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Es war das merkwüdigste Gefühl das ich je gehabt hatte. Mein Körper bewegte sich ohne das ich es wollte. Lucifer plapperte vor sich hin und schlenderte den Zellengang entlang. Die anderen Gefangenen standen alle mit dem Gesicht an die Gitterstäbe gedrückt da und beobachteten mich/Lucifer gebannt. Einige Hilferufe wurden laut. "Hey, Hey du! Hilf mir, lass mich raus. ", rief ein Engel in der Zelle neben mir. Mein Kopf drehte sich zur Seite und Lucifer schnippte mit den Fingern. Dem Engel brach das Genick und er fiel tot um. Ich quietschte erschrocken. "Lass das!", brüllte ich. Meine ein Echo hallte mir entgegen. Niemand konnte mich hören. Ich ließ die Schultern sinken. Warte was? Schnell sah ich nach unten. Ich konnte meinen Körper sehen. Langsam bewegte ich die Finger. Okay das war seltsam. Ich war in meinem eigenen Kopf gefangen. Ich lief als Miniaturversion meiner selbst in meinem Kopf herum und konnte alles sehen und hören was Lucifer durch meinen Körper sah und hörte. Langsam drehte ich mich um mich selbst. Um mich herum tauchte ein Zimmer auf. Es war das Schlafzimmer in meiner alten Wohnung. Ich betrachtete die Tür. Ob ich sie öffnen kann? Langsam trat ich zur Tür und drückte die Klinke hinunter. Die Tür schwang auf und ich konnte in den Flur meiner Wohnung sehen. Angesichts meiner Lage war dies hier nur ein schwacher Trost aber naja, besser als gar nichts. Langsam wanderte ich durch die Wohnung, am Rand meines Bewusstseins hörte ich Stimmen schreien und Explosionen den Boden erschüttern aber ich ignorierte es so gut wie möglich und sah mich weiter in meiner Wohnung um. Als mein Magen sich zusammen krampfte, fiel mir ein, dass ich seit ungefähr 5 Tagen nichts gegessen hatte, 5 TAGE. Ohne Umwege lief ich in die Küche und riss den Kühlschrank auf. Zu meiner Befriedigung war dieser randvoll mit Essen gefüllt. Ich ließ meinen Blick über die ganzen Speisen wandern und entschied mich für einen Waldmeister Pudding. Okay 5 Waldmeister Puddings. Gerade als ich mich auf das Sofa fallen lassen wollte, durchzuckte ein scharfer Schmerz meine Linke Wade. Ich schrie auf und sah auf mein Bein hinab. Ein riesiges Stück Holz steckte darin. Ich konzentrierte mich auf meine Umgebung, also meine echte Umgebung. Lucifer war anscheinend aus dem Himmel entkommen. Er stand auf einem Spielplatz, umzingelt von Feinden. Das Klettergerüst war total zertrümmert, was den Splitter in meinem Bein erklären würde. "Was machst du denn du Idiot!? ", brüllte ich. Lucifer verzog sein Gesicht zu einem Lächeln, antwortete aber nicht. Ich versuchte einen Überblick über die Lage zu bekommen. Lucifer stand in einer Sandkiste. Um ihn herum standen ca. 20 Personen, wahrscheinlich Engel. Die Situation schien aussichtslos zu sein. Es sei denn ich half Lucifer. Er war stark, aber ich war stärker. Er konnte sich nur die Engelsmagie zu nutze machen, während ich eine dämonische Seite an mir hatte, die noch weit mehr konnte als er. "Lass mich das machen. ",rief ich ihm zu. Er zuckte verärgert mit dem Kopf. Ich rollte genervt mit den Augen und rief erneut:" Du schaffst das nie im Leben. Lass mich dir helfen. " Ein eigentümliches Gefühl überfiel mich und ich konnte spüren wie die Kontrolle über meinen Körper wieder zurück kam. Lucifer zog sich zurück! Als ich einen Freudensprung machte, sahen die Engel um mich herum sich verwirrt an. Einer machte Anstalten mich anzugreifen und ich wurde sofort ernst. Er ging langsam auf mich zu. Ich verengte meine Augen zu Schlitzen und ließ in meiner Hand einen schwarzen Feuerball erscheinen. Das Feuer in meiner Hand war nicht heiß, doch es strotzte vor Kraft und Magie. Als der Engel auf mich zu lief, schleuderte ich ihm den Feuerball entgegen. Der Ball traf ihn in den Bauch und brach hinter wieder heraus. Mit einem ersticken Laut fiel er um. Der Feuerball kam zurück geflogen und ich fing ihn auf. "Na noch jemand? ", fragte ich lächelnd. Zwei weitere rückten vor. Ich erschuf einen zweiten Feuerball und warf. Die beiden fielen um, jeweils mit einem riesigen Loch im Körper. Die Bälle schossen zurück in meine Hand und ich ließ sie verschwinden. "Ich gebe euch eine letzte Chance. Geht jetzt und euch wird nichts geschehen. Ich will niemanden mehr verletzen aber wenn ihr mich angreift habe ich keine andere Wahl." Ein paar traten wenige Schritte zurück. Andere standen unsicher auf der Stelle herum. Das war der perfekte Moment. Ich konzentrierte mich auf einen Ort den ich kannte und schloss meine Augen. Der Wald in der Nähe meiner Heimatstadt, war der Ort zu dem ich wollte. Als ich meine Augen wieder öffnete war ich auch schon da. Dieses Reisen hatte schon seine Vorteile. "Nicht reisen sondern fliegen!", sagte eine genervte Stimme in meinem Kopf. Ich zuckte zusammen und fragte in die Stille des Waldes hinein:"Was?" Ein seufzen ertönte und Lucifer begann zu reden. Es war merkwürdig mit jemandem zu reden der in deinem Kopf war, andere Leute würden wahrscheinlich denken das ich verrückt wäre aber ich war ja allein also konnte ich so laut mit der stimme in meinem Kopf reden wie ich wollte. "Du bist halb Engel, du kannst fliegen. Selbst wenn es nicht so wie ein Vogel aber es ist praktisch wenn man mal schnell verschwinden muss." Ich nickte und mir wurde bewusst das er das überhaupt nicht sehen konnte, also murmelte ich eine kurze Antwort und sah mich dann um. Ich stand auf einer Lichtung, die mir sehr bekannt vorkam. Hier war ich als Kind und auch als Teenager immer hergekommen. Ich war hier im Sand Ridge State Forest in der Nähe meiner Heimatstadt Forest City. Mein Blick wanderte über die Lichtung und Erinnerungen durchfluteten meinen Kopf. Erinnerungen wie ich allein auf der Lichtung saß und mein lieblings Buch las, meine Hausaufgaben machte oder einfach nur im Gras lag. Ich lächelte glücklich, als ich an meine mehr oder weniger unbeschwerte Kindheit dachte. Doch eine nervige Stimme, die aus meinem Kopf kam, unterbrach diesen schönen Moment.

uralte Rache (Supernatural FanFiction)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt