4.

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Ich war immer noch knallrot. "Halt den Mund!" ,zischte ich. Er sah mich grinsend an. Dann wurde er wieder ernst und drehte sich zu Sam um. Sie flüsterten irgendwas und Dean drehte sich wieder zu mir um. Er hielt ein Messer in der Hand. Es war mit Griff so um die 30 cm. lang. Irgendwelche merkwürdigen Zeichen waren in die Klinge graviert. Er kam damit auf mich zu. "Nicht nochmal, kommt schon! Nein, geh weg damit. Ich will niiicht! Geeehhh weeeg!" , kreischte ich. Dean ignorierte mein Geschrei und hob das Messer.  Doch anstatt mir das Messer in den Bauch zu rammen,  zog er es mir über den Arm. Der Schnitt war nicht tief aber er brannte höllisch. "Autsch!" ,fluchte ich. Doch ich war erleichtert, ich hatte befürchtet das sie mich nochmal abstechen wollten. Dean musterte mich und murmelte:" Das kann doch nicht sein. " Ich sah ihn misstrauisch an und fragte:" Was kann nicht sein?!" Doch er ignorierte mich einfach. "Was hab ich denn getan das ihr mich töten wollt?", fragte ich aufgebracht. "Wir wollen dich nicht töten, obwohl bei Cas bin ich mir da nicht so sicher...", überlegte Sam. "Na wunderbar!", nuschelte ich sauer. Ohne Vorwarnung tauchte Cas neben Sam auf. Der sprang erschrocken zurück. Dean trat neben Cas und fragte:"Wo warst du?! " "Ich war in Griechenland.", antwortete er als ob das etwas ganz normales wäre und drehte sich zu mir um. "Sie ist eine Nephilima, das gab es seit Anbeginn der Zeit nur einmal und es sollte eigentlich bei diesem einen Mal bleiben. Sie muss sterben, Sofort! Sie ist eine Gefahr für die ganze Welt wenn sie auf die andere Seite geht." Ich starrte ihn entsetzt an. Adrenalin pumpte durch meinen Körper. "Nein!", sagte ich bestimmt und die Ketten zersprangen. Ich sprang vom Stuhl und sah die drei Männer an. Sie beobachteten mich angespannt. Cas kam auf mich zu und ich wich in die Ecke zurück. Ich hatte Angst und ich war so müde. Meine Kraft verließ mich. Ich ließ mich auf den Boden sinken und kauerte mich in die Ecke. "Bitte nicht...", flehte ich, ich wollte nicht sterben. "Bitte nicht...", sagte ich und begann zu schluchzen. Ich wimmerte und die Tränen liefen an meinen Wangen hinunter. "Ich will nicht sterben. Ich will nicht sterben, bitte nicht." Ich schluchzte verzweifelt und hob schützend die Hände über meinen Kopf. Ich begann zu leuchten. Meine Augen erstrahlten in hellem blau und riesige Flügel breiteten sich hinter mir aus. "Ich will nicht sterben." , hauchte ich und sank in mich zusammen. Meine Augen fielen zu und ich verlor das Bewusstsein.

Später...

"Was meinst du damit? Ist sie jetzt Superman oder was?!", fragte jemand.  "Wer ist Superman?"  Ein genervtes Stöhnen ertönte. "Das ist doch nicht dein ernst oder? Du kennst Superman nicht?! Das kann...  Ach egal macht eh keinen Sinn. Erklär es mir einfach nochmal!" , forderte Dean. "Also gut. Sie hat soeben ihre himmlischen Kräfte freigesetzt. Sie hatte bis jetzt nur begrenzten Zugang zu ihren himmlischen Kräften, doch jetzt hat sie ungehinderten Zugang. Wir müssen etwas unternehmen. Ich möchte nicht in Erfahrung bringen was passiert wenn sie ihre dämonischen Kräfte freisetzt!" , sagte Castiel ernst. "Wir können sie doch nicht einfach umbringen?!" , warf Sam entrüstet ein. Ich öffnete die Augen. "Sie ist wach!", sagte Castiel ohne sich umzudrehen. Das fand ich ziemlich gruselig. Ich saß wieder auf dem Stuhl. Ich hatte jetzt stärkere Fesseln. Kein Entkommen, dachte ich traurig. Ich wollte diesem Wahnsinn nur entkommen aber das würde wohl nichts. Ich fand mich damit jedoch nicht einfach so ab. Ich würde bis zum Ende kämpfen und nicht aufgeben, dachte ich entschlossen. Sam und Dean drehten sich nach mir um. Dann blickte Sam fragend zu Castiel. "Und jetzt?", fragte er. Cas schaute mir in die Augen. Er durchbohrte mich regelrecht mit seinen Blicken. Seine blauen Augen suchten meine. In Gedanken hoffte ich das er mir nichts tun würde. Er wandte sich ab. " Ich weiß es nicht. Sie zu töten wäre das einfachste, doch sie könnte noch nützlich sein wir können sie nicht laufen lassen, sonst fällt sie dem Feind in die Hände.", sagte er in einem merkwürdigen Ton. Dean meldete sich zu Wort:" Ich würde sagen wir behalten sie bei uns." Sam nickte zustimmend. "Aber wie wollt ihr verhindern das sie flieht?", fragte Cas argwöhnisch. "Da werden wir uns schon was einfallen lassen", sagte Dean und grinste fies. Ich schnaubte verächtlich. "Was?!", fuhr Dean mich an. "Ihr und mich gefangen halten? Na ja mich zu fangen war ja schon schwer genug für euch. Tut dein Kopf eigentlich noch weh Dean?", fragte ich schnippisch und grinste ihn frech an. "Na warte!", knurrte er und ging auf mich zu, doch bevor er bei mir ankam, stolperte er und fiel platt auf den Boden. Ich kicherte. Das hatte wirklich dämlich ausgesehen. Sam unterdrückte ein Lachen und half Dean auf. Der wischte sich das Blut von der Nase und verließ wutschnaubend das Zimmer. Ich lachte immer noch. Mein Bauch tat schon weh und auch Sam grinste schief. "Du hast seinen Stolz verletzt als du ihn in deiner Wohnung platt gemacht hat und naja gerade hat sein Stolz meiner Meinung nach nochmal gelitten. Ich würde ihm lieber aus dem Weg gehen." "Ich werde mir Mühe geben.", sagte ich grinsend. Sam band mich los und führte mich durch viele Flure bis zu einer Tür. Er deutete auf sie und sagte:" Hier kannst du schlafen. Und schon mal als Warnung, versuche nicht abzuhauen." Er drehte sich um und verschwand hinter der nächsten Ecke. Ich sah ihm noch kurz hinterher, dann öffnete ich vorsichtig die Tür und spähte in den Raum. Er war ziemlich klein. Es standen ein Doppelbett, ein Nachttisch, eine Komode und ein Tisch samt Stuhl im Raum. In der Ecke stand noch ein Spiegel ansonsten war der Raum leer. Die Wände hatten ein trostloses grau genau wie der Boden. Ich seufzte und trat ein. Ich schaltete das Licht ein und ließ mich aufs Bett fallen. Es war ziemlich gemütlich und die Kissen waren super weich. Nach ein paar Minuten an die Decke starren, stand ich auf und ging zum Spiegel. Ich sah schrecklich aus. Mein Top war zerrissen und klebte mir nass und blutig am Körper. (Man sah übrigens immer noch meinen Einhorn BH.)  Meine Hose war ebenfalls nass und etwas Blut war darauf getropft. Ich seufzte und wollte mir neue Klamotten holen da fiel mir ein das ich hier gar keine Sachen hatte. Ich fluchte. Was sollte ich denn jetzt machen?! Ich ging auf den Flur hinaus und sah mich um. Langsam ging ich los und versuchte den Weg zurück zu finden. Nach einer gefühlten Ewigkeit fand ich eine Tür die halb offen stand und wo Licht auf den Gang fiel. Sam und Dean unterhielten sich drinnen. Ich ging zur Tür und öffnete sie ein Stück. Sofort verstummte das Gespräch. Sam, Dean und Cas starrten mich an. " Was machst du denn hier?", fragte Dean überrascht. Ich trat verlegen auf der Stelle und antwortete:"Also naja, ich brauch neue Klamotten aber ich hab keine und das was ich an hab ist für die Tonne." Ich blickte an mir herunter. Die anderen folgten meinem Blick. "Du hast recht. Wir gehen morgen ein paar Sachen für dich einkaufen. Welche Größe hast du?", fragte Sam. "38. Aber wieso willst du das wissen. Ihr könnt doch einfach Sachen von mir zu Hause abholen.", sagte ich erstaunt. "Das ist eher unwahrscheinlich. Du hast die ganze Wohnung dem Erdboden gleich gemacht." warf Cas ein. "Und welche Körbchengröße hast du? Wir müssen dir schließlich auch neue Unterwäsche besorgen." , sagte Dean und grinste dreckig. "Das geht dich gar nichts an!", fauchte ich ihn an. " Ihre Körbchengröße oder wie ihr es nennt, ist 80 C.", sagte Cas beiläufig. "Was zum Teufel?! Kann ihn mal jemand schlagen? Woher weiß der Perversling das?!", rief ich empört. Dean lachte laut los und auch Sam musste lächeln. " Naja er war in deinem Kopf. Da hat er sicherlich das ein oder andere auf geschnappt.", sagte Dean als wäre das was ganz normales. Ich werde noch verrückt, dachte ich, machte kehrt und ging zurück in mein Zimmer.

uralte Rache (Supernatural FanFiction)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt