Nach scheinbar endlosem Suchen hatte ich mein Zimmer gefunden. Ich ließ mich aufs Bett fallen und seufzte. Mein Blick wanderte durch den Raum. Ich drehte den Kopf zur Seite und zuckte erschrocken zusammen. Cas stand in der Ecke und betrachtete mich. Erleichtert atmete ich auf und lachte nervös. Vielleicht war es ja gar nicht Castiel sondern nur Lucifer, der sich erneut als Castiel ausgab. Cas starrte mich nur an und ich kniff argwöhnisch die Augen zusammen. Wir sahen uns einige Sekunden lang in die Augen und ich entschied, das das hier der echte Castiel war. Das erkannte man an diesem starrenden Blick und diesem dauerhaft verwirrten Gesichtsausdruck. Meine Gesichtsmuskeln entspannten sich und ein kleines Lächeln stahl sich auf meine Lippen. Cas lächelte zurück und die angespannte Stimmung verflog. Ich setzte mich auf und winkte Castiel zu mir. Er kam schüchtern näher und blieb vor dem Bett stehen. Ich seufzte lächelnd und sagte: "Du musst nicht stehen, komm setz dich aufs Bett." Ich klopfte mit der Hand aufs Bett und grinste. Scheu setzte er sich hin warf mir schnell einen Blick zu. Er saß nun auf der Bettkante und musste sich umdrehen um mit mir zu sprechen. Ich schüttelte belustigt den Kopf und kicherte:" Du musst dich schon ganz drauf setzen, wenn du mit mir reden willst ohne dir den Hals zu verdrehen." Castiels Wangen färbten sich rosa und er setzte sich im Schneidersitz vor mich. "Geht doch.", sagte ich und grinste ihn an. Er lächelte beschämt zurück. "Also...", sagte ich und versuchte ein Gesprächsthema zu finden und fummelte nervös an meinen Haaren herum. Cas sah mich nur an. Er betrachtete mein ganzes Gesicht, bis sein Blick an meinen Lippen hängen blieb. Ich machte gerade den Mund auf um etwas zu sagen, da lehnte er sich vor und drückte seine weichen Lippen auf meine. Überrascht riss ich die Augen auf. Unsere Blicke trafen sich und als Castiel sich von mir lösen wollte, griff ich mit einer Hand in sein weiches braunes Haar und erwiderte den Kuss. Ich griff auch mit der zweiten Hand in sein Haar und zog ihn näher zu mir heran. Fordernd biss ich ihm leicht auf die Lippe, was Castiel mit einem leisen stöhnen beantwortete. Ich sah das Verlangen in seinen Augen, als er mich küsste wie es noch nie ein anderer getan hatte. Seine Zunge suchte sich ihren Weg in meinen Mund und ich hieß sie willkommen. Das war mein erster Zungenkuss und wahrscheinlich auch mein bester. Mein Herz raste und ich rückte noch näher an Cas heran. Er schlang die Arme um meine Taille und zog mich auf seinen Schoß. Fest umschlungen saßen wir da und küssten uns heftig, da flog die Tür auf. Erschrocken sprengten Cas und ich auseinander. Er fiel rückwärts vom Bett und blieb dort wie erstarrt liegen. Crowley stand im Türrahmen und starrte uns böse an. Wir sahen beide ziemlich zerzaust aus und Crowley wusste ganz genau was hier noch vor einigen Sekunden abgelaufen war. Mir schoss das Blut in den Kopf und ich wollte schon den Mund aufmachen, um Crowley anzuschreien, doch er begann zu reden bevor auch nur ein Laut aus meinem Mund gekommen war. "Spar dir dein Geschrei, ich weiß ganz genau was ihr hier drinnen gemacht habt!", sagte er genervt und warf mir einen bösen Blick zu. Beleidigt schloss ich den Mund und starrte ihn an. "Die Jungs wollen mit dir reden.", fügte er noch hinzu und ging. Cas und ich sahen im wortlos hinterher, dann stand ich auf um Castiel aufzuhelfen. Ich reichte ihm meine Hand und zog ihn hoch als er sie ergriff. Verlegen strich er seinen Trenchcoat glatt und sah zu Boden. Ich musste lächeln, als ich ihn so beschämt da stehen sah und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Er hob den Kopf und lächelte, dann streckte er eine Hand aus, um meine zerzausten Haare zu glätten. Ich tat das gleiche mit seinem Haar. Nun sahen wir wieder einigermaßen normal aus, also machten wir uns auf den Weg zu den Jungs. Ich betrat den Raum als erste, Cas sollte noch eine Minute warten um es weniger verdächtig aussehen zu lassen. Ich ging zum Tisch, wo die anderen drei bereits warteten und setzte mich. "Wo ist Cas?", fragte Sam und sah mich an. Sein Blick blieb an meinen Haaren hängen, sie waren immer noch ein wenig zerzaust. Ich zuckte mit den Schultern und versuchte so unschuldig wie möglich auszusehen. Sam warf Dean einen verwirrten und fragenden Blick zu. Dean zuckte nur mit den Schultern und sah mich nun ebenfalls an. Endlich erschien Cas in der Tür. "Hey Cas, wo warst du denn?", fragte Dean mit einem Seitenblick auf mich. Ihm waren Castiels verwuschelte Haare nicht entgangen. Castiel überlegte kurz und sagte dann:" Ich war am Meer." Dean zog die Augenbrauen hoch und fragte:" Warum das? Irgendeine geheime Engelsache?" Castiel nickte nur knapp. Crowley schnaubte laut, sagte aber nichts. Ich warf ihm einen vernichtenden Blick zu. Sam räusperte sich und begann zu reden:" Wir könnten deine Eltern finden. Sie müssen nicht tot sein. Dean und ich werden uns auf den Weg machen und ein paar Dämonen und Engel ausfindig machen die uns helfen werden, ob sie wollen oder nicht." Dean nickte zustimmend. "Wir werden noch Heute losfahren. Crowley und Cas werden ein Auge auf dich haben.", fuhr Sam fort. "Glaubt ihr wirklich meine Eltern könnten noch leben?", fragte ich. "Wir werden es herausfinden.", sagte Dean bestimmt. Ich nickte dankbar und sah dann zu Crowley hinüber, welcher murmelte: "Das können ja ein paar spaßige Tage werden." Ich warf ihm einen giftigen Blick zu und fauchte:" Halt die Klappe!" Crowley verdrehte nur die Augen und erwiderte:" Tut mir leid Prinzessin, hab ich deine Gefühle verletzt?" Ich stand schnaubend auf und verließ den Raum. Draußen blieb ich stehen und versuchte zu verstehen was drinnen geredet wurde. "Was war das denn Crowley? Was hast du wieder angestellt?", fragte Dean argwöhnisch. "Ich hab wohl eines ihrer kleinen Geheimnisse entdeckt, welches sie lieber für sich behalten hätte.", sagte Crowley hämisch. Wütend ballte ich die Hände und ging in mein Zimmer. Dort klaubte ich ein paar saubere Klamotten vom Boden auf und ging ins Bad. Ich schälte mir die Sachen von der Haut und setzte mich in die Dusche. Im Hintergrund spielte mein Handy irgendeine Playlist ab. Ich schaltete das Wasser an und ließ es auf mich herab prasseln.
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uralte Rache (Supernatural FanFiction)
FanfictionMax weiß das sie anders ist. Doch das sie so anders ist, hätte sie nicht gedacht. Sie ist halb Dämon und halb Engel und im Himmel sowas wie der Staatsfeind Nummer 1 . Außerdem ist da noch dieses uralte Wesen das in ihren Träumen zu ihr spricht...
