die großen Clans nicht riskieren, dass ihnen auf Grund eines solchen Vorfalls misstraut wird. Das kann nur eine außenstehende Gruppe veranlasst haben. Eine mit genügend Einfluss, um Profis anzuheuern.
Wären ihr neben ihren Gedächtnislücken zumindest Details der restlichen Angreifer im Kopf geblieben, könnte sie sich einiges mehr erschließen, aber so kann sie nur Vermutungen anstellen. Immerhin war sie den Großteil des Kampfes nicht Herr ihrer Sinne.
Es hegen viele Leute einen Groll gegen sie, dem ist sich Nori bewusst, aber es fallen ihr spontan nur eine Hand voll Personen ein, die soweit gehen könnten Attentäter auf sie zu hetzen, den Verdacht kann sie gegenüber ihrer Aufpasser keineswegs aussprechen.
Während Nori tief in Gedanken versinkt, interagieren Kenzo und Kubo mit den beiden Uchiha. Sie kann auch ohne zuzuhören erahnen, was dort besprochen wird. Denn niemand wagt es sich sich gegen den Feudalherren zu stellen. Und das kotzt Nori an.
Dieser Mann hat aus ihrer Sicht nur ein qualvolles Ende verdient, doch würde außer ihr keiner diese radikale Sichtweise laut aussprechen, wenn auch viele derselben Meinung sind.
Und auch wenn sie selbst dem Feuerreich dient, verfolgt sie ihre ganz eigenen Ziele.
Als Nori jedoch von Kenzo gerufen und so aus ihren Gedanken gerissen wird, sieht sie wie Kubo sie mit einer eindeutigen Handbewegung anweist dazu zu kommen. So erhebt sie sich widerwillig.
Sie blickt von Kubo zu den Uchiha und dann zu Kenzo.
Als Junichiro Uchiha ihr einen Brief hinhält runzelt sie die Stirn.
Offenbar hat Kenzo das offizielle Schriftstück schon in der Hand, was also soll sie mit diesem Brief?
Zögernd nimmt sie ihn entgegen und klappt das Papier auf.
Ich habe dich wiedererkannt, aber weiß noch nicht, ob das Zufall oder Absicht ist.
Bevor ich es in Betracht ziehe mit euch oder den Senju zu verhandeln, will ich wissen, was dich erneut hierher treibt.
Ich traue niemandem dessen Eingeweide ich nicht gesehen habe.
- MU
Nori lässt das Stück Papier - nach dem Überfliegen der Zeilen - in ihrer Hand in Flammen aufgehen, was fragende Blicke der Umstehenden auf sich zieht. Es ist für sie allerdings von Vorteil, wenn ihre persönlichen Beschützer das nicht zu Gesicht kriegen.
"Gibt es irgendwas, das ihr loswerden wollt?", fragt sie als wüsste sie nicht, was die anderen mit ihren Blicken ausdrücken wollen.
"Nein...", meint Kenzo, woraufhin Nori nur stumm nickt und sich umdreht, um sich wieder ins Gras zu pflanzen.
Natürlich wird Kubo später versuchen sie über den Inhalt der Notiz auszuquetschen, doch da muss sie sich wohl eine Lüge zusammenreimen. Ihr wird schon irgendwas einfallen, dass das Oberhaupt der Uchiha nur ihr mitteilen wollte und keine Fragen aufwirft.
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Riversides
Fanfiction(abgeschlossen) Nori wird von Hashirama und Madara aus dem Fluss gerettet, doch ist sie darüber nicht allzu glücklich und offenbart den Beiden, dass sie von ihren jüngeren Brüdern beobachtet werden. Tobirama ist als einzigem klar, dass irgendetwas m...
