5.

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Das war sooo peinlich. Ich lief die Flure entlang und schlug die Tür meines Zimmers hinter mir zu. Woher wusste er meine BH Größe?! Ich meine, Hallo?! Was ist falsch mit diesem Kerl? Ich sah an mir hinunter. So konnte ich nicht ins Bett gehen. Also runter mit den Sachen. Ich zog alles bis auf meine Unterwäsche aus und ging zur Komode. Ich zog die erste Schublade auf. Darin fand ich ein riesiges Holzfällerhemd. Es war rot-braun kariert und einfach nur hässlich. Doch ich fror in meiner Unterwäsche und die Decke war auch nicht gerade dick, also Aussehen hin oder her, ich musste dieses scheußliche Ding wohl anziehen. Das Hemd ging mir bis knapp über die Knie. Ich warf mich aufs Bett in Gedanken immer noch grübelnd. Ich war immer noch ein wenig hysterisch wegen der BH Sache, aber ich war zu müde um mich weiter auf zu regen.

Ich wurde wach weil, na ja eigentlich wusste ich auch nicht warum ich so früh am Morgen wach geworden war, doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Ich drehte mich genervt um und versuchte weiter zu schlafen, doch das wollte einfach nicht funktionieren. Also setzte ich mich und rieb mir die Augen. Ich strich mir die Haare aus dem Gesicht, welche übrigens in alle Richtungen abstanden. Ich schaute auf und schrie erschrocken auf. Castiel stand in der Ecke des Zimmers und starrte mich an. "Was zur Hölle machst du hier?! RAUS UND ZWAR SOFORT!", schrie ich. Er sah mich irritiert an und verschwand. Langsam hatte ich die Nase voll. Ich meine der Typ weiß meine Körbchengröße und beobachtet mich beim schlafen. Wenn das nicht gruselig war, dann weiß ich auch nicht. Ich fuhr mir aufgebracht durchs Haar. Ich musste mich erstmal umziehen, so konnte ich schließlich nicht vor drei Männer treten die ich nicht mal kannte. Also ging ich zur Komode rüber und zog die Schubladen nacheinander auf. Ich inspizierte den Ihnhalt und entschied mich am Ende für ein ziemlich großes Hemd und eine Armeehose die ich darin fand. Unterwäsche fand ich leider keine. Als ich fertig angezogen war, suchte ich den Raum in dem ich gestern die drei Männer angetroffen hatte, doch ich fand ihn nicht. Ich irrte durch die Gänge und landete schließlich in einer Sackgasse. Ich sah mir die Türschilder an und entdeckte die Bibliothek. Neugierig öffnete ich die Tür einen Spalt breit. Der Raum war dunkel also suchte ich nach einem Lichtschalter. Ohne lange suchen zu müssen, fand ich ihn und schaltete das Licht ein. Der Raum war riesig und die Regale reichten fast bis an die Decke.  Ich liebte lesen, also lief ich die Regale entlang und hielt nach einem guten Buch ausschau. Doch ich fand nur alte Dokumente, Bücher und Aufzeichnungen in denen es sich immer um irgendwelche Sagengestalten und Monster handelte. Enttäuscht verließ ich den Raum wieder. Mit neuem Mut machte ich mich auf die Suche nach den Männern. Ich wollte so tun als ob ich ihnen vertraute und dann im nächst besten Moment fliehen. Als ich um die Ecke bog stand Castiel auf einmal vor mir. Ich sprang erschrocken zurück. "Was machst du hier?", fragte er mit seiner merkwürdig emotionlosen Stimme. " Ich hab euch gesucht. Was sollte ich denn sonst machen?", fragte ich genervt. Er zog verwirrt die Stirn kraus. " Ich weiß nicht. Doch das ist jetzt nicht von Belang. Die Jungs haben dir neue Klamotten gekauft. Ich soll dich holen damit du sie anprobieren kannst." Ich sah ihn fassungslos an und sagte ungläublig:" Ich dachte das Gestern war nur ein Witz von Dean. Haben die mir jetzt wirklich neue Sachen gekauft?!" Cas ignorierte meine Frage und ging vor. Ich folgte ihm, immer noch ein wenig verwirrt. Er führte mich in den Raum in dem ich gestern schon mit den Männern geredet hatte. " Ah da bist du ja, süße.", begrüßte Dean mich mit einer verdächtigen Vorfreude in der Stimme. Ich sah ihn misstrauisch an und sagte nur:" Hallo." Er war wohl nicht mehr wütend weil ich seinen Stolz verletzt hatte. Ich machte mir nichts weiter daraus und konzentrierte mich auf das was jetzt gerade war. "Habt ihr mir wirklich neue Sachen gekauft?", fragte ich vorsichtig. "Ja, wir waren vorher noch bei deiner Wohnung aber deine alten Klamotten sind alle verbrannt.", sagte Sam. " Hier, du kannst sie gleich mal anprobieren." , sagte Dean und reichte mir drei riesige Tüten. "Du kannst dich dahinter umziehen, wir wollen deine neuen Sachen schließlich auch bewundern.", fügte Dean frech grinsend hinzu. Ich hatte gar kein gutes Gefühl dabei aber ich verschwand hinter den Regalen und machte mich daran den Inhalt der drei Tüten zu inspizieren. Ich fand in der ersten Tüte Unterwäsche. Sie war viel zu aufreizend und selber hätte mir niemals so etwas gekauft aber in der Not frisst der Teufel Fliegen, dachte ich und zog den ersten BH an. Er war dunkelrot und hatte viel Spitze. In der Mitte war eine kleine Schleife. Das "Höschen" wie man es auch immer nannte, war ein halb durchsichtiges Stück Stoff. " Das kann ich doch nicht anziehen?!", rief ich empört hinter den Regalen hervor. "Na das muss ich erst sehen um das beurteilen zu können.", kicherte Dean und ich hörte Schritte näher kommen. "Wag es ja nicht..!", knurrte ich drohend, doch er ließ sich nicht abhalten und lugte hinter das Regal. Ich verdeckte den peinlichen Fummel so gut es ging aber es half nichts. "Sieht doch heiß aus, oder was meinst du Cas?", rief Dean über seine Schulter. Cas beamte sich neben Dean und fragte:"Was hast du gesagt?" Ich hatte mich bereits hinter den Kartons versteckt und sah Dean böse an. "Ob sie heiß aussieht?", sagte Dean nochmal. "Das kann ich nicht beurteilen.", sagte Cas. Dean verdrehte die Augen und verschwand wieder. Der Engel blieb noch ein paar Augenblicke verwirrt stehen, dann verschwand er ebenfalls. Ich kam hinter den Kartons hervor und befreite mich von dem Fummel. Ich mochte ihn zwar nicht aber ich brauchte nun mal Klamotten. Seufzend griff ich erneut in die Tüte. Noch so ein Teil, dachte ich frustriert und sah den BH missmutig an. Ich probierte ihn und auch die ganze andere Unterwäsche an. Alles passte, es war zwar nicht gerade mein Geschmack aber naja. Ich schob die Tüte mit der Unterwäsche weg und widmete mich nun den Hosen und oberteilen. Wieder waren viele Sachen dabei die ziemlich freizügig waren aber sie waren nicht ganz so schrecklich wie die Unterwäsche. Einige Teile gefielen mir sogar ganz gut aber ich vermisste jetzt schon meine alten Klamotten. Ich packte alles zusammen. Ich stutzte, warum war es eigentlich so ruhig hier. Ich hatte gleich etwas von den neuen Klamotten angelassen und guckte hinter dem Regal hervor. Sam lag auf den Sofa und schlief. Dean war mit dem Kopf auf dem Tisch eingeschlafen. Ich nahm mir die Tüten und schlich durch das Zimmer. Auf dem Weg in mein Zimmer fing ich an zu summen. Wo war eigentlich mein Handy? Im Zimmer angekommen wühlte ich meine alten Klamotten heraus und griff in meine Hosentasche. Gott sei dank, es war noch da. Ich grinste zufrieden. Ich gab meinen Pin ein und machte Musik an. Es war zwar nicht gerade laut aber zum mitsingen reichte es. Ich sang laut mit und entspannte mich, wobei ich darauf achtete nichts in die Luft gehen zu lassen. Das ging ungefähr eine Stunde so weiter, bis mein Akku leer war um genau zu sein. Ich stieg vom Bett, auf dem ich die ganze Zeit herum gesprungen war und streckte mich auf dem kühlen Boden aus. Die Entspannung hatte ich gebraucht. Ich lächelte. Ich wusste nicht mal warum ich so glücklich war aber das war mir auch egal. Nach 5 Minuten rappelte ich mich auf. Ich wollte nach einem Ladekabel fragen und wo ich hier duschen gehen konnte, also ging ich aus dem Zimmer und machte mich auf den Weg zu Sam und Dean. Im Wohnzimmer oder was auch immer das hier für ein Raum war, fand ich die beiden diskutierend  vor. "Wir können doch jetzt nicht einfach gehen! Was ist wenn sie ab haut?!", fragte Sam aufgebracht. "Wir hocken hier und machen NICHTS. Wir können wohl einen einzigen Job machen. Nur einen bitteee.", quengelte Dean verzweifelt. Sam rollte mit den Augen und erwiderte genervt:" Und wer passt auf sie auf?" "Das kann Cas doch machen. Der macht das bestimmt.", sagte Dran zuversichtlich. Da platzte ich rein. " Ihr wollt mich hier mit diesem Irren allein lassen ?! Niemals!", rief ich entschlossen. Die beiden sahen mich überrascht an. "Was machst du denn hier?",fragte Sam. "Ich wollte nach nem Ladekabel fragen und wollte wissen wo ich hier duschen kann. Denn das hab ich echt dringend mal nötig.", antwortete ich. " 1. Cas ist kein Irrer sondern ein Engel. 2. Sam hat bestimmt ein Ladekabel und 3. Ja du kannst duschen gehen, ich werde dir das Bad nachher zeigen.", zählte Dean auf. Ich sah ihn zweifelnd an und fragte:"Cas oder wie auch immer er heißt, soll ein Engel sein?! Wohl eher ein gruseliger Stalker!" Ich stemmte die Hände in die Hüften und sah die beiden herausfordern an. Ich hörte ein Geräusch dicht hinter mir und fuhr herum. Cas stand direkt hinter mir und starrte mich an. "Seht ihr was ich meine?!", rief ich. Sam kicherte. "Was ist los?", fragte Cas. Kannst du auf die da aufpassen während wir einen Job in Pennsylvania erledigen? Wir sind so ca. 4-5 Tage weg.", erklärte Dean. "Ich denke ich könnte das tun.", sagte Castiel. "Gut. Danke Cas.", grinste Dean. "Warte, waaas?", Ich will nicht mit ihm hierbleiben. Er ist gruselig." Ich trat ein Stück von Cas zurück. Er sah mich komisch an. Was dann passierte war ziemlich komisch. Er richtete sich auf und der Raum verdunkelte sich. Seine Augen begannen zu leuchten und er sagte donnernd:" Ich bin ein Engel des Herrn. Du solltest deine Zunge hüten und mir mehr Respekt zollen." Ich zog meinen Kopf ein und stolperte ein paar Schritte zurück. Ich rannte in Sam hinein. Er fing mich auf und stellte mich wieder hin. "Ist okay Cas. Sie wird in Zukunft mehr Respekt zeigen.", sagte Sam und Dean stimmte ihm zu. Cas nickte knapp und löste sich in Luft auf. "Pass auf was du sagst. Er kann ein erbitterter Feind sein aber auch ein guter Freund." erklärte Sam warnend. Ich nickte stumm. Nachdem ich mich beruhigt hatte fragte ich spontan:"Seid ihr ein Paar?" Die beiden sahen mich entsetzt an und antworteten gleichzeitig:" Wir sind Brüder!" "Oh, ach so...", sagte ich peinlich berührt. " Wir müssen los. Sei brav und fang bloß keinen Streit mit Castiel an!" , wies Dean mich an. Sam reichte mir ein Ladekabel und beschrieb mir den Weg zum Bad. Ich bedankte mich und verabschiedete mich als sie gingen. Die Brüder waren verschwunden und ich alleine.

uralte Rache (Supernatural FanFiction)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt