24.

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"Kann ich jetzt wieder das Steuer übernehmen?! ", quengelte Lucifer wieder. Ich seufzte und sagte dann:" Verschwinde doch einfach aus meinem Körper! Du hast was du wolltest und ich hab was ich wollte. Also verschwinde!" Eine ziemlich lange Pause folgte. Dann sprach er:" Was?" Es war nur ganz leise zu hören. Genervt rollte ich mit den Augen. "Du hast mir geholfen aus dem Knast zu kommen und ich hab deine Seele aus dem Käfig befreit. Unser Deal ist hinfällig, also verschwinde!", zischte ich. Einen Moment passierte gar nichts, dann hämmerte etwas von innen gegen meinen Kopf. "AUA!", rief ich auf. Es kam mir so vor als würde mein Schädel gleich in tausend Stücke zerspringen. Das Hämmern stoppte und meine Beine drohten unter mir nach zu geben. Ich presste die Hände an die Schläfen und wimmerte. "Mach das nicht noch mal!", keuchte ich und lehnte mich an einen Baum. Mit leiser gefährlicher Stimme sagte Lucifer:"Entweder du überlässt mir wieder das Steuer oder ich werde dir dein erbärmliches Leben zur Hölle machen!" Ich verzog wütend das Gesicht und fragte:" Was willst du von mir?!" Ein Schnauben ertönte und Lucifer erwiderte:" Du bist meine neue Hülle. Stärker und besser als alle anderen je zuvor. Sogar Sam sieht gegen dich alt aus." Neue Hülle? Ich verstand nicht wovon er redete. "Verschwinde!", sagte ich wieder. Das Hämmern fing wieder an. Ich brüllte vor Schmerzen und fiel auf die Knie. Das Hämmern lief durch meinen ganzen Körper, brachte mein Herz zum rasen und mein Blut zum Kochen. Ich rollte mich auf dem Boden, während meine Glieder unkontrolliert zuckten. Ganz plötzlich endete das Hämmern. Meine Augen flatterten. "Ich frage dich nur noch einmal, wirst du mir das Steuer überlassen?!", sagte Lucifer mit einem amüsierten Unterton. "NIEMALS!", stieß ich hervor. Ein kichern war zu hören, doch die erwarteten Schmerzen blieben aus. Langsam versuchte ich aufzustehen. Beim ersten Mal fiel ich mit dem Gesicht voran ins Moos, aber beim nächsten Versuch konnte ich mich hochstemmen und kam zitternd auf die Beine. Langsam machte ich einen Schritt, dann noch einen. Ich schien soweit okay zu sein, also ging ich zaghaft weiter, weiter in den Wald hinein. Nach wenigen Minuten brach ich zusammen. Meine Beine zitterten unkontrolliert, da fiel mir etwas auf. Ich sog erschrocken die Luft ein, als ich den 20cm langen Holzsplitter in meiner Wade entdeckte. Als beim Kampf das Klettergerüst in die Luft geflogen war, hatte er sich in mein Bein gebohrt. Die Haut drumherum begann schon zu heilen, konnte allerdings nicht fortfahren, da das Holz den Prozess abblockte. "Scheiße!" , fluchte ich. Wenn der Splitter nicht verschwand, konnte die Wunde nicht heilen. Ich atmete tief ein und griff nach dem Holzstück. Eins, Zwei, Drei. Zählte ich in meinem Kopf und riss den Splitter aus meinem Bein. Mir entfuhr ein Schrei und Blut schoss aus der Wunde. Ich bemühe mich ruhig zu bleiben und presste mit zusammen gebissenen Zähnen eine Hand auf die Stelle, um die Blutung zu stoppen. Doch das half nichts. Als ich all das Blut sah, wurde mir schwindelig​ und ich fiel nach hinten auf den Boden. Die Welt um mich herum verblasste und mir fielen die Augen zu.

Bei den Jungs (Sam's Sicht)

"Hast du Cas schon erreicht?", fragte ich, während ich meine Klinge vom Blut des Vampires säuberte, den ich vorhin enthauptet hatte. Dean saß auf dem Boden und säuberte sein Messer. "Hmpf...", brummelte er. "Ja oder nein?", fragte ich nachdrücklich. Dean sah hoch, seine Augenbrauen waren zusammengezogen und er starrte mich böse an. "Nein, habe ich nicht. Er geht nicht an sein verdammtes Handy!", antwortete er mit säuerlicher Stimme. Als wäre das sein Stichwort gewesen, rief Castiel an.
Dean stürzte sich auf das Handy und hob ab. "Cas!", rief er und stellte das Telefon auf Lautsprecher. "Wie geht's die, alles klar?", fragte ich besorgt. Er hatte sich eine Woche nicht gemeldet. "Ja, mir geht es gut aber wir haben ein Problem.", sagte er schnell. "Das ist ja ganz was neues.", hörte ich Dean murren. Castiel schien ihn nicht gehört zu haben und redete einfach weiter. "Lucifer hat es geschafft mit Max Hilfe aus dem Käfig zu entkommen. Ich hab keine Ahnung wie er es geschafft hat sie zu überzeugen, aber auf jeden Fall hat sie "Ja" gesagt. Er ist in ihrem Körper fröhlich aus dem Himmel spaziert, wobei er 12 Engel getötet hat!", seine Stimme wurde immer lauter. Mir lief ein Schauer über den Rücken und ich versteifte mich. Lucifer war frei. Dean bemerkte meine Reaktion und sah mich besorgt an. "Weißt du wo sie sind ?", fragte er. "Ja, sie befinden sich in einem National Park in der Nähe von Forest City. "Ich weiß wo das ist.", meldete ich mich zu Wort. "Das ist da, wo wir mit Dad damals den Werwolf gejagt haben, der Justus umgebracht hat. Verstehen flackerte in Dean Gesicht auf und er nickte. "Wir treffen uns da, ja Cas?", fragte er. "Ein zustimmendes Grunzen ertönte aus dem Hörer, dann legte Cas auf. Dean und ich sahen uns an, dann liefen wir die Treppe hoch. Es war nicht weit bis Forest City. In drei Stunden wären wir da. Dean startete den Motor , dieser heulte auf als er das Gaspedal durchdrückte und wir rasten los.

Bei Max

Mein Kopf brummte, als ich die Augen aufschlug. Die Nachmittags Sonne stach mir in die Augen. "Auch endlich wach?", fragte jemand. Erschrocken fuhr ich hoch. Es war niemand zu sehen. Jemand seufzte, und da kamen die Erinnerungen zurück. Lucifer, der meinen Körper genommen, und Engel massakriert hatte, der Splitter in meinem Bein, das schreckliche Hämmern in meinem Schädel. "Geh raus aus mir!", schrie ich entsetzt. "Dir auch einen guten Tag", erwiederte Lucifer sarkastisch. "Lass mich, geh weg!" Eine Gestalt erschien vor mir. Es war Lucifer. Er lächelte grausam auf mich herab und schnippte mit den Fingern. Der Schmerz explodierte in meiner rechten Hand. Ich stöhnte und blickte auf meine Hand. Ein Knochen war durch meinen Handrücken gebrochen und schaute oben heraus. Ich schrie vor grauen auf. "Hör auf!", stöhnte ich. Als Antwort folgte ein weiteres Schnippen. Ich brüllte auf und starrte auf mein Bein. Der Splitter steckte genau dort, wo er war, bevor ich ihn heraus gezogen hatte. Der Schmerz fraß sich durch meine Knochen und ich bekam keine Luft mehr. Lucifer trat langsam an mich heran. "Und, willst du mir jetzt die Kontrolle überlassen?", fragte er lächelnd. "Nein!", keuchte ich. Sein Lächeln verschwand und das Hämmern kam. Die Schmerzen machten mich wahnsinnig. Jeder Nerv in meinem Körper war bis zum zerreißen gespannt. "HÖR AUF!", schluchzte ich. "HÖR AUF!" Tränen rannen über meine Wangen. Ich wälzte mich über den Boden und versuchte nicht den Verstand zu verlieren. Eine Welle heißen Schmerzes überrollte mich. Mein Körper zuckte wild, ich ließ es über mich ergehen und schloss die verweinten Augen.

uralte Rache (Supernatural FanFiction)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt