Kapitel 28

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In letzter Sekunde machte sie einen Schritt nach rechts, sodass das Messer sie nur um wenige Zentimeter verfehlte. Wütend blickte sie in die Richtung aus der es geflogen kam.
Dort stand ein Mann im von ihrem Wachmann beschriebenen Königsblau mit dem orangenen Löwenkopf. Jedoch trug er außerdem eine gleichfarbige Scherpe.
"Scheint als hättest du mich verfehlt. Denkst du, es ist eine gute Idee, in ein fremdes Haus einzubrechen und die Hausherrin anzugreifen?", fragte sie gereizt.
Doch als Antwort bekam sie nur ein Schulterzucken.
Mit einem wütenden Seufzer rannte sie dann auf den Angreifer zu, wich einigen Schlägen aus und stürzte sich dann auf ihn, sodass Beide zu Boden fielen.
Fabio stand einige Meter entfernt, unsicher, ob er sich nun einmischen sollte oder eher ein Außenstehender bleibt. Er wusste, dass Regina eine herausragende Kämpferin war, denn er hat selbst mitbekommen wie sie in jedem gemeinsamen Übungskampf besser und besser wurde, letztendlich ungeschlagen war. Trotzdem machte er sich Gedanken um diesen mysteriösen Angreifer. Nur ein lebensmüder Idiot würde sich mit ihr anlegen mit dem Ziel sie zu verletzen oder schlimmeres.
Die Beiden führten ihr Gefecht immernoch auf dem Boden aus.
Mal war sie oben und verpasste dem Typen einige Schläge, dann drehte sich das Ganze wieder. Es war kaum zu sagen, wer diesen Kampf gewinnen würde, noch dazu trug der Angreifer eine Kapuze und eine blaue Maske, sodass nur seine Augen erkennbar waren.
"Was willst du hier? Hat ER dich geschickt?", schrie Regina, während sie ihm einen heftigen Schlag in die Rippen verpasste.
Er krümte sich vor Schmerz und diesen Moment nutze sie, um ihm das Messer, dass sie an ihrem Oberschenkel versteckt hatte, an die Kehle zu drücken.
Schockiert riss er die Augen auf und hob langsam die Hände, während er sich vorsichtig aufrappelte.
"Dann lass uns mal sehen, wer sich unter der Kapuze versteckt" sagte sie mit einem triumphierenden Lächeln.
Doch als sie ihre Drohung war mal machte, wirkte sie überrascht.
Der mysteriöse Angreifer war eine Frau. Und nicht irgendeine.
"Fiona?!"
"Hallo Regina...", antwortet diese mit einem kühlen Lächeln.
"Was... was tust du hier?"
"Wonach sieht es denn aus? Ich hätte wirklich gedacht, dass ich dich endlich schlagen könnte, aber mir scheint, ich war nicht die Einzige, die in den letzten Jahren fleißig trainiert hat. Aber ich muss gestehen, ich habe nichts anderes von dir erwartet."
"Wenn du damit gerechnet hast, zu scheitern, warum hast du es dann überhaupt probiert? Hat dir das letzte Mal nicht gereicht? Wie oft muss ich dich noch schlagen, bis du endlich kapierst, dass du mir nie das Wasser reichen kannst!"
Für einen Moment verstummen Beide.
"Ruf deine Männer zurück und richte Manuel aus, wenn er mich zu Fall bringen will, dann soll er gefälligst selbst kommen und nicht eins seiner Spielzeuge schicken um sie die Drecksarbeit machen zu lassen... er war schon immer ein Feigling!"
Ihr linkes Augen zuckte kurze bei dieser unterschwelligen Beleidigung, trotzdem blieb sie stumm.
Sie warf Fabio einen Blick zu, der Fiona darauf auf die Beine zerrte, ihr Regina's Messer an die Kehle drückte und sie in Richtung Tür zerrte.
Gerade als sie abgeführt wurde, rief Regina sie nochmal zurück.
"Fiona? Hast du.... hast du ihn jemals wirklich geliebt?"
Für eine halbe Ewigkeit starrten sich die Beiden nur an bis Fiona schließlich antwortete.
"Mehr als ich durfte und doch nie genug, dass er sich für mich entscheidet.", sprach sie mit einem traurigen Lächeln.
Mit diesen Worten ging sie.
Regina blieb allein zurück, richtete ihre Haare und staubte behutsam ihre Kleidung ab. Dann marschierte sie ebenfalls nach draußen.
Dort hatte Fiona bereits angefangen ihre Männer zurück zurufen.
"Legt die Waffen weg und Rückzug!"
Mitten im Getümmel des Gefechtes nahm keiner so richtig ihre Stimme war.
"Du wirst noch eine Weile brauchen bis du auch nur ansatzweise wie eine Anführerin klingst", sagte Regina mit einem amüsierten Lächeln.
"Genuuug! Fiona wurde besiegt! Legt die Waffen nieder und verschwindet von meinem Grundstück! Oder ihr werdet alle sterben!", ihre Stimme hallte durch die Mäute. Augenblicklich verstummten jegliche Kampfgeräusche und beiden Seiten ließen sie Waffen sinken.
Getuschel unterbrach die Stille, während die Angreifer fassungslos da standen und die beiden Frauen anstarrten.
"Ich sagte, verschwindet!", schrie Regina erneut.
Sie packte Fiona unsanft an den Haaren und stoßte sie nach vorne in Richtung der Männer, sodass diese zu Boden stürzte.
"Geh mit ihnen! Und solltest du nochmal versuchen mich anzugreifen, werde ich dich nicht verschonen!"
Fiona nickte knapp, stand dann auf und hab ihren Männern mit einem Handzeichen zu Verstehen, dass sie gehen. Gehorsam folgten sie und verschwanden innerhalb weniger Minuten als wäre nichts geschehen. Abgesehen von zahlreich zerstörten Fenster, umgeworfenen Blumentöpfen und Blutflecken auf dem Boden.
"Gut gemacht",flüsterte Fabio und schenke Regina dabei ein warmes Lächeln.
Sie erwiderte es für einen kurzen Moment, dann erstarrte sie und riss die Augen weit auf.
"Valentin. Er ist immernoch da unten. Hoffentlich geht es ihm gut."
"Beruhig dich. Er ist bei Philipp in Sicherheit, das weißt du doch. Außerdem kommt keiner in deinen Panikraum!"
"Du hast Recht, aber ich muss trdm sofort zu ihm!"
Mit diesen Worten drehte sie sich um und rannte in Richtung der Treppen, die in den Keller führten.
Sie rannte die endlosen Flure entlang, vorbei an zahlreichen Türen bis sie endlich an ihrem Ziel ankam.
Die große Holztür sah unversehrt aus, allerdings war sie offen.
"Valentin! Geht es dir gut?"
Keine Antwort.
Schnell schob sie sich hindurch und öffnete die Luke der Kamera, die auch Reginas Augen scannte.
"Regina Lovens", dann tippte sie ihrer persönlichen Code ein und die Tür sprang auf.
"Valentin!" und dort auf der Seite der Tür sah sie ihn endlich.

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⏰ Letzte Aktualisierung: Dec 05, 2025 ⏰

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