Kapitel 22

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Das Kapitel ist  für   @PerrentesFuenciado weil sie schon von Anfang an aktiv ist :')



Ein paar Tage sah es besser als je zu vor aus. Alex hatte ein paar Stunden zuvor seine Krücken bekommen und übte jetzt damit zu laufen. Wir hatten uns vor seine Zimmertür gesetzt. Alex wollte, dass es eine größere Überraschung für uns war und er wollte nicht, dass er vor uns umfallen würde. Aber ich musste sagen, diese Stühle waren auch nach mehrfachen Sitzen nicht bequemer und ich bewegte mich unruhig hin und her. Der Rest der Band wippte vor Aufregung auf und ab, vor allem Jack konnte es kaum erwarten seinen besten Freund wieder „laufen" zu sehen. Die Nachricht schien sich auch unter den Fans schnell verbreitet zu haben, denn vor dem Krankenhaus hatten sich ein paar Mädchen versammelt und hielten Schilder für Alex hoch. Eigentlich ziemlich niedlich, würden sie damit nicht den Eingang des Krankenhauses versperren.

Es dauerte noch eine Ewigkeit bevor sich die Tür endlich öffnete und ich mich aus meiner halb liegenden Position in eine aufrecht sitzende bewegte. Raus kam Dr. Edwards, ein breites Grinsen auf den Lippen. „Es lief besser als erwartet" Von drinnen hörten wir Alex' Stimme. „Ich bin nur vier einhalb mal umgefallen" Ich zog zwar eine Augenbraue hoch, entschied mich aber nicht nach den einhalb zu fragen. Anstatt erhob ich mich von meinem Platz und trotte hinter den anderen rein. Alex stand- stand- in der Mitte des Zimmers, auch auf seinem Gesicht war ein großes Lächeln. Beide seiner Hände hatte er an den Griffen der blauen Krücken und anders als sonst, wo er das Krankenhausgewand hatte tragen müssen, durfte er endlich seine Sachen anziehen, hatte eine graue Jogginghose an und ein dunkler A.W.G Pullover hing von seinen Schultern. Noch nie hatte ich ihn so nah an den Fotos, die ich gesehen hatte, aussehen sehen. Die drei Jungs schienen das selbe zu denken und zogen ihn in die erste Bandumarmung seit seinem Unfall- was ihn fast aus dem Gleichgewicht brachte und mich zum schmunzeln. Als ihr kleiner Moment vorbei war ging ich zu ihm und zum ersten Mal fiel mir auf, wie viel größer er als ich war. Ich ging ihm nur bis zum Kinn oder allerhöchstens bis zur Nase, war ein wenig schwer das aus meinem Blickwinkel genau sehen zu können. „Ich habe gedacht du seiest größer", meinte er, das Grinsen immer noch auf seinen Lippen. Ich stupste ihn an, vorsichtig ihn nicht wie die Jungs aus dem Gleichgewicht zu bringen. „Sagte der Riese zu dem Zwerg" Eigentlich wollte ich etwas Sarkastisches zurück sagen, aber da mir direkt nichts einfiel sagte ich das erste, das mir in den Kopf kam.

„Wir müssen ein Foto tweeten", beschloss Jack und begann schon die Leute an die richtige Stelle zu stoßen. Alex musste natürlich in die Mitte und ich stellte mich neben ihn. Kurz bevor eine Krankenschwester, die wir gerufen hatten, das Foto machte, merkte ich wie Alex zu Seite umkippte und griff lachend seinen Arm. Ich ließ ihn erst los, als ich sicher war, dass er nicht wirklich umfallen würde. „Ich will rumlaufen, kommt jemand mit?" Natürlich meldete ich mich sofort freiwillig und ein fast noch größeres Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus.

Wir gingen einfach ein wenig durch die Krankenhausgänge, da die Mädchen immer noch draußen alles versperrten. Erst als ich die Schreie sogar durch das Fenster hören konnte, an dem wir vorbei liefen, schaute ich raus. Die Mädchen hatten Tränen über ihre Wangen laufen und ihre Handys fest im Griff. Ich drehte mich zu Alex, der hinter der Gardine hervorlukte um nicht gesehen zu werden. Erst da fiel mir auf, dass sie Alex jetzt seit gut vier oder fünf Monaten nicht mehr gesehen hatten und das einzige was sie bekommen hatten waren ein paar Tweets hier und da. Nur die wenigen Fans, die wir hier getroffen hatten, hatten ihn seid dem Unfall gesehen und Jack hatte vermutlich gerade das Foto getweetet. Ein wenig musste ich bei der Reaktion lächeln. Wieder sah ich Alex an und zeigte runter zu den Fans. Er nickte und ich grinste. Ich öffnete das Fenster und kalte Luft strömte in den Flur. Wie konnten die Mädchen da unten so lange stehen und nicht erfrieren? Aber das war gerade nicht das was mich beschäftigte. „HEY!", ich schrie zu den Fans runter und wedelte noch mit den Armen, damit sie das richtige Fenster sehen würden. Ein paar entdeckten mich schnell und ich winkte Alex zu mir. Sobald er im Fensterrahmen stand, wurden die Schreie noch lauter und wieder konnte ich ein paar Fans weinen sehen. Alex deutete für sie leise zu sein und sie hörten wirklich auf ihn. Für ein paar Minuten hielten sie eine auf Schreien basierende Unterhaltung und ich lächelte einfach nur darüber, wie sehr sich die Fans freuten. Irgendwann musste Alex wieder zurück. So lange konnte er dann auch noch nicht wieder stehen. Aber Dr. Edwards hatte Recht, ich hätte nicht erwartet, dass Alex so gut mit Krücken laufen würde. Ich hatte mir nur den Knöchel verstaucht und bin mit den Teilen fast gegen jede Wand gelaufen.

Als er sich wieder ins Bett legte, war das Lächeln noch immer nicht verschwunden. Es war einer der besten Tage.

Ich weiß, ich weiß, es ist wieder kurz aber ich bin krank und musste das jetzt noch irgendwie schnell hinbekommen. Ich hoffe es wird bald wieder besser

Long Live The Reckless And The Brave (Alex Gaskarth FF)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt