Max's Sicht
Ich wachte auf, festgeschnallt auf einer ziemlich unbequemen Liege. Ich war ausgelaugt, hatte Durst und mein Hals tat weh. Ich hustete und würgte. "Hallo?", rief ich leise. Das sprechen war die reinste Qual. Ich musste wieder husten. Es tat so weh. Ich begann zu weinen und zerrte schwach an den Fesseln. "Hört mich denn niemand?" , krächzte ich trotz der Schmerzen. Nichts. Niemand kam um mir zu helfen. Wahrscheinlich würde gleich die Schlange kommen und mich fressen. Die Schlange! Ich sah mich panisch um. Es war nichts zu sehen aber ich hatte solche Angst. Wie verrückt zerrte ich an den Fesseln. Sie rissen aber ich konnte mich kontrollieren und flippe nicht aus. Taumelnd schleppte ich mich zur Tür und drückte sie auf. Ich stolperte in den Gang und fiel auf die Nase. Mühsam rappelte ich mich auf. Mein ganzer Körper tat weh. Ich weinte und rief nach Hilfe. Die Wohnzimmertür tauchte vor mir auf. Ich schleppte mich hinein. Vier Männer saßen am Tisch. Alle sprangen auf als sie mich in den Raum stolpern sahen. Cas erschien vor mir und ich taumelte und kippte um. Direkt in seine Arme. Er hielt mich fest, damit ich nicht umfiel. Er trug mich zum Sofa und legte mich dort ab. Seine Finger berührten meine Stirn und ich fiel in einen tiefen traumlosen Schlaf.
Ich kam wieder zu Bewusstsein. Das erste was ich verspürte war ein schrecklicher Durst. Meine Zunge fuhr über meine aufgesprungenen Lippen. Langsam öffnete ich die Augen. Ich lag immer noch auf dem Sofa. Mir war kalt, also wollte ich aufstehen um mir etwas zu trinken und eine Decke zu holen. Doch als ich aufstand, begann die Welt um mich herum sich zu drehen. Ich setze mich wieder und versuchte den Kopf klar zu kriegen. Der Schwindel löste sich und ich stand auf. Ich sah mich um. Sam saß mit jemandem am Tisch. Es war niemand den ich kannte. Der Mann hatte einen schwarzen Mantel an. Darunter trug er einen ebenfalls schwarzen Anzug mit einer weinroten Krawatte. Ich sah ihn misstrauisch an. Er lächelte mir zu und bedeutete mir mit einer Handbewegung, Platz zu nehmen. Ich ließ mich auf den Stuhl ihm gegenüber sinken. "Wer sind sie?", frage ich argwöhnisch. Er sah mir in die Augen und antwortete:" Ich bin Crowley. Ein Freund von Sam und Dean." Sam trat ein. "Ein Freund?" , sagte er belustigt. Crowley warf ihm einen vernichtenden Blick zu. Ich musterte diesen Crowley. Irgendwas an ihm war komisch. Er strahlte so eine Kälte und Dunkelheit aus. "Du bist ein Dämon.", stellte ich fest. Crowley sah mich überrascht und interessiert an. "Woran hast du es erkannt?" , wollte er wissen. Ich zuckte mit den Schultern und antwortete:" Weiß nicht. Du strahlst irgendwie so eine Dunkelheit aus. Von dieser merkwürdigen Kälte ganz zu schweigen." Eigentlich war da noch was anderes. Es war als ob ich ihn kennen müsste, ein Gefühl ganz tief in meinem Inneren. Ich starrte ihn unverwandt an. Er begann wieder zu reden:" Du bist also das Halb Dämon, halb Engel Mädchen." "Sieht wohl so aus." , erwiderte ich. Ich stand auf um mir ein Glas Wasser holen. Mit dem Glas in der Hand blieb ich stehen und beobachtete den Mann im schwarzen Mantel, dann fragte ich:" Was machst du eigentlich hier? Müsste Sam dich nicht... Na ja müsste er dich nicht töten?" Sam grinste mich an und sagte;" Glaub mir ich würde ihn nur zu gern umlegen aber wir brauchen ihn und er braucht uns." Die beiden sahen sich feindselig an. "Das ist ja interessant." , kicherte ich.
"Zurück zu dir",sagte Crowley, "Anscheinend hast du gestern deine dämonische Seite entfesselt. War ein interessantes Spektakel. Sam hier, hat ganz schön was abgekriegt." Mein Lächeln erlosch. Schuldbewusst sah ich zu Sam rüber. "Das tut mir leid. Ist alles okay bei dir?", fragte ich besorgt. Sam lächelte gutmütig und antwortete:" Alles gut. Cas hat mich wieder hingekriegt." Ich atmete erleichtert auf. "Was heißt das denn jetzt für mich, also dieses dämonische Seite Ding?", fragte ich Crowley. Er zuckte mit den Schultern. " Ich hab keine Ahnung wie Engel und Dämon im selben Körper vereint sein können. Es bedarf sehr viel Kontrolle und Übung, bis du deine Macht einsetzen kannst, schätze ich.", mutmaßte er. Ich nickte, war jedoch ein wenig enttäuscht. Ich stellte mir meine Kräfte ziemlich Superman mäßig vor. Aber ich musste erst lernen mit ihnen umzugehen. Kann ich denn nicht einmal was auf Anhieb können? "Und wie soll ich das lernen?", fragte ich neugierig. "Ich werde dich unterrichten." , sagte Crowley und beantwortete meine Frage. Aus dem Hintergrund ruft Sam:" Cas wird dich auch unterrichten. Zumindest was die Engelsseite betrifft. Ihr werdet euch wohl zusammen tun müssen Crowley." Crowley warf Sam einen bösen Blick zu. Ich musste grinsen "Wo ist eigentlich Dean?", fragte ich. Cas erschien im Raum und sagte:" Er schläft noch. Ich glaube er hat gestern Abend zu viel Alkohol getrunken." Ich musste lachen. Crowley und Cas starrten mich merkwürdig an. Ich hörte auf zu lachen. "Äh, alles okay?", fragte ich die beiden. Sie kamen wieder zur Besinnung und sahen schnell weg. Ich grinste heimlich. Ein Engel und ein Dämon die auf mich standen, das konnte lustig werden. Mir war langweilig, also beschloss ich duschen zu gehen. Mit einem hübschen gelben Kleid und neuer Unterwäsche im Arm machte ich mich auf den Weg. Ich machte Musik an, zog mich aus und stellte mich unter die Dusche. Ich stellte das Wasser ziemlich heiß. Das mochte ich am liebsten. Es befreite einen richtig, wenn man unter der heißen Dusche stand und das Wasser auf einen herab prasselte. Ich ließ mich auf den Boden sinken und lehnte den Kopf an die Wand. Mein Leben war ziemlich aus den Fugen geraten. Ich war in einem Bunker mit 2 Monsterjägern, einem Dämon und einen Stalker Engel. Vor einiger Zeit wusste ich noch nicht mal das es sowas überhaupt gibt aber naja. Ich war schon ein bisschen stolz. Immerhin passierten die verrückten Sachen mir. Andere Leute würden nie etwas von dieser Welt erfahren, ein langweiliges führen und ohne etwas erlebt zu haben, sterben. Ich war schon immer der Abenteuertyp. Ich wollte das etwas in meinem Leben passiert. Etwas, was anderen nicht passiert. Um ehrlich zu sein warte ich immer noch auf meinen Brief aus Hogwarts. Ja ich weiß das hört sich kindisch an aber kommt schon, wie cool wäre es denn zaubern zu lernen.
Leise sang ich die Lieder mit, während ich mir die Haare wusch und meinen Körper schrubbte. Langsam stieg ich aus der Dusche und trocknete mich ab, schlüpfte in meine Klamotten. Die Haare flocht ich zu zwei Zöpfen. Es bildeten sich feuchte Flecken, da wo mein nasses Haar das Kleid berührte.
Ich ging in mein Zimmer und warf mich aufs Bett. Ich schnappte mir den Krimi den Sam mir gegeben hatte und las. Ich glaube ich habe den ganzen Tag gelesen, denn ich hörte erst auf als sich gegen Abend der Hunger meldete. Ich schlenderte gemächlich durch die Flure zum Wohnzimmer. Dort ereignete sich ein merkwürdiges Schauspiel. Castiel und Crowley standen sich gegenüber und warfen einander vernichtende Blicke zu. "Ich werde mich nicht mit ihm verbünden! Ich will sie allein unterrichten!", sagte Castiel bestimmt. Crowley schnaubte ungläubig. " Vergiss das mal Cassie. Ich werde sie unterrichten!", sagte er hochnäsig. Ich betrat das Zimmer und alle starrten mich an. Ich grinste und schlug vor:" Warum unterrichtet ihr mich nicht abwechselnd. Einen Tag mit Cas einen Tag mit Crowley." Die Männer sagen mich verwundert an. " War doch gar nicht so schwer oder?" , kicherte ich und ging zum Kühlschrank um mir was zu Essen zu holen. "Das ist eine gute Idee.", sagte Sam schnell, bevor Cas und Crowley wieder anfingen sich zu streiten. Sie nickten, ganz zufrieden sahen sie nicht aus aber was solls. Ich fand es urkomisch das sie sich um mich stritten. Ich schnippelte Gemüse für den Salat. Dean sah mir über die Schulter. "Ihh heute gibt s Salat. Ich glaub ich bestell mir was." , sagte er. "Nichts da! Du wirst schön deinen Salat essen, ob du willst oder nicht!" , sagte ich streng. Dean schmollte und warf sich zu Sam aufs Sofa. "Oh Dean, hast du eine neue Freundin?" , witzelte Crowley. Ich und Dean warfen ihm böse Blicke zu. Er setzte eine Unschuldsmiene auf und setzte sich an den Tisch. Castiel stand jetzt als einziger mitten im Raum. Er sah ein wenig verloren aus, wie er da so allein mitten im Raum stand. " Hey Cas, hilf mir mal.", sagte ich. Cas stand sofort neben mir und sah mich erwartungsvoll an mit seinen großen blauen Teddyaugen. "Hier, kannst du die für mich klein schneiden?" , fragte ich und reichte ihm zwei Paprikas. Er sah mich schief an und fragte:"Wie macht man das?" DAS war absolut niedlich. Ich quietschte innerlich. Er stand da, den Kopf leicht schräg und sah mich an. Ich versuchte wieder runter zu kommen, dann zeigte ich ihm wie man eine Paprika schnitt. Ich rührte das Dressing an als ich bemerkte das niemand etwas sagte. Ich drehte mich zu den anderen um. Crowley, Sam und Dean starrten zu uns herüber. "Was ist!?" , fragte ich genervt. Alle stotterten vor sich hin und sahen dann ganz schnell weg. Ich schüttelte den Kopf und drehte mich wieder um. Castiel stand vor mir. In der Hand hielt er ein Brett mit feinsäuberlich gewürfelten Paprikastücken. Ich dankte ihm und nahm das Brett. Der Salat war so gut wie fertig, nur noch die Gurke fehlte. Und so doof wie ich war, schnitt ich mich natürlich. Ich fluchte: "Autsch!" Crowley stand auf und ging zu mir. "Alles okay?" ,fragte er, was mich ein wenig wunderte. "Jaja, das ist gleich weg." , sagte ich und deutete auf meinen Finger. Der Schnitt schloss sich langsam und verschwand. Crowley nickte anerkennend und setzte sich wieder an den Tisch.
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uralte Rache (Supernatural FanFiction)
FanfictionMax weiß das sie anders ist. Doch das sie so anders ist, hätte sie nicht gedacht. Sie ist halb Dämon und halb Engel und im Himmel sowas wie der Staatsfeind Nummer 1 . Außerdem ist da noch dieses uralte Wesen das in ihren Träumen zu ihr spricht...
