Die große Holztür sah zum Glück unversehrt aus, anscheinend hatte er es nicht geschafft, ihr Sicherheitssystem zu übergehen.
"Valentin! Geht es dir gut?"
Keine Antwort.
Schnell öffnete sie die erste Tür und anschließend die Luke der Kamera, die auch Reginas Augen scannte.
"Regina Lovens", dann tippte sie ihren persönlichen Code ein und die Tür sprang auf.
"Valentin!" und dort auf der Seite der Tür sah sie ihn endlich.
Er saß verängstigt in der Ecke, hatte sich mit einem Messer aus der Küchenzeile bewaffnet und starrte in Richtung der Tür.
"Valentin!"
Als er Regina erblickte ließ er das Messer zu Boden sinken und rannte auf sie zu. Er zog sie fest an sich als hätte er gedacht, sie nie wieder zu sehen.
"Regina... ich hab gedacht, dir ist was passiert! Ich hab Schüsse gehört und einen Schrei und ich dachte..."
"Pssst, ist schon gut. Es ist alles in Ordnung. Tut mir leid, dass ich dich da mit reingezogen habe. Ich wünschte, ich hätte dich gehen lassen können."
"Warum tust du es dann nicht? Die haben versucht uns umzubringen! Ich hab Schritte gehört und ein Knacken als würden sie versuchen das Schloss zu öffnen. Ich dachte, du und deine Wachen sind tot!"
"Herrin... verzeiht, wenn ich ohne Erlaubnis rede, aber geht es euch gut. Wir hörten, wie einer der Angreifer meinte, dass "sie" besiegt sei und dachten, er spreche von euch...", meldete sich Philipp kniend zu Wort.
Regina hatte seine Anwesenheit komplett vergessen und brauchte einen Moment um einen kühlen Kopf zu bewahren.
"Ja, es ging dabei nicht um mich, sondern um Fiona. Sie ist wieder da und es scheint als hätte sie die Seiten gewechselt. Philipp... geh nach oben und helfe Fabio und den anderen!"
Er nickte, erhob sich und eilte hinaus.
"Und du..."wandte sie sich nun an ihr Eigentum.
"Du kommst mit mir, Kleiner!"
"Nein... ich möchte keine Sekunde länger hier bleiben! Dieser Kuss, du und ich... das alles hier, es ist ein Fehler! Ich möchte nicht dein kleines Spielzeug sein. Ich möchte nicht hier gefangen sein. Dieses Halsband tragen oder tun müssen, was du willst! Ich möchte mein altes Leben zurück. Ich will wieder an die Universität und das alles vergessen als wäre es nie passiert!"
Ein Fehler? Er wollte nicht hier sein und sie wollte er erst recht nicht. Wie dumm von Regina zu glauben, er würde freiwillig bei ihr bleiben, wenn sie ihm nur mehr Freiheiten gibt.
Wütend ging sie auf ihn zu, packte ihn an seinem Halsband und drückte ihn auf die Knie.
"Du bleibst hier! Ob du willst oder nicht! Ich hab versucht nett zu dir zu sein, dir mehr Dinge zu ermöglichen. Aber wenn deine Antwort die Gleiche ist, dann muss ich dir wohl auf andere Art Art und Weise zeigen, wo du hingehörst!"
Sie zerrte ihn an den Haaren aus dem Raum und den Flur entlang bis sie vor einer Tür stehen blieben.
Erst jetzt erkannte er, wo er sich befand. Diese Tür. Es war die Gleiche wie bei seiner ersten Begegnung. Damals hatte sie ihn hier runter gezerrt und ihn ausgepeitscht um ihn zu bestrafen. Die Erinnerungen daran jagten ihm Angst ein und er bekam Panik.
"Regina, bitte nicht... es tut mir leid. Bitte, ich will da nicht wieder rein!"
Verzweifelt versuchte er sich von ihrem Griff zu befreien. Plötzlich spürte er einen brennenden Schmerz in seiner rechten Wange. Ohne Vorwarnung hatte sie ihm eine geknallt. Benebelt von ihrer Strenge merkte er kaum wie sie die Tür öffnete und hinter ihm verschloss.
Da war er nun, eingesperrt und allein mit seiner Herrin.
Oh, wie er es hasste, sie so zu bezeichnen als wäre er ihr Objekt.
"Regina...", er griff vorsichtig nach ihrem Arm. Als sie sich zu ihm umdrehte sank er auf seine Knie.
So sehr sie auch versuchte sich zu beherrschen, der kurze Anflug von Überraschung in ihren Augen entging ihm nicht.
"Bevor du mir weh tust und wir wissen beide, dass du das wirst. Es tut mir leid. Ich wollte nicht... ich... ich hab Angst. Von sowas liest man doch sonst nur in irgendwelchen Büchern und sieht das in Filmen oder kranken Rollenspielen. Aber das ist plötzlich Realität... das hier ist mein Leben und das hast du gestohlen. Ich hatte soviele Pläne: Studium, sich verlieben, heiraten... und jetzt? Ich trag ein Halsband und lebe bei einer Frau, die über Leben und Tod entscheidet und mich als ihr Haustier gefangen hält! Kannst du dir vorstellen wie ich mich fühle? Bitte... du kannst meinen Standort haben oder eine deiner Wachen zu mir schicken, die mich bewachen, aber bitte lass mich frei... lass mich gehen. Ich werde niemandem von dir erzählen, ich verspreche es dir!" Eine Träne verließ sein Auge und kullterte über seine Wange.
Langsam beugte Regina sich zu ihm bis die beiden ungefähr auf Augenhöhe waren," Valentin... ich weiß, es ist schwer für dich und du vermisst dein altes Leben, aber ich kann dich nicht gehen lassen, das habe ich dir bereits gesagt!", während sie mit ihm sprach, nahm sie seine Hände und legte beide in dünne Ledermanschetten, die sie dann miteinander verband. Er war gefesselt. Schon wieder.
"Du kannst mich gern dafür hassen, aber du gehörst mir. Und du wirst bei mir bleiben."
Sie packte sein Kinn und zwang ihn sie anzusehen.
"Ich will dich nicht jedes Mal bestrafen, aber von jetzt an gehorchst du mir oder spürst die Konsequenzen. Ich bin deine Herrin und du mein Sklave und daran wirst du dich endlich gewöhnen!"
"Nein... lass mich gehen! Ich werde dir niemals gehören", wütend erhob er sich und stürtze auf sie, sodass beide umfielen.
"LASS MICH FREI!", schrie er sie nun an.
"Runter von mir oder du bereust es!" protestierte Regina.
Sie war ruhig und gelassen. Zu ruhig dafür, dass ein Typ, der sie vermutlich hasste gerade auf ihr lag.
"Nein, erst wenn du mich gehen lässt!"
Ein bösartiges Lächeln umspielte ihre Lippen. Sie zog ihr Handy aus der Tasche und ehe er es ihr weg schlagen konnte, verpasste sie ihm einen Stromschlag.
"Ahhh", voller Schmerz rollte er sich zusammen.
Schnell erhob sich Regina und strich sich den Staub von der Kleidung.
"Ich habe keine Zeit für so einen Mist... ich hab ein wichtiges Meeting mit ein paar Staatsmännern. Du wirst auch dabei sein und mir dienen"
Aus einer Schublade holte sie ein paar Klamotten, einen Käfig und noch ein paar andere Dinge.
"Steh auf und zieh dich aus."
"Und wenn ich nicht will?" antwortete er gepresst noch voller Schmerz.
"Willst du das wirklich herausfinden?"
Herausfordernd zog sie ein paar Kerzen aus einem Schrank, zusammen mit einer 30 cm langen runden, glatten Stange, die sie in einer Halterung befestigte.
"Nein... Herrin. Ich werde tun, was ihr wollt.", krampfhaft hielt er die Tränen zurück und kämpfte sich zurück auf die Knie.
"Braver Junge", zufrieden öffnete sie die Fesseln.
Dann zog er sich vorsichtig aus bis er schließlich komplett ausgezogen vor ihr kniete. Nur mit dem Halsband und dem Ledermanschetten gekleidet.
Für einen kurzen Moment genoß sie seinen Anblick, dann gab sie ihm die Sachen für das Meeting.
Doch als er sah, was sie ihm ausgesucht hatte, wurde er blass im Gesicht.
DU LIEST GERADE
Black Angel
AzioneValentin ist eigentlich ein ganz normaler 20 Jähriger, der ein ganz normales Leben führt. Doch als er auf die mysteriöse Regina trifft, wird sein Leben komplett auf den Kopf gestellt.
