12.

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Jemand rüttelte mich wach. Verwirrt rieb ich mir die Augen. "Was ist denn los?" , fragte ich genervt. Ich wollte einfach nur schlafen, die sollen mich einmal in Ruhe lassen, dachte ich schläfrig. Bevor sie etwas sagen konnten, war ich schon wieder eingeschlafen.

Ich wanderte wieder im Nebel als plötzlich ein Licht in der Ferne erschien. Er wurde immer größer und als das Licht schwächer wurde, stand Castiel vor mir. "Max..." , sagte er sanft. Ich sah ihn fragend an. "Du musst aufwachen, sonst stirbst du." ,sagte er etwas eindringlicher. Ich sah ihn erschrocken an. "Du liegst mit 41 Grad Fieber im Bett. Du rührst dich nicht mehr. Es scheint so als hätte dein Körper schon aufgegeben. Doch du musst kämpfen. Dein Geist ist noch da und bereit zu kämpfen!" Ich nickte langsam und fragte dann:" Und wie soll ich das anstellen?" Castiel sah mich eindringlich an und sagte:" Wir müssen einen Weg raus aus deinem Kopf finden. Das dürfte schwer werden." "Nicht wenn ihr mich habt." , sagte eine Stimme. Crowley trat aus dem Schatten und grinste. "Wir sind auch dabei!" Dean und Sam erschienen vor mir. "Ihr seid alle nur in meinem Kopf, richtig? Also ihr seid nicht echt oder?" , fragte ich verunsichert. "Wir sind eine Projektion deiner Seele. Wir sind hier um dir zu helfen. Du musst kämpfen!" , befahl Crowley. Ich nickte entschlossen und fragte dann:" Und wie finden wir den Ausgang?" Sam und Dean zuckten mit den Schultern doch Crowley trat vor. "Stell dir eine Tür vor. Irgendeine, am besten eine dir bekannte." Ich tat wie mir geheißen und stellte mir die Tür meiner Wohnung vor. Die Tür erschien vor mir und ich öffnete sie. Der Duft von Kerzen schlug mir entgegen. Ich liebte Kerzen über alles und hatte sie überall in meiner Wohnung stehen. Außerdem kam laute Musik aus dem Schlafzimmer. Ich betrat die Wohnung, ging langsam den Flur entlang und öffnete die Tür vom Schlafzimmer. Ich erschrak, als ich mich selber auf dem Bett herumspringen sah, laut mitsingend. Schnell schlug ich die Tür wieder zu und grinste verlegen. Die Jungs kicherten aber ich versuchte das zu ignorieren. Okay, wo sollte ich suchen? Langsam ging ich den Flur weiter entlang und ging ins Wohnzimmer. Dort lagen Dean und Sam gefesselt auf dem Boden und ich saß auf dem Sofa und grinste frech. Die anderen Dean und Sam starrten verlegen ins Leere, während ich kicherte. Ich lief weiter und kam in die Küche. Die Küche war mein Lieblingsplatz gewesen. Sie war immer warm und gemütlich. Die gepolsterte Sitzbank in der Ecke, war mein bevorzugter Rückzugsort. Man konnte die Sitzfläche der Bank hochklappen. Im Stauraum darunter befand sich mein Tagebuch, das ich führte seit ich 10 war. Da kam mir plötzlich eine Idee. Was wenn das der Ausgang war? Ich ging auf die Bank zu, klappte den Deckel hoch und staunte. Ein helles Licht strahlte mir entgegen. Ich drehte mich zu den anderen um, doch die waren verschwunden. Ich holte einmal tief Luft, setzte mich auf den Rand der Bank und ließ mich hinein fallen.

Ich schrie erschrocken auf und fuhr hoch. Es drehte sich alles und mir war heiß. "Was....", murmelte ich und hielt mir den Kopf. "Sie ist wach!", rief jemand in der Nähe und bei dem Geräusch schien mein Schädel zu platzen. Ich stöhnte und krächzte:" Nicht so laut!?" Das drehen hörte allmählich auf und ich konnte wieder sehen. Sam stand vor mir und sah mich besorgt an. Ich hustete und Rang nach Luft. Mein Mund war Staubtrocken und meine Zunge klebte am Gaumen. "Ich hol dir was zu trinken.", sagte Sam und ging schnell los. Er kam mit einem Glas Wasser zurück. "Hier.", sagte er und hielt mir das Glas hin. Ich nahm es und bemerkte sofort wie schön kühl das Glas war und ehe ich es mit versah, hatte ich das Glas geleert. Dean kam in den Raum und sah mich begeistert an, Cas trat hinter ihm ein und starrte mich an. Ich starrte zurück. Nach ein paar Sekunden wurde es komisch und ich schaute weg. "Du bist wach!" , rief Dean erleichtert. Ich grinste schwach und nickte. Crowley erschien hinter Castiel und sah mich an. Unsere Blicke kreuzten sich und ich glaubte etwas wie Erleichterung in seinen Zügen zu sehen. In der nächsten Sekunde sah er aus wie immer und lächelte kühl. Ich hatte das Gefühl,  das er irgendetwas verheimlichte. "Wie geht es dir?", fragte Sam. "Öh ganz gut, aber ich könnte mal ein bisschen frische Luft vertragen." Dean nickte und sagte:" Das lässt sich einrichten. Vorher solltest du allerdings noch duschen gehen." Ich nickte und setzte mich auf. Schnell griff ich nach meinen Krücken und stand auf. Erst war ich ein wenig wackelig auf den Beinen aber das legte sich schnell wieder. Ich atmete tief ein und machte mich auf den Weg zum Bad und vorher wollte ich mir noch neue Klamotten holen, denn meine stanken wirklich erbärmlich. Im Bad angekommen, warf ich meine frischen Klamotten in die Ecke und zog meine alten aus. Ich hievte mich in die Badewanne. Ich entschied mich dazu zu duschen. Das stellte sich als gar nicht so einfach heraus.  Immerhin musste ich auf einem Bein stehen,  weil mein Fuß immer noch lädiert war und ich hatte nicht gerade den besten Gleichgewichtssinn. Nachdem ich es geschafft hatte mich zu duschen und mir die Haare zu waschen, stieg ich aus der Wanne und zog mir den Bademantel an. Ich setzte mich auf den Boden, schnappte mir mein Handy von Waschbeckenrand und machte Musik an. So blieb ich sitzen und starrte an die Wand. Nach der Dusche fühlte ich mich wesentlich besser. Ich atmete durch und schloss die Augen. Ich saß ungefähr 10 Minuten so da. Als ich die Augen wieder aufschlug, war irgendetwas anders. Ich stand auf und ging in die Ecke um mich anzuziehen. Dabei fielen mir die Krücken auf, die an der Wanne lehnten. Warte.... Ich sah an mir herunter und riss die Augen auf. Mein Fuß war nicht mehr blau und geschwollen. Er sah aus wie immer. Ich lachte auf  hüpfte im Raum herum. Es tat gar nicht mehr weh. Ich war total damit beschäftigt, glücklich im Zimmer herum zu hüpfen,  dass ich die Stimmen erst nach ein paar Minuten hörte. Ich war stehen geblieben und lauschte. Die Stimmen waren in meinem Kopf. Jemand sagte etwas und ein anderer Antwortete. Ein Anderer, dessen Stimme ich kannte. "N.. n.. nein ich weiß. Ich werde mein bestes geben Abariel.", sagte Castiel verunsichert . "Gut!  Das ist das geringste was du für den Himmel tun kannst nachdem du so viele von deinen Brüdern und Schwestern getötet hast. Gabriel war mein Herr und Freund. Wegen dir ist er gestorben, du schuldest ihm etwas! Also schnapp dir das Teufelsmädchen und bring es hier her!", sag der,  den Castiel Abariel genannt hatte. Nach dem er gesprochen hatte, herrschte Stille. Das Gespräch war wohl beendet. Ich schüttelte den Kopf und starrte mein Spiegelbild entsetzt an.  Cas wollte mich an irgendwelche Engel ausliefern. Ich musste verschwinden und ich wusste auch schon wie.

uralte Rache (Supernatural FanFiction)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt