"Wir gehen aber schon noch oder? Dann ruf ich Adam jetzt mal an und klär uns einen Tisch." Alle nickten begeistert und so machten wir uns langsam auf den Weg zum Club, natürlich dicht gefolgt von Hugo. Während ich gerade dabei war, die Nummer von Adam, dem Clubbesitzer der Clu Noir- Reihe raus zu suchen, kamen drei ziemlich gut aussehende Girls auf uns zu. Sie besaßen Kurven und trugen hautenge Kleider, die diese zusätzlich betonten. Hugo stellte sich sofort zwischen uns " Ist schon okay Hugo!" , rief ich ihm zu und zwinkerte der einen Brünetten zu. Sofort schenkte sie mir ein bezaubernd verführerisches Lächeln. "Dürfen wir euch ins Noir begleiten? Wir waren gerade auf dem Weg dahin!", säuselte die eine. Grinsend legte ich einen Arm um zwei der Mädchen "Aber klar doch meine Hübschen. Ihr sollt doch nicht ohne Begleitung darein! Ich bin gerade dabei uns einen Tisch zu besorgen!" Sie fingen an zu kichern und siegessicher wählte ich Adams Nummer. Von der Seite bemerkte ich noch Ryans misstrauischen, fast schon bösen Blick. Doch er sagte nichts. Besser für ihn. Während ich mit Adam sprach versuchte ich Ryans vorwurfsvolle Blicke einfach zu ignorieren.
Warme Luft umhüllte uns als wir den Club betraten und der Beat vibrierte durch unsere Körper. Hugo redete mit dem Securitychef des Clubs, von dem Adam mir am Telefon gesagt hatte, dass er ihn sofort einweisen und über unser erscheinen informieren würde. Ich sah wie er nickte und uns zu einem Tisch im abgesperrten Bereich führte. Die Mädchen in meinem Arm kicherten als wir uns setzten und schauten mich mit großen Augen an. Innerlich dankte ich unserem Busfahrer dafür, dass er immer versuchte, wenn es möglich war in den Gegenden seine Pausen einzulegen, in denen wir dann solange was unternehmen konnten oder in denen die guten Clubs waren. So kam jeder auf seine Kosten und ich heute mal wieder ganz besonders wie es aussah. Ich winkte eine Kellnerin heran, die sofort mit leuchtenden Augen an unseren Tisch kam. "3 Flaschen Skyy und 2 Flaschen Moët bitte. Alles als Magnum Flaschen versteht sich!". Lächelnd nickte sie mir zu "Natürlich!", und schon verschwand sie wieder, nicht ohne extra betont Ihren nur spärlich umhüllten Hintern zu schwingen. Grinsend schenkte ich wieder den anderen meine Aufmerksamkeit, aber ich fing mir nur einen bösen Blick von Ryan ein, der aufseufzte und seinen Kopf schüttelte. "Was?!", fuhr ich ihn an. Ich war langsam echt so richtig genervt von seinen ständigen Moralpredigten. "Hattest du nicht erwähnt das Cassie auf dich wartet?", fragte er trocken. "Tut sie nicht! Sie weiß doch Bescheid und hat nichts dagegen!", antwortete ich schnell. Natürlich war das nicht die Wahrheit, aber ich hatte keine Lust auf einen neuen Streit mit Ryan. Er war mein bester Freund und irgendwie auch der von Cassie und genau das war das Problem. Es kotzte mich an das er ständig meinte er wüsste alles besser über uns. Sonst war er immer als erstes dabei wenn es ums feiern ging, aber seit dem er dieses Mal bei uns ist, straft er mich fast ständig nur mit bösen Blicken. So war er sonst nie. Ich vermisste ihn, beziehungsweise seine alte Art. Er lies mir noch nie alles einfach so durch gehen und sagte mir sofort wenn er etwas nicht für richtig hielt und eigentlich fand ich das auch gut, aber so schlimm war er noch nie. Er verhielt sich wie eine zweite Mutter. Seit ihrer Ankunft, seit sie mehr oder weniger wussten was da zwischen Cassie und mir war benahmen sich meine beiden besten Freunde einfach merkwürdig mir gegenüber. Ich kannte sie so gar nicht und das alles machte mir Angst. Bekam ich etwas so Grundlegendes nicht mit? Hatte ich mich verändert? Machte ich irgendeinen Fehler weswegen sie jetzt meinten ständig so ernst mit mir reden zu müssen? Zum Glück war Chaz da noch ein wenig anders, ihn konnte man mit einer guten Party eigentlich immer zufrieden stellen und wieder ablenken, aber Ryan hielt an seiner Meinung fest ohne Ausnahme. "Ach hat sie das? Ich glaube du hast sie einfach schon wieder vergessen! Oder besser gesagt verdrängt! Ich versteh nicht so ganz was mit dir los ist oder wo dein Problem liegt aber du rennst vor dir selber weg und versperrst dir selber den Weg glücklich zu sein!", Er machte eine Pause und sah mich unglaublich wütend und auch ein wenig traurig und bemitleidend an, "Tut mir leid Bro, du weißt ich liebe dich, aber da du dir ja nicht helfen lassen willst kann ich das nicht weiter mit ansehen... Ich gehe zurück zum Bus und wenn du wieder bei Sinnen bist können wir ja morgen darüber reden. Aber so seh ich keinen Sinn dahinter!" Seine Stimme wurde immer lauter und schließlich stand er auf. "Ey Ryaaaan... Was soll das?", fragte ich ihn erschrocken aber er schüttelte nur mit harter Miene seinen Kopf. "Nein Justin, wir haben uns das jetzt lange genug angeschaut. Ich hätte auch echt etwas anderes von dir erwartet um ehrlich zu sein. Aber das hat jetzt eh kein Sinn, Versuch einfach nicht noch mehr scheiße zu bauen heute!", dann wechselte er noch einen kurzen Blick mit Chaz, bevor er davon stapfte. Immer noch ein wenig geschockt drehte ich meinen Kopf ganz langsam zu Chaz. Dieser guckte mich auch nicht gerade freundlicher an, aber er zuckte mit seinen Schultern und sagte "Hat jetzt eh keinen Sinn Justin...! Lass uns jetzt einfach feiern und ich pass auf!" "Ich brauch doch keinen scheiß Babysitter!", knurrte ich wütend. Das konnte doch nicht deren Ernst sein. So langsam wurde auch mir das zu viel! Die Girls, die die ganze Zeit still da gesessen hatten, schienen sich nicht so wohl zu fühlen in mitten dieser Diskussion, denn sie standen plötzlich auf und säuselten ein leises "Wir gehen schon mal auf die Tanzfläche!". Bevor ich auch nur etwas hätte sagen können, waren sie auch schon weg. Wütend klatschte ich in die Hände "Na ganz toll! Beschissener kann der Abend jetzt auch nicht mehr werden!". Chaz schüttelte seinen Kopf und stand ebenfalls auf "Bro das ist aber nicht unsere Schuld! Es ist jetzt deine Sache was du noch daraus machst!" und dann ging er auch einfach zur Tanzfläche. Ja toll! Sowas liebe ich! Mir ein dämliches Rätsel aufbinden und dann mit der Lösung abhauen. Was zum Teufel meinte er denn jetzt schon wieder damit? Können sie nicht einfach Klartext sprechen? Seufzend lehnte ich mich zurück gegen die Bank. Wenigstens war der Rest der Gruppe schon vor dem ganzen Streit auf der Tanzfläche verschwunden, so hätten es nur die Girls mit bekommen und die waren ja egal. Und da traf es mich wieder wie ein Blitz: das Bild von Cassie in meinem Bett. Ganz allein. Tausend Stimmen schwirrten in meinem Kopf.
Ich hätte auch echt etwas anderes von dir erwartet um ehrlich zu sein.
Du rennst vor dir selber weg und versperrst dir selber den Weg glücklich zu sein!
Mir wurde ganz schlecht. Ich wollte all diese Stimmen nicht mehr hören! Ich wollte das Bild nicht mehr in meinem Kopf. Es war alles ein riesen Chaos, aber jeder schien es ordnen zu können außer mir. Aber dabei ging es doch um mich. Sollte ich dann nicht wissen was los ist? Ich war sauer auf mich selbst, das andere es besser wussten als ich. Dieses Chaos machte mir eine unglaubliche Angst und bereitete mir Kopfschmerzen. Vielleicht war ich dafür nicht gewachsen. Ich sollte es einfach ignorieren und verdrängen. Mein Leben war gut, es ging mir gut und plötzlich schien eine Bombe eingeschlagen zu haben, die alles zerstörte. Ich weiß nicht wann das passiert ist, aber ich weiß, dass ich Angst vor meinen Gefühlen hatte. Angst davor, was sie mir sagen wollten, Angst davor was andere dazu sagen würden. Besonders was dieses eine, wunderschöne, bezaubernde Mädchen sagen würde. Ich wollte sie nicht verlieren, aber ein falsches Wort und ich würde es mit Sicherheit tun. Ich musste alles weitere ignorieren, damit alles so blieb wie vorher. Vielleicht war es tatsächlich nicht die beste Art, aber es funktionierte doch eigentlich oder? Seit ich begonnen hatte, meine Gedanken sofort weg zu trinken, sobald sie auftauchten, fiel mir alles leichter.
Versuch einfach nicht noch mehr scheiße zu bauen
Schon wieder diese Stimmen. Aber ich hatte einen Entschluss gefasst. Ich musste es weiter ignorieren, es war die beste Methode. Ich griff zu der Wodka Flasche und goss mein Glas damit ein. Es waren zwar Sachen bereit gestellt zum mischen, aber das brauchte ich nicht. Ich brauchte einfach nur einen Gedanken-Killer
Es ist jetzt deine Sache was du noch daraus machst!
Glas um Glas schüttete ich runter. Und langsam wurden auch die Stimmen undeutlich und das Bild verschwamm immer mehr. Ich trank solange weiter, bis endlich alles ruhig war. Dann schwankte ich los in Richtung Tanzfläche.
Tadaaaa endlich mal wieder ein neuer Part! Scheint so als wird Justin immer mehr zu einem "Badboy"... Was meint ihr?
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Another Relationship
FanfictionSie sind die besten Freunde. Er der Superstar, sie die Tänzerin. Seine neue Tour steht bevor und sie soll mit. Als seine Tänzerin. Was, wenn die Tour die beiden mehr zusammen bringt als gedacht? Wenn aus ihnen plötzlich Friends with benefits werden...
