Kapitel 26

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Er genoss jede ihrer Berührungen, die ihn sichtlich wahnsinnig und immer näher an die Erlösung trieben.
Immer wieder verkrampfte er und versuchte sich aus seinen Fesseln zu befreien, doch diese blieben starr um seine Handgelenke und rührten sich keinen Zentimeter.
"Ahhhh, fuck. Ich... ich komm gleich", schrie er förmlich, gefolgt von einem Stöhnen.
Regina spielte mit dem Gedanken ihm den Mund zu zuhalten oder ihn gleich zu knebeln, aber andererseits genoss sie jeden Ton, der aus seinem Mund kam.
"Komm, kleine Schlampe! Sonst lege ich dir einen Chasity an!"
"Einen was?"
"Einen Chasity. Ein kleiner Käfig zwischen deinen Beine, sodass du nicht hart werden kannst und wenn du es doch versuchst, wirst du leiden!", sie grinste zufrieden.
"Ohgott, nein. Bitte nicht!", bettelte er zwischen den endlosen Stöhnern.
"Na also, dann sei ein braver Junge!"
Er nickte verängstigt, während er sich weiter auf ihre Hand an seinem Schwanz konzentrierte.
Immer wieder biss er sich leicht auf die Lippe.
Mit jeder noch so kleinen Bewegung spürte er zudem den kleinen Plug, der ihn zusätzlich zu Reginas Arbeit stopfte und leicht an einen Punkt drückte, der ihn irgendwie geil zu machen schien.
Es war so unglaublich und dann fühlte er es.
"Verdammt! Ahhhh! Ich... ich komme".
Endlich war es so weit und er durfte kommen. Kaum hatte er das gesagt, ergoss es sich auch schon unter extrem lautem Stöhnen.
"Gut gemacht, mein Kleiner. Ich bin sehr stolz auf dich. "
Er lächelte sie zufrieden, wenn auch recht erschöpft an. Von ihr zu hören, dass sie stolz auf ihn ist, tat unglaublich gut.
Regina löste die Fesseln und betrachtete seine wunden Handgelenke.
"Kleiner? Was ist das denn? Hat es dir etwa so wenig gefallen, dass du dich so stark gewehrt hast?"
Verlegen schüttelte er den Kopf, erst jetzt, als er seine Hände sah, viel ihm auf, wie aufgeschirft sie tatsächlich waren, immerhin blutete er leicht.
"Nein, Mommy. Tut mir leid. Das Fesseln während... erotischen Dingen ist einfach neu für mich.", antwortete er schließlich kleinlaut.
"Schon gut. Aber lass mich das bitte verarzten, okay?"
Er nickte leicht.
Sie holte aus einer Schublade ein kleines Kühlkissen wie auch eine rote Verbandstasche und setzte sich damit neben ihn.
Zuerst säuberte sie mit einem Tuch die Stellen und tupfte sanft das Blut weg. Anschließend kühlte sie die Haut, während sie ein paar Wickel zurecht legte. Zuletzt verband sie sanft seine Handgelenke und streichelte ihm durch die Haare.
"So, Kleiner. Das wird bestimmt bald verheilen. Ich lasse dich jetzt etwas allein, damit du dich ein wenig ausruhen kannst."
Doch gerade als sie aufstehen und gehen wollte, hielt er sie am Arm zurück.
"Warte! Kannst du nicht noch ein wenig bei mir bleiben? Oder steht einem Eigentum keine Aftercare zu?"
"Ich... ich weiß nicht, du hast natürlich recht. Aber wir sind kein Paar. Du gehörst mir und du solltest wirklich lernen, dass du mein Spielzeug bist."
Das zu hören löste einen Schmerz in seiner Brust aus, den er nicht so recht beschreiben konnte.
Gerade als er etwas erwidern wollte, ließ sie sich jedoch mit einem Stöhner neben ihn fallen.
Verwirrt schaute er sie an als sie sich hinlegte und ihm andeutete zu ihr zu kommen.
"Na komm schon her! Oder brauchst du ne schriftliche Einladung?"
Das ließ er sich natürlich nicht 2 Mal sagen, also kroch er langsam auf allen Vieren in ihre Richtung, ließ sich in ihrem Arm nieder und kuschelte sich an sie ran.
"Danke..."
"Wofür?"
"Dafür. Ich hab es gehasst mich bei dir so allein gelassen zu fühlen. Aber jetzt fühle ich mich so sicher. Das gefällt mir."
Ein kleines Lächeln huschte über ihre Lippen.
Wie gerne würde sie ihm ein permanentes Gefühl von Sicherheit geben, doch sie wusste, dass sie es werder konnte noch durfte.
So sehr sie es sich auch wünschen würde, sie wusste, dass eine romantische Beziehung zwischen ihm und ihr für Beide zu gefährlich wäre.
"Tut mir leid, mein Kleiner... aber ich muss mich nunmal auch um andere Dinge als nur um dich kümmern."
"Ja, ich weiß. Aber wieso lässt du mich dann nicht einfach gehen? Es ist so langweilig hier. Ich bin ständig allein und du benutzt mich wie ein kleines dummes Spielzeug..."
Er verdrehte die Augen, doch erst dann merkte er, was er da gerade gesagt hatte.
"Tut mir le... ahhh", kaum als er das sagen wollte, hatte Regina ihre Hand auch schon an seinen Hals gelegt und drückte zu.
"Ich hab dir bereits gesagt, dass ich dich nicht gehen lassen werde! Deine einzige Chance hier rauszukommen, wäre in einem Leichensack! Also vergiss diese dumme Idee endlich! Sonst muss ich dich wohl wieder permanent anketten. Willst du das?"
Mühsam schüttelte er den Kopf, während er versuchte nach Luft zu schnappen.
" Gut.", dann ließ sie ihn los.
Endlich konnte er wieder atmen und bemühte sich darum sein Atem zu regulieren.
"Du gehörst mir, Valentin! Wie oft muss ich dir das noch sagen? Du fühlst dich wie ein kleines Spielzeug? Tja, genau das bist du auch! Wenn ich dir sage, du sollst dich hinknien, wirst du knien! Wenn ich dir sage, du sollst dich ausziehen, wirst du dich ausziehen!
Und wenn ich dir sage, du hörst auf zu atmen, wirst du das tun! Ist das klar?"
Ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken, während er sie verängstigt anschaute.
Am Liebsten würde er weg rennen, zurück in sein Zimmer oder irgendwo hin, wo er sicher ist.
"J... ja, Herrin. Ich bin... nur ein kleines Objekt...", eine Träne kullerte über seine Wange.
Natürlich entging ihr das nicht. Liebevoll drückte sie ihn fest an sich.
"Tut mir leid. Aber das Leben ist nunmal nicht fair." Für eine halbe Ewigkeit herrschte Stille. "Ich muss jetzt los. Sei brav und zieh dich doch mal um. Deine Kleidung liegt schon auf deinem Bett bereit. Wenn du fertig bist, wirst du nach unten gehen und dort neben meiner Bürotür auf mich warten. Auf Knien. Kopf nach unten. Kapiert?"
Dann drückte sie ihm einen kleinen Kuss auf die Stirn und ging.
Mal wieder. Mal wieder ließ sie ihn allein. Mal wieder musste sie sich um die schmutzigen Dinge kümmern, mit denen sie ihr Leben aufrecht erhielt.
Sie säufzte und machte sich direkt auf den Weg zu dem einen Mann, der das alles besser als sonst jemand verstehen konnte.
Da stand sie auch schon vor Fabios Tür. Gerade als sie klopfen und eintreten wollte, gab es plötzlich einen riesigen Knall, gefolgt von einigen Schussgeräuschen. Und einem lauten Schrei.

Black AngelWo Geschichten leben. Entdecke jetzt