30. 🎉

399 12 3
                                        

Das heiße Wasser lief meinen Rücken herunter, und spülte den Schweiß von der Haut. Ich liebte es heiß zu duschen. Die Dampfschwaden erfüllten den ganzen Raum und meine Augen fielen langsam zu. Die Hitze machte mich ganz schläfrig. Als mein Kopf zur Seite kippte, fuhr ich aus meinem Halbschlaf hoch. Ich mühte mich auf die Füße und duschte zu ende. Ich trocknete mich ab und griff zu meinen Klamotten, ein gemütlicher Einteiler. Eigentlich war es ein Schlafanzug aber ich würde ihn auch tagsüber tragen, was war schon dabei? Ich trat in den Flur und die kühle Luft strich über meine Haut. Ich fröstelte und verschränkte die Arme vor der Brust. Ich wollte nur noch in mein Bett und schlafen. Ich huschte durch die Gänge in mein Zimmer, doch auch dort war es nicht wärmer. Schnell schlüpfte ich unter die Bettdecke und rollte mich zu einem Ball zusammen. Nach wenigen Minuten war ich eingeschlafen, doch es war kein ruhiger Schlaf. Ich wälzte mich nervös herum. Ich träumte mal wieder und diesmal kam mir der Traum bekannt vor und das war alles andere als gut. Es war Nacht und ich stand an einer Klippe. Ich blickte auf ein schwarzes Meer, unter dessen Oberfläche sich riesige Schatten durchs Wasser schlängelten.  Hinter mir erklang lautes Gebell und Knurren. Erschrocken floh ich vor den Geräuschen, denn ich wusste ganz genau das sie von Höllenhunden stammten. Das Gebell kam immer näher und ich hatte Angst vor dem was als nächstes geschehen würde.  Ich sprang die Klippe hinunter ins Meer, um den Hunden zu entgehen. Ich fiel dem Wasser entgegen und prallte hart auf. Das Wasser war pechschwarz und während ich der Oberfläche entgegen schwamm, packte mich etwas am Bein. Es zog mich in die Tiefe und ich versuchte mich zu befreien. Keine Chance, das Biest hatte mich fest im Griff und zog mich weiter nach unten. Plötzlich, ohne erkennbaren Grund, ließ es mich frei und ich trieb langsam an die Wasseroberfläche. Eine riesige Schlange wand sich neben mir durchs Wasser und ihre schwarzen Augen starrten mich an. Da war sie wieder, die schwarze Schlange, die mich schon lange in meinen Träumen heimsuchte. Sie öffnete ihr Maul und gab unverständliche Laute von sich. Ihre Schuppen glänzten silbern und schwarz im Wasser. Ich begann das Bewusstsein zu verlieren und ertrank langsam. Bevor meine Augen sich schlossen, fing die Schlange an mich zu fressen. Ich konnte spüren wie ihre Zähne sich in mein Fleisch bohrten. Der Schmerz fuhr durch meinen tauben Körper und alles wurde Schwarz. Ich fuhr hoch und rang schreiend mit der Decke, die sich um meinen Körper gewickelt hatte wie eine Schlange. Mein ganzer Körper war schweißüberströmt und mein Herz drohte zu zerspringen. Als ich mich aus der Decke befreit hatte, hörte ich auf zu schreien. Verängstigt sah ich mich im Zimmer um und hielt nach schwarzen Riesenschlangen ausschau, die mich anknabbern wollten. Als ich nichts dergleichen entdeckte, beruhigte ich mich langsam. Vorsichtig stand ich auf und ging zur Tür. Ich drückte sie auf, nur um in Castiel zu laufen. Er musste wohl mein Geschrei gehört haben, denn er sah mich besorgt an. Ich ließ mich gegen ihn sinken und er nahm mich unsicher in den Arm. Ich vergrub das Gesicht in seinem Hemd und seufzte verzweifelt. Er nahm schüchtern meine Hand und wir gingen ins Wohnzimmer, wo wir uns auf das Sofa setzten. "hm.. was ist passiert?", fragte Cas vorsichtig. Ich sah ihn erschöpft an und antwortete:"Es war wieder dieser Traum, der mit der Schlange." Castiel zog die Augenbrauen zusammen und schwieg nachdenklich. Dann verschwand er plötzlich. Ich zuckte erschrocken, als er sich in Luft auflöste. Sofort hatte ich wieder Angst und die Kälte kroch meinen Rücken hoch. Kalte Finger schlossen sich um mein Herz und ich zog die Beine an. "Was war das?", fragte eine verwirrte Stimme in meinem Kopf. Ich seufzte und erwiderte:" Ich bin grade nicht in der Stimmung für dein sinnloses Gelaber also lass es einfach sein okay?" Stille. Dann begann Lucifer zu reden:" Was war das für ein Traum und was war dieses Ding?" Ich gab den Widerstand auf und antwortete gereizt:" Woher soll ich denn wissen was das ist? Ich träume davon schon länger. Eine Zeit lang waren diese Alpträume verschwunden. Jetzt sind sie wieder da und ich werde keine ruhige Nacht mehr haben!" "Aha okay.", sagte Lucifer und ich hätte schwören können in seiner Stimme etwas Angst mitschwang. Nervös wartete ich, das er noch mehr sagte aber nichts kam. Die Tatsache das Lucifer Angst hatte, verwirrte und verängstigte mich nur noch mehr. Wenn Lucifer vor etwas Angst hatte, musste es echt übel sein. Panik stieg in mir auf und ich wünschte ich wäre nicht allein. Als hätte er meine Gedanken gehört, kreuzte Crowley auf. Er erschien im Türrahmen und warf mir einen besorgten Blick zu. Als er realisierte, dass ich ihn anstarrte, verschwand der besorgte Ausdruck auf seinem Gesicht und er lächelte mich unschuldig an. Ich wollte ihn gerade auffordern sich zu mir zu setzen, da erschien Cas wieder neben mir. "Die Jungs sind da, sie haben etwas über deine Eltern herausgefunden.", sagte er und schenkte mir ein zurückhaltendes Lächeln. Sam und Dean betraten jetzt den Raum, sie sahen sich um und als ihre Blicke mich fanden, winkten sie mir zu. Sam sagte:" Komm rüber, wir müssen dir was erzählen." Es hörte sich nicht gerade vielversprechend an, wahrscheinlich erzählten sie mir jetzt das meine Eltern tot waren. Wir setzten uns an den Tisch und auch Cas und Crowley schlossen sich uns an. Sam sah mich kurz an und begann dann zu sprechen:" Wir haben uns in der Lagerhalle umgesehen in der du gefunden wurdest. Es war nur ein Teil eines riesigen Anwesens. Scheint so eine Papierfirma oder so zu sein. Wir haben auch die übrigen Lagerhallen durchsucht und selbst nach so langer Zeit konnten wir noch Anzeichen eines Kampfes entdecken. Mehrere Engel scheinen dort gestorben zu sein, außerdem haben wir in alles möglichen Ecken und Winkeln verblasste Schutzrunen und allerlei ähnliches gefunden. Wir haben uns an die Engel gewandt um ein Paar antworten zu kriegen. Einer hat sich dazu herabgelassen uns zu helfen. Wenn das ,was er gesagt hat stimmt, war deine Mutter ein Engel. Ein sehr mächtiger und wichtiger Engel bis sie ohne Erklärung aus dem Himmel verschwand." Mir fiel die Vergangenheitsform auf, die er benutzte und mir war klar das mein Mutter nicht mehr lebte. "Sie haben sie Jahrelang gesucht und als sie sie schließlich fanden, mussten sie feststellen das sie mit einen Dämon durchgebrannt war. Daraufhin gab es einen großen Kampf, in den Lagerhallen in denen man dich gefunden hat. Deine Mutter starb in diesem Kampf, doch dein Vater tötete alle Engel und rettete dein Leben. Ich hab keine Ahnung wie er das angestellt hat.", fuhr Sam fort. Ich runzelte die Stirn und sah die anderen an. Castiel saß auf seinem Stuhl und hörte aufmerksam zu, Dean sah Sam an und Crowley rutschte unbehaglich auf seinem Stuhl hin und her. Als er bemerkte das ich ihn ansah, blieb er still sitzen und tat so als wäre nichts gewesen. Jetzt übernahm Dean das Reden und sagte:" Wir haben uns ein paar Dämonen geschnappt und sie verhört, doch wir konnten nichts aus ihnen herauskriegen. Sie waren verängstigt, fast panisch als wir ihnen Fragen stellten. Selbst mit Weihwasser und dem Messer haben wir keine Antworten kriegen können. Nur ein einziger hatte uns einen Hinweis gegeben. Dein Vater ist ein Kreuzungsdämon. Mehr konnten wir nicht rauskriegen." "Und das er ein sehr mächtiger Dämon sein muss, der in der Rangordnung weit oben steht, sonst hätten die Dämonen nicht so ein Theater gemacht.", fügte Sam hinzu. Ich seuftzte, holte Luft und sagte:" Um das mal zusammen zu fassen: Meine Mutter ist ein Engel aber sie starb, weil sie mit einem Dämon durchgebrannt ist. Mein Vater ist ein Kreuzungsdämon, sein Name ist Fergus und er ist sehr mächtig." Sam nickte zustimmend und Dean sagte :" Joa so ungefähr könnte man das sagen." Die Sam und Dean warfen Crowley verstohlene Blicke zu. Auch Castiel sah ihn nun komisch an.

uralte Rache (Supernatural FanFiction)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt