Ich zog die Socken besonders hoch, damit man das Klopapier nicht sah das ich um meinen Knöchel gewickelt hatte, damit er geschwollen aussah. Ich hatte mich angezogen und mir die Haare geföhnt. Ich sah in den Spiegel und holte tief Luft. Ich musste das jetzt durchziehen und ich würde es schaffen. Ich nahm die Krücken und schlich in mein Zimmer. Die Jungs hatten mir mein Portemonnaie gegeben. Darin befanden sich mein Ausweis und meine Kreditkarte. Das heißt ich hatte genug Geld um mir eine neue Existenz aufzubauen. Ja ich hatte Jahrelang gespart und nie unnötig etwas ausgegeben. Das zahlte sich jetzt aus, denn ich hatte ungefähr 10.000$ zusammen gespart. Es hatte lang gedauert und war hart gewesen aber ich wusste das ich das Geld irgendwann brauchen würde. Ich steckte mein Handy und mein Portemonnaie in die Bauchtasche meines Pullis. Das Ladekabel konnte ich nicht mitnehmen aber ich konnte mir ja ein neues kaufen. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und ging zu den Jungs ins Wohnzimmer. Ich stütze mich auf meine Krücken und sah sie erwartungsvoll an. "Was?", fragte Dean argwöhnisch. Ich setzte meine Unschuldsmiene auf und antwortete:" Ich wollte ein wenig frische Luft schnappen. Aber ohne euch komme ich aus diesem Schuppen nicht raus." Ich grinste sie an. Die beiden seufzten und gingen mit mir zum Ausgang. Sam öffnete die Bunkertür und zeigte nach draußen. "Da ist eine Bank, da kannst du dich hinsetzen. In einer halben Stunde komme ich um dich wieder rein zu holen. Wenn irgendwas ist, Ruf einfach. Cas wird dir helfen." Ich sah Sam erstaunt an. " Ich darf allein?", fragte ich überrascht. Er grinste und er und Dean verschwanden im Bunker. Oookay. Das war einfacher als ich gedacht hatte. Ich war auf alles gefasst gewesen aber das sie es mir so einfach machen würden. Naja ist ja auch egal. Ich lief zu der Bank und lehnte die Krücken daran. Ein letztes Mal schaute ich den Bunker an, dann lief ich los ohne mich noch einmal umzudrehen. Ich rannte so schnell ich konnte. Adrenalin pulsierte durch meine Adern. Ich hatte Angst das sie nach mir sehen könnten und entdeckten das ich weg war. Castiel könnte sich ohne Probleme zu mir beamen. Ich musste sehr schnell, sehr viel Abstand zwischen mich und diesen Bunker bringen. Nachdem ich 20 Minuten ununterbrochen gerannt war, blieb ich stehen und keuchte. Ich stand mitten auf der Straße und bis zum nächsten Ort waren es noch 5 Kilometer. Die Jungs werden bald bemerken das ich weg bin und mit dem Auto waren sie ohne Zweifel schneller als ich zu Fuß. Panik machte sich in mir breit. Was sollte ich tun?! Wenn sie mich erwischen, wird Cas mich in irgendein Himmelsknast stecken. Und wer weiß was die da mit mir machen?!
Bei den Jungs (Sam's Sicht)
Dean lachte über Castiels beleidigtes Gesicht und scheuchte mich dann los, weil ich Max holen sollte. Ich ging grinsend zum Ausgang und öffnete die Tür. Ich wollte Max gerade zurufen das sie reinkommen solle, aber da war niemand. Nur ihre Krücken lehnten an der Bank. Ich zückte meine Waffe und brüllte:" Dean! Sie ist weg!" Sofort stand Cas hinter mir und Dean kam auch angerannt. Ich ging nach draußen und checkte die Lage. "Niemand hier.", stellte ich verärgert fest. "Jemand muss sie entführt haben. Allein würde sie ohne die Krücken wohl nicht weit kommen. ", stellte Dean fest. "Niemand war hier... ", sagte Castiel langsam. Ich sah ihn fragend an. " Niemand außer sie war hier. Das kann ich spüren. Sie war allein." "Aber wie?!", fragte Dean fassungslos. "Ich weiß es nicht. Ihr fahrt am besten mit dem Wagen und sucht sie an der Straße. Ich suche die Gegend hier ab." Dean nickte und wir liefen zum Auto.
Zurück bei Max
Ich hatte mich erholt und rannte weiter und weiter. Gott sei dank war ich immer sportlich gewesen. Meine Kondition hatte, trotz des ganzen rumliegens und nichts tuns, nicht gelitten. Ich rannte was das Zeug hielt, bis ich hinter mir ein Auto näherkommen hörte. Ich bog scharf ab und warf mich hinter ein Gebüsch das am Straßenrand wuchs. Das Auto erschien. Es war der Wagen von Dean und Sam. Der Motor brummte und ich konnte ihre Stimmen durch das geöffnete Fenster hören als sie kurz vor meinem Versteck anhielten. Ich hielt die Luft nach und lauschte. "Sie kann doch nicht so weit gekommen sein!", sagte Dean verärgert. "Wieso musste sie denn auch abhauen?!", fluchte er weiter. Sam versuchte ihn zu beruhigen und sagte:" Wir fahren jetzt in die nächste Stadt. Vielleicht hat sie jemand bis dahin mitgenommen." Dean murrte noch ein wenig vor sich hin gab aber trotzdem Gas und fuhr in Richtung Stadt. Ich wartete noch eine Minute im Gebüsch. Meine Herz trommelte in meiner Brust und ich versuchte mich zu beruhigen. Langsam kam ich hoch und schaute die Straße entlang. Niemand war zu sehen. Erleichtert atmete ich aus. Ich sah mich noch einmal um und trat dann wieder auf die Straße. Jetzt hatte ich ein Problem. Sollte ich weiter in Richtung Stadt gehen, wo sich nun auch die Jungs rumtrieben oder sollte ich kehrt machen und ins ungewisse gehen. Ich entschied mich für das erste. Es war vielleicht nicht die beste Lösung aber ich wollte auch nicht draußen im Wald schlafen müssen, wo mich wahrscheinlich dieser wahnsinnige Engel finden würde und glaubt mir, das war das letzte was ich wollte. Also machte ich mich auf die Socken und lief die letzten 2 Kilometer zur Stadt.
Als ich endlich da war, wurde es schon dunkel. Ich musste ein Motel zum Übernachten finden und am besten das wo nicht gerade Damit und Dean ihr Unwesen trieben. Nach langem Suchen endschied ich mich für ein kleines Zimmer über einem Blumenladen. Ich wollte auf ein Motel verzichten, da würden die Jungs wohl als erstes Suchen, wenn wir nicht sogar im gleichen Motel übernachten würden, hier gab es schließlich nicht viel Auswahl. Ich stattete dem Geldautomaten einen Besuch ab und drückte der netten alten Dame, die das Zimmer vermietete, 100$ in die Hand. Sie war ganz überrascht, weil ich eigentlich nur 50$ hätte bezahlen müssen aber sie war so nett, da wollte ich nicht knauserig sein. Sie kochte mir sogar Tee und gab mir einige ihrer Kopfschmerztabletten. (Die konnte nur zu gut gebrauchen.) Nachdem sie mir eine gute Nacht gewünscht hatte verließ sie den Raum. Ich sah mich um. Hier war es eigentlich ganz schön und die Vermieterin war nett. Hier könnte man bleiben, zumindest für den Anfang. Aber das ging ja nicht, denn ein paar Irre und ihr Attentatengel waren hinter mir her. Ich vermisste mein normales Leben sehr und das wurde mir jetzt erst richtig klar. Ich setzte mich auf das Bett und schaute aus dem kleinen Fenster ,das zur Straße zeigte. Draußen war es inzwischen dunkel geworden und die Straße wurde von den Laternen erleuchtet. Die Bäume wiegten sich sanft hin und her, als einige Blätter von den Ästen fielen. Es wurde langsam Herbst. Ich seufzte und lehnte mich zurück. Ich starrte an die Decke und dachte über meine nächsten Schritte nach. Ich war müde und ich versuchte die Augen aufzuhalten aber das gelang mir nicht sehr lange. Mir fielen die Augen zu und ich glitt hinüber in die Schattenwelt.
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uralte Rache (Supernatural FanFiction)
FanfictionMax weiß das sie anders ist. Doch das sie so anders ist, hätte sie nicht gedacht. Sie ist halb Dämon und halb Engel und im Himmel sowas wie der Staatsfeind Nummer 1 . Außerdem ist da noch dieses uralte Wesen das in ihren Träumen zu ihr spricht...
