t h i r t y o n e

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Ein Geruch, bei dem ich mir gewünscht hätte ihn nie wieder zu riechen, fraß sich langsam in meine Nase

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Ein Geruch, bei dem ich mir gewünscht hätte ihn nie wieder zu riechen, fraß sich langsam in meine Nase. Mein Kopf hatte sich noch nie so leer angefühlt wie in diesem Moment, nein, ich korrigiere: Noch nie so benebelt. Nicht einmal Alkohol konnte so ein Zustand in meinem Hirn auslösen

Stopp. Dieser verdammte Geruch, warum wollte ich ihn nochmal nie wieder riechen? Nur langsam öffnete ich meine Augen, nur um sofort wieder auf Dunkelheit zu treffen. Fest schluckend blinzelte ich so lange bis sich meine Augen an die Dunkelheit im Raum gewöhnten.

Mich umgaben Wände ohne jegliche Dekoration und abgekratzter Tapete. Ein Kopfschmerz schoss aus dem nichts durch meinen gesamten Schädel. Stöhnend möchte ich mir an die Stirn greifen, spüre jedoch jetzt erst das kalte Metall um meinen Handgelenken.

Panik stieg in mir auf, ich inhalierte den Geruch dieses Raumes noch einmal und dann traf mich alles. Dieser Raum, dieser Geruch und dieses kalte Metall an meinen Händen. Sie haben mich gefunden. Mein Bruder muss mich gefunden haben. Nein. Nein! NEIN VERDAMMT!

Fest riss ich an den Ketten welche sich um meine Handgelenke schlangen. Vegas. Nevan und Ich waren doch in Vegas. Ich hatte doch endlich realisiert das ich ihn liebte. Mein Schicksal wandte sich endlich und schenkte mir etwas vielleicht unglaubliches und jetzt, jetzt war ich zurück. Tränen traten in meine Augen, in meinem Hals bildete sich ein Kloß und erschwerte mir das Atmen. Die Panik in mir wuchs mit jeder Sekunde und schien mich unter sich begraben zu wollen,

,,Nein, bitte nicht'', wimmerte ich, realisierend was genau sich grade durch meinen Körper fraß. Alles aber keine Panikattacke jetzt, ich möchte nicht wieder das Gefühl haben jede Sekunde zu sterben. Du bist schon längst Tod wenn wir wieder hier sind, flüsterte die leise Stimme in meinen Kopf.

Grade als ich dachte in meiner Panik versinken knallte die Tür auf und ein grelles Licht ging im gesamten Raum an. Blinzelnd schaute ich zur Tür in welcher mein Vater und Bruder standen. Jemand soll mir sagen das hier ist einfach nur ein sehr fieser Albtraum, bitte.

,,Da ist ja meine wunderschöne Tochter, endlich wieder zuhause, da wo sie hingehört'', die stimme meines Vaters strahlte so viel frieden und ruhe aus, das mein bescheuertes kindliches Ich in mir glauben wollte das er mich vielleicht doch liebte. Wenn wir dieses Ich nicht endlich töten, werden wir das hier nicht überleben, Alira.

,,Naja, genau genommen gehört sie ins Bett von Samuel und ein Ehering von ihm an ihren Finger'', mein Bruder starrte mich an als wäre ich ein Tier, eingesperrt in einem Käfig und zur Schau gestellt. Genau genommen, Bruder, gehöre ich an Nevan's Seite.

Mein Vater sagte irgendwas woraus ich nur die Worte ,Schlampe' und ,Samuel' heraus hörte. Beim Namen von dem besten Freund meines Vaters lief es mir kalt den Rücken runter. Scheiße. Die drei Männer werden sich nicht scheuen mich so schnell zu verheiraten wie möglich. Leider wusste ich, sobald dieser Ring von Samuel an meinem Finger sitzt war alles umsonst. Jeder Kampf wäre umsonst gewesen, jedes durchalten, Nevan damals vertraut zu haben wäre umsonst gewesen, einfach alles.

Engel. In meinen Gedanken musste ich lächeln als ich diesen Namen hörte. Nevan's Kosename für mich. Schon damals hatte er mich Engel genannt. Du musst stark bleiben, versprichst du mir das? Gib Widerworte Engel, was auch immer dich am Leben hält. Nevan's Stimme die durch meinen Kopf hallte tat weh, unglaublich weh. Dennoch versprach ich ihm in meinen Kopf stark zu bleiben. Für ihn, für meine Liebe für ihn und für die Zukunft von uns beiden. Eine Zukunft welche ich vielleicht niemals erleben könne.. Aber jeder Moment des Kampfes wird es mir Wert sein, allein das Wissen wofür ich stark bleiben muss entflammt neue Hoffnung. Ich werde das schaffen, schon einmal habe ich es geschafft, also wird ein zweites mal auch klappen. Richtig, Engel, das wird es.

Völlig unerwartet flog mein Gesicht zur Seite und Schmerz breitete sich auf meiner rechten Wange aus. ,,Papa redet mit dir!'', zischt mein Bruder wütend in mein Ohr, packt in meine Haare und dreht meinen Kopf zu dem Mann meiner Albträume. Er findet es nicht Vater genannt zu werden.

,,Wie war es etwas in der Welt herum zu spazieren, hm?'', fragte mein Vater und lief auf mich zu. Automatisch begann mein Körper zu zittern, dennoch rief ich Nevan's Stimme zurück in meine Stimme und zwang wenigstens meine Augen wütend aussehen zu lassen. Alles was ich gegenüber diesem Bastard von Vater empfand spiegelten meine Augen in diesem Moment wider.

,,Das Gefühl frei zu sein hat sich so unglaublich angefühlt, Dad. Ich habe sogar endlich jemanden gefunden der mich liebt und nicht verabscheut, so wie meine dreckige Fa-'' Ein weiteres mal flog mein Kopf zur Seite, dieses mal brannte meine linke Wange.

,,Du kleine Schlampe!'', keifte mein Vater außer sich, packte mein Gesicht mit beiden Händen und für ein paar Sekunden dachte ich er würde mir das Genick brechen. Hier und jetzt alles beenden. ,,Dein Bruder gibt sich so viel Mühe dich zurück zu holen und so bedankst du dich? Indem du deine Familie als Dreck beleidigst?!''

Tief atmete ich ein, versuchte seinem Griff zu entkommen, jedoch erfolglos. ,,Ich habe nie drum gebeten das er mich zurück bringt. Denkst du wirklich ich bedanke mich wegen sowas bei ihm?'', fragend hob ich eine meiner Augenbraue, dann schlug mein Vater meinen Kopf zurück. Mein Hinterkopf knallte gegen die Wand hinter mir, ein stechender Schmerz strahlte von der Stelle ab wo ich am meisten aufschlug. Eine Faust donnerte in mein Gesicht und lies mich schreien. Blut floss von meiner Unterlippe, welche aufgeplatzt war. ,,Verdammtes Miststück!'', brüllte mein Vater, schlug und trat immer wieder auf mich ein bis ich reglos auf dem Boden lag. Blut tropfte von meiner Unterlippe, aus meiner Nase ebenfalls, mein gesamter Körper schmerzte und an meinem Hinterkopf fühlte ich wie sich meine Haare mit Blut aufgesaugt hatten.

Alles drehte sich und ist verschwommen, ich sah wie mein Vater und Bruder den Kellerraum verließen und das Licht ausging. Leicht bewegte ich meinen Kopf und alles schmerzte erneut. Wimmernd schloss ich meine Augen, versuchte verzweifelt an etwas anderes zu denken als an den Schmerz. Womit hatte ich das alles verdient? Ich dachte endlich steht das Schicksal auf meiner Seite, lässt mich glücklich werden zusammen mit Nevan. Stattdessen schickte es mich zurück in meine persönliche Hölle.

Denk ans uns, Engel. Du schaffst das, ich bin immer bei dir, im Herzen sowie im Kopf. Bleib stark, lass dich nicht von ihnen zu einem gefallen Engel machen. Erinnere dich an meine Worte von der Nacht wo du dachtest alles zu beenden wäre die Lösung. Du bist stärker als Sie denken, stärker als du denkst. Jetzt ruh dich aus, du brauchst Kraft mein Engel. Ich verspreche wir sehen uns in deinem Traum..

Ich: Nein, nichts bricht mich an diesem Kapitel

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Ich: Nein, nichts bricht mich an diesem Kapitel..

Alira die Nevan's Stimme hört..

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⏰ Letzte Aktualisierung: Jul 30, 2024 ⏰

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Mr Stalker | 18+Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt