Kapitel 22 - Dankbarkeit

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Angel Dust

Ein leisen Stöhnen verlässt meine Lippen, als ich meinen Rücken durchdrücke und versuche wieder Gefühl in meine Gliedmaßen zu bekommen. Für eine Dusche würde ich grad jeden Bastard ficken, denke ich, doch verwerfe den Gedanken wieder, als ich auf die Sachen blicke, die Husker am Morgen gebracht hatte. Nagut... Für eine Dusche würde ich sogar auf einmal Sex mit ihm verzichten, überlege ich gnädigerweise.
Cherri liegt auf dem ungemachten Bett und murmelt leise etwas. Die letzten Tage waren wirklich nicht leicht. Mal abgesehen von ihren Heulkrämpfen, waren die Dinge die nur sie sah wohl das schlimmste- denn ich konnte nichts tun, als sie festzuhalten, damit sie sich nicht verletzt.
Doch seit gestern Abend wirkt sie ruhiger, merke ich, als ich mir die Strähnen aus dem Gesicht streiche, die dringend mal wieder den Kontakt zu Wasser und Shampoo brauchen. „Du brauchst dringend eine Dusche, Angie.", flüstert Cherri heiser. Als ich mich hier zuwende, sehe ich dass sie die Augen verschlafen aufgeschlagen hat, doch einen viel klareren Blick als die letzten Tage drauf hat.
„Findest du das wirklich, Bitch? Meinst du denn, ich kann dich kurz alleine lassen, ohne, dass du dich umbringst?", will ich wissen. „Wie wärs, wenn du mich in die Wanne steckst, während du deinen feinen Arsch puderst? Ich stinke wie der Arsch deines Liebhabers.", entgegnet sie mir.
Ich zucke mit den Schultern. Ich hab mit Nacktheit noch nie ein Problem gehabt und so oft wie ich Cherri nach durchgemachten Nächten schon waschen musste, kann ich die Titten schon aus dem Kopf malen, denke ich.
„Von mir aus, aber fuck man, wehe du ertrinkst, während ich mir die Haare wasche. Mund zu Mund beatme ich dich erst, wenn du dir die Zähne geputzt hast.", antworte ich, ehe ich ins Bad schlender.
„Verdammt Bitch... Du hast dich wirklich verändert!", lacht Cherri und ich atme ein wenig auf.
Die letzten Tage waren wirklich nicht witzig, da ist ihr Lachen wirklich eine Wohltat, überlege ich, während ich im Bad auf sie warte.
Charlie hatte uns ein Körbchen mit allen möglichen Kosmetikartikeln vorbeigebracht und verwundert hole ich das wirklich teure, aber verdammt gut riechende Körperöl aus dem ganzen Tüll. Ob Husker das gefallen würde?, frag ich mich, doch Cherri unterbricht mich, als sie sich schwer atmend auf den Klodeckel niederlässt.
„Schon aus der Puste, Liebes?", frage ich zuckersüß, obwohl ich weiß, dass sie völlig fertig sein muss. Seit Tagen hat sie nur ein paar Krümel Brot zu sich genommen. Selbst zum Trinken musste ich sie überreden, obwohl das besser geklappt hat. „Fuck Angie... Halt einfach deine wundervolle Fresse...", gibt sie zurück, während ich ihr ein Bad einlasse. Der Geruch nach Jasmin, Vanille und irgendwas, was ich nicht zuordnen kann, flutet meine Nase, doch es ist angenehmer, als alles was ich in der vergangenen Zeit riechen durfte. Vorsichtig helfe ich Cherri aus ihren nicht mehr wirklich frischen Sachen und beschließe, dass wir sie lieber verbrennen statt Waschen sollten.
Ein Seufzen verlässt Cherris Lippen, als sie endlich in der Wanne liegt und der ganze Schaum sie umgibt. „Temperatur in Ordnung, Miss?", frage ich sarkastisch, ehe ich beginne mich auch ohne ihre Antwort auszuziehen. „Perfekt, Puderarsch.", murmelt sie und lehnt den Kopf nach hinten.
Als das Wasser endlich meine Haut berührt, kann ich ein Stöhnen fast nicht unterdrücken, so gut fühlt sich der heiße Strahl auf meiner Haut an.
„Boah... Wehe du, wichst dir jetzt einen...", höre ich Cherri sagen, doch ich ignoriere sie, denn ich genieße es viel zu sehr, endlich wieder sauber zu werden.
Jetzt da es Miss-Ich schaffe das auch alleine- anscheinend besser geht... kann ich sicher, Husker wiedersehen. Fuck- Ich hab ihn in den letzten Tagen wirklich vermisst, denke ich, als meine Finger sich durch meine Haare winden. Nicht nur den Sex, auch unsere Gespräche und seine sanften Berührungen, wenn wir einfach nur Kuscheln, seufze ich innerlich.
Das Wasser verschwindet zusammen mit dem Schaum und ich rieche endlich wieder nach mir selbst.
„Hey Bitch... Meinst du wir können die Prinzessin fragen, ob sie uns Cheesburger besorgt? Mit Pommes? Ich hab mega Hunger.", sagt Cherri, als ich gerade dabei bin meine Haare ein letztes Mal auszuspülen. „Ich frag sie gleich mal, aber ich bin mir sicher, sie hat nichts dagegen.", antworte ich, als ich aus der Duschwanne steige und mir ein Handtuch schnappe. „Und? Bist du auch wieder sauber, oder soll ich dich noch ein paar Mal ins Wasser tauchen?", will ich wissen, worauf hin meine beste Freundin die Augen verdreht.
