(Bevor du das Kapitel liest, weise ich ausdrücklich auf die Gewalt und Übergriffigkeit in diesem Kapitel hin! Zusätzlich extreme Verzweiflung bis hin zu passiven Suizidgedanken. Bitte lies es nicht, wenn du Probleme mit solchen Themen hast.)
Angel Dust
Ich hasse mein beschissenes Leben, denke ich, als ich ins Bett falle und Fat Nuggets sich an mich schmiegt. Keine Ahnung wieso, aber Husk hat ihn wohl eines Nachts zu mir reingelassen, denn am nächsten Tag lag er an mich geschmiegt. Shit... Selbst wenn ich ihn nicht in meine Nähe lasse, ist er noch so liebenswürdig, geht mir durch den Sinn, als ich mich auf den Rücken drehe und an die Decke starre. Wie lange ist es jetzt her, dass er mich berührt hat, frage ich mich, doch ich weiß nicht mal, welcher Tag heute ist.
Mein Körper tut weh, meine Mundwinkel sind eingerissen und meine Handgelenke bluten wieder. Valentinos Grausamkeit kannte in den letzten Tagen keine Grenzen. Immer und immer wieder befahl er mir Dinge zu tun, gegen die alles in mir rebellierte. Trotzdem folgte ich seinen Wünsche, egal wie sehr ich mich verachte, egal wie sehr mein Körper sich wehrte.
Und notfalls halt mit Gewalt, denke ich und hebe die Hand an mein Gesicht. Blutreste sind auf meiner Haut verschmiert. Egal, wie sehr ich versuchte, meinen Geist zu verschließen, wie sehr ich versuchte zu fliehen. Es war mir nicht mehr möglich. Jede Berührung ist mir zuwider, jeder Stoß bringt mich fast zum Kotzen. Alles... Was ich immer mit links weggesteckt habe, jetzt zerbreche ich fast daran, reflektiere ich still, während alles in mir schreit.
Und dann ist da Husk. Seine Augen, die mich verfolgen, wenn ich durch die Tür reinkomme. Sein Blick, der meinen Körper streift. Seine Sorge steht ihm ins Gesicht geschrieben, doch ich schäme mich. Ich will nicht, dass er mich berührt, wenn ich Sex mit einem anderen Mann hatte. Ich will nicht, dass er mich küsst, wenn ich den Schwanz eines anderen in meinem Mund hatte.
Es fühlt sich so an, als würde ich ihn jedes Mal betrügen, als würde mein Herz zerrissen werden, denke ich. Auch Valentino merkt das, was anders ist und seine Strafen sind unbarmherzig. Am Ende bin ich ein Klumpen Fleisch, das nur als Loch für ihn und andere hinhält.
„Shit...", fluche ich leise, spüre, wie die Gefühle mich zu überwältigen drohen, als es klopft. „Verpiss dich, Husk.", flüstere ich, obwohl ich genau weiß, dass er es unmöglich sein kann. Husk würde keine Grenze überschreiten und zu mir kommen, wenn ich ihn nicht bitten würde.
Und ich kann ihn grad nicht bitten, ich schaffe es nicht mal ihn anzusehen..., denke ich. Tränen brennen in meinen Augen.
„Captain Spaßbremse ist unten und unterhält sich mit der Prinzessin.", meint Cherri, als sie reinkommt. Ihre Stimme schreckt mich kurz hoch, doch ich habe keine Kraft und lasse mich wieder auf das Kissen sinken. Sie setzt sich auf die Bettkante und schaut mich an. „Du siehst beschissen aus, Angie.", sagt sie leise, ehe sie näher kommt.
„Ich sehe immer... Fuck...", antworte ich, als der Schmerz überhand nimmt. Ich dreh mich zur Seite, mein Körper krümmt sich zusammen, während meine Augen überlaufen. Ein Schlurzen verlässt meine Kehle, egal wie sehr ich versuche, es zu verhindern. Die Tränen tränken mein Kissen, doch ich kann nicht aufhören.
„Verfickte Scheiße...", heule ich, als ich eine Hand auf meinem Rücken spüre. Sie ist warm, wohltuend auf meiner kalten Haut. „Angie...", flüstert Cherri, doch dann schweigt sie einfach, bis ich mich beruhigt habe.
Nach einer Weile starre ich nur noch gegen die Wand, als folgende Worte meinen Mund verlassen: „Ich liebe Husker.", sage ich leise. Ich spüre das Zucken an meiner Hand, doch Cherri sagt nichts. „Ich kann keine andere Typen mich ficken lassen, jetzt da mir das bewusst ist. Scheiße! So eine verfickte Scheiße! Jedes Mal wenn ich ihn sehe, würde ich mir am liebsten die Haut abreißen, so sehr verachte ich mich in diesem Augenblick. Er macht mir keine Vorwürfe, verdammte Hölle. Nein, er ist liebevoll, fürsorglich und scheiße besorgt. Und ich? Ich sauge an fremden Schwänzen, ich lasse mich ficken und stöhne fremde Namen. Wie... wie soll man eine verfickte Hure wie mich lieben? Wie sollte Husker... jemanden wie mich wollen...?", rede ich mich in Rage und spüre, wie die Schuld mich zerreißt.
„Ich glaube... Das alles ist dem Kater ziemlich egal, Angie. Schau mich an.", bittet sie und ich drehe mich zu ihr.
Ihre Gesichtszüge sind sanft, als sie mir die Tränen aus dem Gesicht streicht.
„Husk weiß was du tust, das wusste er schon immer. Und, scheiße nochmal, wie könnte er dich nicht lieben, Angie? Du bist so fucking wundervoll. Hast du dich mal angeschaut? Fuck Man, du sprengst jede Richterskala. Du hast Humor und kannst verdammt nett sein. Der alte Sack wäre ein ziemlicher Schwachkopf, das nicht zu sehen...", sagt sie und lächelt.
„Ich will das nicht mehr... Ich will... Mit Husk zusammen sein. Scheiße Cherri, ich will so richtige verfickte Pärchenscheiße machen. Den ganzen Tag im Bett Filme gucken, Fast Food in mich stopfen, während er mir erzählt wie heiß ich bin, mit ihm Händchen haltend shoppen gehen. All son Bullshit.", antworte ich, als sie mich in den Arm nimmt. „Ich weiß, Angie. Wenn ich eine Lösung für deine Seele wüsste, würde ich sie dir geben... Du darfst nicht aufgeben.", sagt sie.
Ich will nicht, dass mich irgendwer berührt außer Husker..., bekräftige ich nochmal. Selbst wenn Valentino mich tötet, ich halte dieses Gefühl nicht mehr aus.
Lieber sterbe ich, als Husk zur Last zur fallen, denke ich, doch das werde ich Cherri nicht sagen. Ich will nicht auch ihr noch Kummer machen, also fresse ich lieber alles in mich hinein.
Wenn Valentino mich tötet... dann kann ich frei sein. Vielleicht findet meine Seele irgendwann zurück zu meinem Katerchen... Vielleicht habe ich dann eine Chance auf meinen eigenen Willen... Doch... bis dahin..., denke ich und fasse einen Entschluss.
Die Tränen fließen wieder und meine Freundin hält mich fest, während ich mich in den Schlaf weine.
Als ich aus dem Fahrstuhl steige, steht Husk neben der Bar an einer Wand gelehnt. Seine Augen öffnen sich, als hätte er mich irgendwie wahrgenommen und sein Blick gleitet über mein Gesicht und Körper.
„Guten Morgen...", murmle ich, als ich an ihm vorbei gehe. „Anthony... Ich möchte mit dir reden.", sagt er leise und ich halte inne, doch starre weiter die Tür an.
Wenn ich ihn jetzt ansehe, breche ich an seiner Brust zusammen, denke ich. „Ich hab nicht viel Zeit, Husker. Ich muss zur Arbeit. Du weißt ja wie Valentino da ist...", rattere ich runter, Worte, die ich mir zurechtgelegt habe. Es ist nicht mal eine richtige Lüge, Valentino würde mir aber so oder so am liebsten die Arme ausreißen. Meine Beine wollen sich nicht bewegen, doch ich zwinge mich, einen Schritt zu wagen.
„Verfickte Scheiße nochmal. Jetzt warte endlich.", zischt Husk mich an, als er meinen Arm packt. Ein Schauer jagt mir über den Rücken, während von seiner Haut Hitze auf mich übergeht.
Selbst mein fucking Körper vermisst ihn, stelle ich fest, doch schaffe es nicht, mich von ihm loszureißen.
„Du gehst mir seit Tagen aus dem Weg. Scheiße, findest du ich habe diesen Bullshit verdient? Dass du mich wie ein Wichser behandelst? Fuck man, Angel, ich dachte wir hätten diese Kinderscheiße hinter uns gelassen.", wirft er mir an den Kopf und ich wende den Blick ab.
Ich will das alles doch nicht... Doch, ich könnte es nicht ertragen, wenn er mich verachtet... Ich könnte nicht damit leben, nie wieder von ihm berührt zu werden, denke ich.
„Denkst du mir gefällt das? Denkst du, ich finde die ganze beschissene Situation geil? Das ist nun mal Teil meines beschissenen Vertrages! Ich werde von anderen gefickt, bis ich nicht mehr stehen kann. Ich werde benutzt, bis nichts mehr von mir übrig ist. Wie... Wie kannst du mich da nur berühren oder anfassen wollen?!", schreie ich ihm entgegen, doch sein Griff wird fester. Ich höre, wie er Luft holt, doch schweigt.
Mein Blick hebt sich und ich reiße überrascht die Augen auf. Husk Wangen stehen in Flammen und sind fucking rot. Seine Zähne beißen sich auf die Lippen, als würde er was sagen wollen, aber er nicht wüsste wie.
„Angel... Shit... Du bedeutest mir unendlich viel... Ich werde dich nicht belügen, mir gefällt es nicht, was du tust. Aber nichts... wird mich daran hindern dich berühren oder dich auf jede fucking erdenkliche Art haben zu wollen... Meine Seele... mein verdammtes Herz... beides gehört dir. Mein Platz in dieser verfluchten Hölle... ist an deiner Seite... Wenn du mich lässt.", sagt er leise. Scheiße... Hat er gerade gesagt...?, versuche ich klarzukommen. Ich spüre, wie mir heiß wird und ich ihn anstarre. Sein Blick bleibt fest auf die Stelle gerichtet, an der seine Hand meinen Arm berührt, doch er schweigt.
Ich würde lieber sterben, als Husk zu verlieren, denke ich und beuge mich zu ihm runter, bis meine Lippen das Fell seiner Ohren berühren. „Ich liebe dich auch, Husk.", flüstere ich. Seine Augen treffen sofort meine und ich kann nicht anders als ihn anzulächeln.
„Bitte... geh mir nicht mehr aus dem Weg.", bittet er mich und nimmt mein Gesicht zwischen seine Hände.
Hach... das habe ich so sehr vermisst, seufze ich innerlich, als er mich sanft küsst. „Versprochen... Ich-", beginne ich, doch mein Handy funkt uns dazwischen. „Scheiße. Ich muss los. Können wir reden, wenn ich wieder da bin?", frage ich aufgeregt. „Ich warte hier auf dich...", meint er und haucht mir eine Berührung auf die Stirn, ehe ich durch die Tür stürme.
„Wo warst du, du elendes Fickstück? Wir warten hier seit fucking Stunden!", ruft mir Valentino entgegen, doch ich denke gar nicht daran, mich ihm vor die Füße zu werfen. Husk liebt mich, rufe ich mir in Erinnerung, als ich vor ihm trete. Niemand, außer er, wird mich berühren, schwöre ich.
„Zieh dich aus. Dein Text liegt auf dem Kissen. Verfickte Scheiße, wo ist die Maske?", schreit mein Chef weiter und ich hole Luft.
„Nein.", sage ich ruhig. Mit einem Mal wird es still und alle starren mich an. Langsam dreht sich Val zu mir um. „Was zur verfickten Hölle hast du grad gesagt, du miese kleine Hure?", zischt er und ich kann seinen ekelhaften Speichel auf meiner Haut spüren. „Nein. Ich bin hier, um dir zu sagen, dass ich mich nicht mehr ficken lasse. Ich bin nicht mehr dein scheiß Spielzeug.", entgegne ich ihm. Lieber... sterbe ich, flüstert es in mir. Im nächsten Moment liege ich in Ketten und werde auf den Boden gezogen.
„Ach ja? Hast du vergessen, dass du mir gehörst? Deine kleine, verfickte Seele gehört mir und ich kann mit dir machen, was ich will. Ich hab kleine Mistfliegen wie dich schon für weniger getötet.", raunt er mir zu, als er sich zu mir beugt. Die Ketten ziehen sich fester, doch ich weiß was ich will. Wenigstens sterbe ich in dem Wissen, dass ich geliebt wurde, schießt mir durchs Hirn und ich lache. „Dann bring mich um. Ich bin lieber tot, als dein verficktes Sexspielzeug.", sage ich und spucke ihm ins Gesicht.
Das Letzte, woran ich mich erinnere, ist das ich wünschte, Husk hätte mich ein letztes Mal richtig geküsst, dann wird meine Welt schwarz.
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Loser Lover (HuskerDust)
FanfictionHusk x Angel!! Achtung! Boyslove Inhalte! LEMON-Kapitel! Der letzte Abend vor der Auslöschung und der Alkohol fließt. Schon seit ner Weile merkt der sonst so offene, flirtfreudige Angel, dass ihn der mürrische und verschlossene Barkeeper Husk nicht...
