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Donnerstag, 25. Mai 2016, Miami / Camp

P.o.V   Jake

Mein Herz rutschte mir in die Hose und ich versteifte mich.

Der andere Typ hatte Grace, die zitternd an seine Brust gedrückt war. Er hatte eine Hand auf ihren Mund gepresst und sie hatte verweinte Augen.

Ich presste meinen Kiefer zusammen. "Was willst du, Mace?", knurrte ich.

"Ich will jetzt erstmal, dass du deine verdammte Hand von deiner Knarre wegnimmst, sonst wird deine andere Schulter auch bald von einer Kugel verschönert und du bekommst deine Kleine gar nicht mehr wieder."

Ich blickte kurz zu Grace, die mich flehend ansah und erst jetzt merkte ich, dass der Typ ihre Arme irgendwie komisch verdreht hatte und es sah ziemlich schmerzhaft aus.

Sofort nahm ich meine Hand weg.

"Und jetzt legst du sie bitte vor deine Füße und kickst sie zu mir."

Mich wunderte es, dass Mace keine Waffe hatte, genauso wie der andere Typ.

"Warum soll ich erst meine Hand da wegnehmen und sie dann wieder dranlegen?", fragte ich.

"Mach jetzt einfach!", schautzte er mich an.

"Ganz ruhig, Brauner", murmelte ich.

Ich nahm meine Waffe aus meines Hosenbund und bückte mich langsam zu Boden, um sie abzulegen, doch bevor ich die ablegte, ging ich blitzschnell wieder hoch und zielte die Waffe auf Mace.

Gleichzeitig zückten der andere Typ und Mace ebenfalls eine Waffe.
Der Typ hielt seine Waffe auf an den Kopf von Grace und Mace zielte auf mich.

Grace wimmerte leicht und der Typ verstärkte seinen Griff. "Schnauze, du Hure!"

In mir stieg unendliche Wut auf.

"Leg deine Waffe weg oder deiner Freundin wird der Schädel weggepustet."

Ich bückte mich wieder, doch diesmal legte ich meine Waffe wirklich ab.

Mace nickte dem anderen Kerl zu, der Grace daraufhin losließ.
Sie stolperte auf mich zu und ließ sich in meine Arme fallen. Ich drückte sie fest an mich, damit sie nicht umfiel.
"Es ist alles gut, Kleine", flüsterte ich ihr ins Ohr und gab ihr einen Kuss auf den Kopf, "Halt durch."

Sie blickte zu mir auf und nickte dann zögerlich. Ich wischte ihr eine Träne von der Wange und lächelte ihr aufmunternd zu.

"Genug gekuschelt. Jake, du kommst jetzt mit", sagte Mace.

"Muss das wirklich sein?", fragte ich.

"Ja", sagte der andere.

"Ich hab nicht dich gefragt", schnautzte ich den anderen an, der daraufhin die Augen verdrehte.

"Mein Gott, wie alt bist du? Komm jetzt einfach mit und gut ist", murrte Mace, der anscheinend genervt war.

"Wo wollt ihr mich überhaupt hinbringen?", fragte ich.

Der andere Typ grinste und wollte was sagen, doch Mace kam ihm zuvor. "Dillon, halt deine Fresse. Und es geht dich nen Scheißdreck an, wohin wir gehen und wenn du nicht auch gleich deine Fresse hältst und machst, was ich sage, dann seid ihr beide gleich tot."

Grace zuckte zusammen, als er das sagte.

Ich schloss die Augen und versuchte mir irgendeinen Plan auszudenken, doch mir fiel nichts ein.
Langsam wurde mir klar, in was für einer Situation wir uns befanden.
Und es wäre das schlauste gewesen, jetzt wirklich einfach die Klappe zu halten und Mace zu folgen.

My Own SummerWo Geschichten leben. Entdecke jetzt