„Hilf mir mal mit den Haaren...", meint sie und lehnt sich nach hinten. Vorsichtig löse ich den Zopf, ehe ich ihre volle Haarpracht ins Wasser tunke und ein paar mal einshampooniere. „Das können wir jetzt immer so machen...", murmelt sie, doch ich hab schon genug. „Auf gar keinen Fall, Zuckerpuppe. Und jetzt raus mit dir!", weise ich sie an. Kurz darauf sitzen wir beide auf dem Sofa, weil das Bett so verschmutzt ist, dass ich erst die Laken wechseln möchte, ehe ich eine saubere Cherri drauf Platz nehmen lasse.
Während ich eine Nachricht an Charlie tippe, versucht Cherri ihre Haare unter Kontrolle zu bekommen. „Jetzt komm endlich her! Scheiße, machst du das mit Absicht? Du siehst aus, als hätten Vögel in deinen Haare gefickt.", rufe ich und werfe das Handy auf ein Kissen und beginne damit einzelne Strähnen zu büsten. „Fuck man... Sagt der mit der Kurzhaarfrisur.", murmelt meine Freundin, doch ich kann ihren dankbaren Blick sehen.
„Angie... Danke, dass es dich gibt!", sagt Cherri so leise, dass ich sie kaum verstehen kann. Sie dreht sich zu mir um, sodass ich die Tränen in ihrem Auge sehen kann. Seufzend werfe ich die Bürste zur Seite und schlinge die Arme um meine beste Freundin. „Ich bin immer für dich da, Cherri Bomb. Außer...", beginne ich kichernd. „Außer du vögelst den Kater...", beendet sie meinen Satz, doch ich lache.
„Nein... Selbst dann würde ich dir zur Hilfe eilen... Aber Scheiße... das wird dann wirklich teuer für dich!", meine ich, als es an der Tür klopft. Wie ein kleiner Wirbelsturm fegt Charlie ins Zimmer, dicht gefolgt von Niffty und Vaggie.
„Fuck, hier reicht es wie in einem Lovehotel...", meint der Exengel, ehe sie die Fenster aufreißt. Ich zucke mit den Schultern. „Hab schon schlimmeres gerochen.", mein ich, doch eigentlich bin ich froh, dass die Frauen ein bisschen für Ordnung sorgen.
Während Niffty beginnt, sich ums Putzen zu kümmern, wendet sich Charlie uns zu. „Gehts dir ein bisschen besser, Cherri?", fragt sie etwas kleinlaut, als wüsste sie nicht genau, wie sie fragen soll, ob sie jetzt alles überwunden hat. Cherri wirft mir einen Blick zu, ehe sie abwinkt. „Alles in Ordnung. Ich hab nur Scheißehunger...", meint sie, während ich die Augen verdrehe. „Husker ist mit Alastor losgezogen. Auch wenn ich nicht weiß, wer von beiden mürrischer geschaut hat.", antwortet die Freundin unserer Hotelbesitzerin. Ich kanns mir denken, seufze ich innerlich und versuche nicht mir vorzustellen, wie unwohl sich Husker wahrscheinlich grad fühlt.
„Eindeutig ich...", antwortet plötzlich jemand von der Tür aus. Das Katerchen steht dort, vollbeladen mit irgendwelchen Tüten, während Alastor nur eine kleines Spielzeug in der Hand hält.
„Ach Husker... So schlimm war das doch alles gar nicht!", meint Smiles, doch denkt nicht daran ihm zu helfen. Lächelnd nehme ich Husk einige Sachen ab, ehe ich sie auf den kleinen Tisch stelle. „Fuck ey. Erst verdammter Barkeeper und dann noch das fucking Mädchen für alles.", murmelt er, doch hält kurz inne, als sich unsere Finger berühren. „Hi.", sage ich leise und spüre, wie ich irgendwie rot anlaufe.
Das waren wohl ein paar Tage zu viel in denen ich ihn vermissen konnte... Fuck, reiß dich zusammen, schreie ich mich selbst an und verschränke sofort die Hände vor der Brust. „Hi.", antwortet mir Husk, doch auch er scheint irgendwie unsicher zu sein.
Plötzlich spüre ich die Blicke der anderen, doch ich bin so müde, dass ich keine Lust habe, gerade irgendwas zu verstecken. Gemeinsam mit den anderen setzen wir uns alle auf den Boden um den kleinen Tisch herum, ehe Charlie beginnt wie wild irgendwelche Sachen zu verteilen.
Erschöpft lehne ich mich an Husk, mir egal, ob mich jemand sehen kann, ich will nur seine Wärme in mich aufnehmen.
Ich spüre sein Lächeln, ohne ihn anzusehen. Verdeckt von den Blicken der anderen, nimmt er meine Hand in seine, ehe er sie sanft drückt.
„Gut gemacht, Süßer...", raunt er mir zu und ich spüre, wie wichtig mir seine Worte sind. Cherri zwischen den anderen zu sehen, wie sie ein einer Pommes knabbert, nachdem sie es so weit geschafft hat, gibt mir Kraft weiter an dem Konzept des Hotels festzuhalten.

Loser Lover (HuskerDust)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt