10.

534 21 6
                                        

Ich stellte die Salatschüssel auf den Tisch und stellte Teller und Besteck dazu. Ich sah Crowley fragend an. "Nein, ich esse nicht. Aber danke.", antwortet er höflich. Ich mochte ihn nicht sonderlich. Er war ein ziemlicher Schleimer. Ich setzte mich und füllte mir auf. Sam griff beherzt zu. Für ihn war es genau das richtige. Nur Dean saß da und schmollte. Ich sah ihn auffordernd an. Er seufzte und griff nach der Schüssel. Ich grinste zufrieden und begann zu futtern. Sam und ich waren schon fertig da sahen wir etwas sehr verstörendes. Dean hatte sich die komplette Salatschüssel geschnappt und aß alles auf, bis zum letzten Salatblatt. "Dean?!", fragte Sam ungläubig. Dean sah auf und nuschelte mit vollem Mund:"Wasch denn. Isch bescher alsch ich dachte." Beim reden flog ihm der halbe Salat aus dem Mund. "Halt die Klappe und iss auf." , kicherte ich. Sam und Dean wuschen ab. Ich fletzte mich aufs Sofa und entspannte mich. Crowley und Cas beobachteten mich. Ich verdrehte die Augen und sagte:" Ihr könnt mich ruhig ansprechen. Ich beiße nicht!" "Das sah gestern aber anders aus.", witzelte Crowley. Ich starrte ihn böse an. "Das hast du eindeutig von deinem Vater geerbt.", sagte Crowley zu sich selbst. "Was?", fragte ich verwirrt. "Äh nichts. Willst du denn nicht langsam schlafen gehen?", lenkte er ab. Ich sah ihn misstrauisch an. "Ich kann nicht schlafen, zumindest nicht ohne irgendwen zu verletzen. Außerdem habe ich genug von diesem Alptraum. Ich schaff das schon. Ich brauche keinen Schlaf.", sagte ich mehr oder weniger überzeugt. "Das geht nicht!", sagte Cas bestimmt. "Frag Sam, der hat da seine Erfahrung." , mischte Dean sich ein. "Kannst du ihr helfen Cas?", fragte Sam. Cas schüttelte den Kopf. "Na dann musst du wohl festgeschnallt auf einer Liege pennen." Ich sah ihn ungläubig an und sagte:" Das ist doch nicht dein ernst?!" Dean grinste. "Doch." Und ehe ich es mir versah hatte Cas mich ausgenockt.
Ich glaube meine Träume muss ich nicht allzu genau beschreiben. Ihr könnt es euch ja vorstellen. Es war alles andere als schön, jede Nacht in seinen Träumen zu ertrinken und bei lebendigem leibe gefressen zu werden. Ich wachte auf. Meine Sachen waren schweißnass und ich lag nicht mehr auf der Liege sondern auf dem Boden. Stöhnend rappelte ich mich auf und schleppte mich zur Tür. Sie war abgeschlossen. Hinter mir zischte es. Ich drehte mich entsetzt um. Die Schlange lauerte hinter mir. Der halbe Raum war mit ihren glänzenden Windungen gefüllt. Die Haut schimmerte im sanften Licht. Ich keuchte auf. "Bleib weg von mir!" , schrie ich verzweifelt. Die Schlange ignorierte mein Geschrei und kam langsam näher. Ich stürzte zur Tür. Ich riss sie aus den Angeln. Meine Kraft ging wieder mit mir durch. Ich rannte um mein Leben, doch die Schlange war schneller. Sie holte mich ein. Im laufen schoss ich Energiebälle auf sie ab. Keine Ahnung wie ich das machte aber es schien zu wirken. Die Schlange fiel immer mehr zurück. Ich wollte schon erleichtert aufatmen, da startete das Monster einen Überraschungsangriff. Es schoss auf mich zu und riss mir die Beine weg. Ich knallte hart auf den Rücken, mir blieb die Luft weg. Bei dem Versuch auf zustehen, schleuderte die Schlange mich wieder zu Boden. Ich lag auf dem Rücken, mein Instinkt übernahm und die Kontrolle entglitt mir. Was ich genau machte weiß in nicht aber ich stieß einen lauten Schrei aus. Ich brüllte Worte die ich nicht kannte und ehe ich es mir versah, flog der ganze Raum in die Luft.

Ich schrak hoch. Mein Körper schmerzte. Ich lag auf der Liege. Als ich den Kopf hob, explodierte mein Körper vor Schmerzen. Ich keuchte auf. Entsetzt starrte ich meinen Körper an. Meine Haut war übersät mit Blutergüssen und aufgeschürften Stellen. Ich war total dreckig und verschwitzt. Zu meiner Überraschung war ich nicht festgeschnallt. Ich setzte mich auf, und rutschte von der Liege. Doch als ich den Boden berührt hatte, brach ich sofort zusammen. Mein Fuß tat höllisch weh, ich besah ihn mir genauer. Mein Knöchel war total zu geschwollen. Ich fluchte und rappelte ich auf. Ich unterdrückte einen Schmerzensschrei und lief weiter. Bei den anderen angekommen sank ich auf dem Boden zusammen und verlor das Bewusstsein. Ich wachte auf als jemand mir einen Schwall kaltes Wasser ins Gesicht kippte. Ich fuhr hoch und sah die besorgten Gesichter von 4 Menschen. Cas, Dean, Sam und Crowley standen vor dem Sofa und starrten mich alle an. Ich wollte mich aufsetzen, doch ich brachte nur ein Stöhnen heraus und sank zurück in das Kissen das mir jemand unter den Kopf geschoben hatte. "Was war los?", krächzte ich, meine Stimme klang rau und quietschig. Die Männer sahen sich an. Schließlich räusperte sich Sam:" Ähm naja es ist so, du hattest wieder deinen Ausbruch aber schlimmer als vorher. Du hast einen ganzen Flur zum einstürzen gebracht. Du hast dabei auch ziemlich was abgekriegt und das Problem ist, dass Cas dich nicht heilen kann und dein eigener Körper nicht die Kraft dazu hat." Ich starrte an meinem Körper herunter. Was ich sah schockte mich. Ich glaube mein Fuß war gebrochen oder so. Überall Verbände. "Was zur Hölle?!" , brachte ich heraus. "Ja, das haben wir uns auch gedacht als du über uns her gefallen bist wie eine Irre...", bemerkte Dean. Ich starrte ihn böse an und blaffte:" Ich kann nichts dafür, das weißt du ganz genau!" Er hob entschuldigend die Hände. Ich würde ihm am liebsten eine rein hauen, dachte ich wütend. Stattdessen fragte ich einigermaßen freundlich, ob mir jemand mein Handy und die Kopfhörer holen könnte. Wenn mich jetzt etwas beruhigen könnte, dann Musik. Cas war innerhalb weniger Sekunden zurück und reichte mir die Sachen. Ich lächelte schwach und sagte:" Dankeschön." Cas starrte mich mit schief gelegtem Kopf seltsam an und ging dann weg. Ich schüttelte den Kopf und brachte ein schmales lächeln zustande. Er war ja schon irgendwie niedlich. Ich ließ mich seufzend in die Kissen sinken uns setzte die Kopfhörer auf. Als ich die Musik angestellt hatte, driftete ich ab und schlief ein. In meinen Träumen schwebte ich durch schwarzen Nebel, keine Schlangenmonster die mich fressen wollten. Ich hatte keine Ahnung wie lange ich geschlafen hatte aber ich hatte das echt dringend mal nötig gehabt. Ich habe seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr richtig geschlafen. Der Nebel in meinen Träumen lichtete sich und ich blinzelte verschlafen. "Guten Morgen Sonnenschein.", sagte Crowley über mich gebeugt. Ich grinste verschlafen. "Mann, das hatte ich echt nötig.", nuschelte ich während ich mich reckte. Ein fieses Stechen durchzuckte meinen Fuß. Ich stöhnte auf und schlug mir die Hand an die Stirn. "Ich Idiot!" , beschimpfte ich mich selber. Ich hatte vergessen das ich ein kleines Häufchen Elend war. Ich schniefte verzweifelt. "Was soll ich denn machen?" , fragte ich Crowley. Er lächelte mich an und sagte:        " Warten." Ich sah ihn böse an. "Warten?!", fragte ich zweifelnd. Er nickte und ging. Wütend starrte ich auf meinen Körper. Mach schon, werd wieder gesund, befahl ich ihm. Nichts tat sich. Ich seufzte genervt auf und ließ mich in die Kissen sinken.

Die nächsten Tage lag ich nur auf dem Sofa und wurde immer wieder mit dem gleichen besorgten Blick bedacht. Ich sagte genervt zu ihnen, das ich nicht aus Zucker sei und das alles wieder gut werde. Doch sie schienen mir nicht zu glauben. Die Jungs pflegten mich. Cas versuchte jeden Tag etwas mit seiner Magie auszurichten aber es tat sich nichts. Nach ca. 2 Wochen hatte mein Zustand sich noch immer nicht gebessert. Ich versuchte mir zwar einzureden das es mir schon besser gehe aber das stimmte nicht. Als ich am Morgen aufwachte, schmerzte mein ganzer Körper. Jetzt hatte ich schon keine Alpträume mehr, dafür aber einen gebrochenen Fuß und einen zerschundenen Körper. Ich schnappte mir die Krücken die Crowley beschafft hatte und hüpfte ins Badezimmer. Auf Klo gehen und all diese Privaten Dinge machte ich immer noch allein. Ich wollte mir partout nicht helfen lassen. Das wäre viel zu peinlich. Nur weil ich einen gebrochenen Fuß hatte, brauchte ich niemanden der mir beim Baden zuguckt. Mühsam stieg ich in die Badewanne. Das Wasser war schon eingelassen worden und frische Klamotten lagen in der Ecke. Das konnte ich ihnen nicht ausreden. Sie hatten wohl Angst ich könnte mich überanstrengen. Das Wasser war schön heiß und der Schaum schwebte auf dem Wasser. Ich spielte ein wenig damit herum. Ich weiß, kindisch aber ich hatte Schaum schon immer geliebt. Er war so schön fluffig und leicht, wie Wolken. Früher hatte ich mir immer einen Schaumbart gemacht, so wie jedes Kind. Und genau das tat ich jetzt. Ich kicherte als ich mich im Spiegel sah. Genau in diesem Moment kam Sam rein. Er hatte vergessen das ich im Bad war. Das Wasser stand zu hoch um nennenswertes von meinem Körper zu sehen aber wie musste ich aussehen?! Dämlich grinsend mit einem Schaumbart im Gesicht. Er starrte mich an und ich wischte mir schnell den Schaumbart aus dem Gesicht. Ich wurde knallrot. Sam sah mich an und begann laut zu lachen. Er kriegte sich gar nicht wieder ein und verließ dann den Raum. Ich vergrub das Gesicht in meinen Händen. Das war mit Abstand das peinlichste was mir je passiert war. Ich ließ mich bis zur Nasenspitze ins Wasser sinken und hoffte er würde nicht nochmal reinkommen. Das tat er zum Glück auch nicht aber ich hörte ihn noch 30 Minuten später im Wohnzimmer lachen. Nach ungefähr einer Stunde quälte ich mich wieder aus der Wanne. Ich holte mit den weißen Bademantel, zog ihn an und setzte mich auf den Klodeckel. Ich begann meine Haare zu kämmen. Danach griff ich zum Föhn und trocknete meine Haare und flocht sie zu einem Zopf. Als ich aufstand und den Bademantel auszog, entdeckte ich etwas, etwas sehr unangenehmes. Auf dem weißen Bademantel war ein roter Fleck auf der Höhe von... naja ihr wisst schon. Ich starrte entsetzt auf den Fleck. Was sollte ich denn jetzt machen. Ich hatte gar nicht daran gedacht das ich meine Tage bekommen würde. Das Problem galt es jetzt möglichst schnell und nicht peinlich zu lösen.

uralte Rache (Supernatural FanFiction)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt