Husk
Mit dem kleinem Höllenschweinchen auf dem Arm steigen wir in einen der neuen Aufzüge. Mein Finger drückt auf eins der höheren Stockwerke. „Ob man einen Quickie wagen kann? Vielleicht kann man den Aufzug irgendwie stoppen.", überlegt der junge Mann neben mir, was mir ein Grinsen ins Gesicht zaubert. „Du stehst auf schnelle Nummer? Dann bin ich vielleicht nicht so der richtige Kandidat für dich... Ich genieße gerne lang und ausgiebig.", gebe ich zurück. Erfreut spüre ich seinen neugierigen Blick auf mir, doch sage nichts weiter.
„Ich bin für vieles zu begeistern. Erzähl doch mal... Worauf stehst du denn so, Husker?", will er wissen, als der Fahrstuhl hält und wir ihn verlassen. In den Fluren liegt roter Teppich, der sich unter meinen Füßen weich und flauschig anfühlt.
Die Absatzstiefel von Angel sind fast gar nicht zu hören, obwohl sie sonst immer meilenweit klackern.
„Ne gute Mischung machts. Wie bei einem gutem Whisky sollte man sich Zeit lassen, ist doch scheiße, wenn der ganze Spaß nach ner Minute beendet ist. Das ekelhafte Zeug aus dem Ausland, dass nur zwei Jahre reift, können sie sich zurück in den Arsch schieben.", antworte ich, ehe ich stehen bleibe und mich ihm zuwende. Seine Augen verfolgen meine Bewegungen und ich sehe, wie er ein wenig fester die Arme um das arme kleine Ding zieht.
„Für mich ist es wichtig, dass alle auf ihre Kosten kommen. Einen fucking Egoisten will man nicht im Bett haben. Reicht wenn die Wichser sich vor der Schlafzimmertür tummeln.", fahre ich fort. Er lächelt und mein Herz macht einen kleinen Sprung.
Doch plötzlich scheint er unsicher zu sein. „Ehm. Ist vielleicht ein bisschen spät dafür, aber... worauf stehst du eigentlich? Also Mann, Frau...oder doch sowas abgefahrenes wie fucking Schnecken?", fragt er, ehe er bei dem Vergleich das Gesicht verzieht. Er streckt die Zunge aus und tut so, als müsste er würgen. Überrascht hebe ich eine Augenbraue und schaue ihn fragend an. „Ist das grad nicht offensichtlich?", gebe ich zurück, doch eigentlich weiß ich, dass er das nicht hören wollte.
Er legt den Kopf schief und seine Haare wippen in derselben Bewegung. Also gebe ich mich geschlagen und beantworte die Frage, die mir jedes Mal irgendwie unangenehm ist. „Keine Ahnung. Um ehrlich zu sein... Ist es mir egal. Die Person muss nur... was besonderes haben. Und wenn möglich keine Schnecke...", füge ich noch an. Sein Gesicht wird plötzlich arschweiß, während sein Blick sich dunkler trübt.
Scheiße! Was hab ich gesagt?, frag ich mich, als er einen Schritt zurück macht, als hätte ich ihm eine gescheuert. Sein Haustier winselt auf und leckt über Angels Wange. Er wendet den Blick von mir ab, doch ich sehe den Schmerz in seinen Augen.
Fuck!, schießt es mir durch den Sinn. „Angel?", frage ich leise und will einen Schritt auf ihn zu machen, die Hand ausgestreckt, um ihn zu berühren. Sein Blick hebt sich und ich lasse den Arm wieder sinken. „Scheiße gelaufen was? Jetzt platzen deine Eier fast, aber nur ich bin hier um dir irgendwie dabei zu helfen. So ne fucking Scheiße, dass ich nur ne scheiß Crack-Nutte bin und an mir rein gar nichts besonders ist...", sagt er so leise, dass ich Probleme habe ihn zu verstehen.
Seine Lippen sind zu einem grausamen Lächeln verzogen, doch es erreicht seine Augen nicht. Wie ein fucking geprügelter Köter schaut er mich an, jedes Wort aus seinem Mund meint er ernst. Er schaut wieder zum Boden und sieht plötzlich so zerbrechlich aus, dass ich Angst habe, dass ich ihn zerquetschen könnte.
Der sonst so stolze und starke Angel steht im sanften Licht der Unterwelt vor mir, während ich versuche, die Worte in meinem Kopf zu ordnen.
Das sind nicht seine Worte. Das ist nicht er... Ich hätte so viel dazu zu sagen, aber mir fällt zum Fick nichts ein, was das hier retten könnte, überlege ich fieberhaft.
Schließlich seufze ich nur, mache einen Schritt auf ihn zu und öffne meine Flügel. Der Gang ist gerade breit genug, dass ich mit ihren Spitzen nicht die Wände berühre. Das kleine Schweinchen springt von seinen Armen, als ich mich ihm nähre und meine Arme um seine Taille lege. Wie ein Vorhang ziehen sich meine Feder um uns herum zusammen. Vorsichtig, ohne ihn zu erdrücken, ziehe ich ihn an mich und hülle ihn vollständig ein. Ich spüre, wie er sich versteift, wie er seinen Impuls unterdrückt mich von sich zu schubsen. Sein ganzer Körper fühlt sich heiß an meiner Haut an, doch ich genieße es ihm näher zukommen.
Shit man, das hier wird immer heftiger..., denke ich, als er plötzlich seinen Kopf auf meine Schulter fallen lässt. Das Gesicht von mir abgewandt, doch ich spüre wie er sich entspannt.
„Sorry. Fuck. Ich wollte dich nicht verletzten.", sage ich leise, während Fat Nuggets neugierig an meinen Beinen schnuppert. „Ich weiß, du willst das nicht hören, aber... du bist die fucking besonderste Person. Scheiße man, nur du schaffst es jeden Tag jemanden wie Valentino zu gehorchen und trotzdem voller Stolz ihm die Stirn zu bieten, wenn es um deine Freunde und deine Familie geht. Du bist... besonders, Angel. Mehr als du denkst. Aber verdammte Scheiße nochmal...", sage ich, doch unterbreche mich, als ich ihn kichern höre.
„Du bist echt ein beschissener Bastard, Kitty. Als Barkeeper bist du echt ne Niete. Jetzt such endlich ein Zimmer aus.", meint er, ehe er mich ein Stück von sich schiebt.
Seine Wangen sind verdächtig rot, doch ich lasse ihn widerwillig los. Ich sehe, wie er tief einatmet und um Fassung ringt.
Festhalten würde eh nichts bringen, denke ich und setze meinen Weg fort.
Beim Aufbau des Hotels sind mir die neuen Balkone aufgefallen. Besonders einer hat's mir angetan. Ein wunderschönes schwarzes Geländer, teilweise mit Stein verbaut. Ganz im alten Stil.
Als ich endlich vor der Tür stehe, schaut Angel interessiert über meine Schulter. Sein blumiger Geruch weht mir wieder in die Nase und ich muss plötzlich lächeln.
Die Tür öffnet sich ohne ein Geräusch.
Meine Begleitung lacht laut auf, als er das Bett sieht. „Verdammte Scheiße nochmal, wen muss man denn einen Blowjob bieten, um sowas zubekommen?", fragt er, ehe er Fat Nuggets vorbei lässt, der sich wie eingeladen ebenfalls im Zimmer umsieht. Angel geht auf das Himmelbett zu, wirft mir einen schnellen Blick zu und liegt im nächsten Moment sich räkelnd auf meinen Laken. Sein Blick ist herausfordernd und verführerisch.
Beeindruckend, wie schnell er in Stellung kommt, denke ich, doch ich wandere weiter zum Balkon. „Hey!", ruft er mir nach, doch ich muss mich erst überzeugen, dass ich das richtige Zimmer erwischt habe.
Eine sanfte Brise mit dem gottverdammten Duft nach Tod, Blut und irgendwelchem Erbrochenen weht mir entgegen, doch ich nicke zufrieden.
„Ey! Keiner lässt mich einfach so wartend auf dem Bett sitzen und schaut erstmal aus dem fucking Fenster. Scheiße man, hab ich echt mein Sexappeal verloren?", ertönt es hinter mir, ehe er sich gegen mich lehnt. „Fuck man. Für den Ausblick würd ich mich auch liegen lassen.", sagt er, als er die Lichter der Stadt unter uns sieht. Ich werfe ihm einen Seitenblick zu, beobachte, wie er den Blick wandern lässt. Das Funkeln der Laternen spiegelt sich in seinen Augen, während sich seine Lippen zu einem Lächeln verziehen.
Schluss damit, denke ich und öffne die Flügel. Nehme ihm damit den Blick und zwinge ihn wieder sich mir zu zu wenden.
„Was soll denn jetzt der Scheiß?", will er wissen und schiebt meinen Flügel zu Seite. „Ich dachte, du willst das Bett ausprobieren?", frage ich, die Lippen zu einem anzüglichen Lächeln verzogen. Ich fahr mir mit der Zunge über die Lippen und lockere die Fliege um meinen Hals, ehe ich den Zylinder in eine Ecke des Zimmers feuere. Augenblicklich ändert sich sein Gesichtsausdruck. Die Augen werden dunkler, rauchiger und sie zeigen definitiv was er will.
Meine Arme packen ihn und mit dem nächsten Flügelschlag liegt er unter mir auf den weichen Kissen.
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Loser Lover (HuskerDust)
FanfictionHusk x Angel!! Achtung! Boyslove Inhalte! LEMON-Kapitel! Der letzte Abend vor der Auslöschung und der Alkohol fließt. Schon seit ner Weile merkt der sonst so offene, flirtfreudige Angel, dass ihn der mürrische und verschlossene Barkeeper Husk nicht...
