22.

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Ich drehte den Kopf zur Seite und sah Castiel im Rahmen stehen. Er verschwand sofort. Vielleicht hatte ich mir das ja auch nur eingebildet. Leise summte ich weiter, bis mir die Augen zu fielen und alles schwarz wurde.

Ich wurde von einer lauten Stimme geweckt. "Steh auf!" Ich zeigte keine Reaktion und blieb einfach liegen. Ohne Vorwarnung trat mir jemand in die Seite. Ich keuchte überrascht auf und rollte mich zusammen. Abariel zog mich an den Haaren hoch und schaute mir in die Augen. "Tu gefälligst was man dir sagt!", brüllte er. Ich schnaubte nur verächtlich. Die Strafe dafür folgte promt. Er schlug mir mit voller Wucht ins Gesicht. Sternchen tanzten vor meinen Augen und Abariels Gesicht war merkwürdig verschwommen. Ich weiß nicht wie ich es gemacht hatte aber was ich dann tat, war verrückt. Als Abariel mir in Gesicht schlug, weckte er etwas in mir. Tief in meinem Kopf hörte ich jemanden wispern. Es war die Schlange. "Los tu es! Er hat es verdient!", flüsterte sie in meinen Gedanken. Ohne das ich wusste was ich tat, holte ich tief Luft und sandte einen Kraftstoß aus. Abariel flog gegen die Wand und fluchte überrascht. Mein Herzschlag beschleunigte sich, der Hass kochte in mir und meine Augen wurden schwarz. Ich brüllte und sprang auf ihn zu. Ehe er sich wieder aufrappeln konnte, landete ich auf ihm und schlug auf ihn ein. Er versuchte sich zu befreien aber sein Körper war wie festgeklebt. Hinter mir stürzten andere Engel in den Raum. Sie packten mich von hinten,  doch mit einem Wink meiner blutverschmierten Hand landeten sie unsanft am anderen Ende des Raumes. Ich kehrte ihnen den Rücken zu und bearbeitete Abariel weiter. Sein Gesicht sah mittlerweile aus wie ein Fleischklumpen. Als er sich nicht mehr bewegte, drehte ich mich um und grinste wahnsinnig. "Wer will als nächster?", rief ich herausfordernd. Einer traute sich und lief los. Großer Fehler. Noch im Lauf zersprang er in tausend Fetzen. Ich seufzte und sagte:"Er war ein Held meine lieben Freunde. Aber wisst ihr was mit Helden passiert?  Sie sterben!  Also wer will auch ein Held sein?" Diesmal trat Niemand vor. Allesamt wichen sie zurück. Doch bevor sie den Ausgang erreichten, waren sie schon Asche. Ich kicherte hämisch. Plötzlich tauchte Castiel in der Tür auf. "Max! ", rief er. Ich sah ihn an und ein kleiner Teil meines Herzens konnte ihn nicht töten.  So wie er da stand. Die Haare zerzaust, die wunderschönen blauen Augen weit aufgerissen. Seine vollen Lippen formten meinen Namen. Ehe ich es mir versah, was er bei mir und schickte mich in die Dunkelheit.

Erneut erwachte ich in der kleinen Zelle. Diesmal waren meine Wunden nicht geheilt. Als ich mich aufrichtete, fuhr ein Schmerz durch meine linke Hand. Als ich sie ansah, stockte mir der Atem. Das Gelenk war lila und angeschwollen. "So ein Mist!" , fluchte ich verzweifelt. Ich lehnte mich gegen die Wand und versuchte ruhig zu atmen. Der Schmerz rollte in Wellen über meinen ganzen Körper und ich Rang nach Luft. Mein rechtes Auge war geschwollen und mein ganzer Körper von Schnitten übersät. "Na,  wie geht es uns denn heute? ", fragte eine Stimme belustigt. Ich stöhnte und sagte gereizt:" Bitte halt einfach deinen Mund!" Lucifer stand an die Wand gelehnt da und grinste höhnisch. "Und hast du deine Meinung geändert?", fragte er mit Unschuldsmiene. Ich sah ihn an. Er sah mich fragend an wartete. "I ich ich kann das nicht. " "Also willst du lieber bis zur nächsten Folterstunde warten?", fragte er eindringlich. Erinnerungen blitzten vor meinem inneren Auge auf. Abariel stand vor mir und schlug mich, zerschnitt meine Haut und quälte mich bis hin zur Ohnmacht. "ich... ",stotterte ich. Lucifer sah mich immer noch erwartungsvoll an. "Okay. " Er erstarrte und fragte:" Ist das ein Ja?" Ich blickte ihn an und sagte, diesmal mit festerer Stimme:"Ja."
Lucifer begann zu leuchten. Ein Schrei hallte durch den Gang und ein weißer Nebel waberte durch die Gitter meiner Zelle. Ich schrak zurück als der Nebel immer näher kam. Was hatte ich mir nur dabei gedacht?!  Doch es war zu spät. Der Nebel schwebte vor meinem Gesicht und ehe ich es mir versah, drang er in meinen Mund ein. Ich brüllte und versuchte den Mund zu schließen aber keine Chance. Ich fiel auf die Knie. Der Nebel brannte. Er kratzte in meiner Lunge und brannte in meinen Gedärmen. Plötzlich hörte der Strom auf und ich fühlte eine Aura. Sie war stark und pulsierend und pechschwarz. Ohne das ich es wollte, richtete ich mich auf und bewegte die Finger. "Ahh tut das gut endlich wieder eine richtige Hülle zu haben. Eine starke Hülle. Dieses Gefühl hatte ich seit Sam Winchester nicht mehr und all diese schwachen unbrauchbaren Hüllen man die waren echt der Horror.", sagte ich, nein es war nicht ich. Jemand sprach mit meiner Stimme ohne das ich die Kontrolle darüber hatte. "HALLOOO!", brüllte ich, doch es klang merkwürdig als ob ich irgendwo drinnen gefangen wäre und meine Stimme an den Wänden abprallt. Als ich rief,  reagierte mein Körper nicht, er machte keinen Mucks. "Versuch es gar nicht erst Max. Es hat keinen Sinn! ", hörte ich meine eigene Stimme zu mir sagen. "Ich bin jetzt der Herr über deinen Körper und ehe du es dir versiehst sind wir hier beide raus. Genau wie ich es dir versprochen habe." Ich konnte nicht glauben was hier gerade passierte. "Wenn wir draußen sind, lässt du mich dann gehen bzw. verschwindest du dann wieder aus meinem Körper?", fragte ich argwöhnisch. Mein Gesicht verzog sich zu einem hinterhältigen Grinsen, doch Lucifer sagte nichts. Mit einem Knall zersprangen die Gitterstäbe und ich/Lucifer trat aus der Zelle.

uralte Rache (Supernatural FanFiction)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt