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Dienstag, 10. Juli 2016, Florida / Jacksonville

P.o.V.  Jake

"Wir müssen wieder an die Arbeit, Jungs", sagte ich und ging zu dem Schreibtisch, in dem alten Haus, welches mal Kaydens Großeltern gehörte, wo wir uns immer trafen, und ließ meinen Blick über die ganzen Blätter schweifen.

"Hauptsächlich Drohungen", erklärte Paul ohne, dass ich ihn gefragt habe.

Ich nickte. "Das sehe ich. Von wem?"

"Ein paar alte sind von Mace. Die anderen kennen wir nicht."

Ich drehte mich zu ihm um. "Wir kennen die Leute nicht, die uns diese Drohungen geschickt haben?"

Paul schüttelte den Kopf. "Nein, kenn wir nicht. Sie lagen in dem Briefkasten."

Angespannt drehte ich mich wieder zum Schreibtisch. "Woher kennen die unsere Adresse?", murmelte ich zu mir selbst.

Ich laß ein paar Zettel durch, doch es war immer die gleiche Scheiße.
Jemand wollte Geld, wir sollten es ihm besorgen, sonst tötet er uns.
Bla, bla, bla, immer die gleiche Leier.

"Was sind das sonst noch für Briefe?", fragte ich und nahm einem davon in die Hand.

"Rechnungen, Ermahnungen, und so nen scheiß", sagte Caleb, unser Köpfchen in der Gruppe.

Ich stöhnte.

"Wird schon erledigt", sagte er, wofür ich ihm sehr dankbar war.
Er nahm sich den Stapel und verschwand in einem anderen Raum.

"Wir brauchen Geld, Jake. Wir sind bald pleite und dann können wir nichts mehr bezahlen."
Daniel sah mich ernst an.

Ich nickte. "Und an was denkst du?"

"Die Banken in Kingsland sollen angeblich bald komplett pleite gehen. Aber noch ist etwas da."

Ich sah ihn an. "Du willst eine Bank ausrauben?"

Daniel nickte.

"Du weißt schon, dass wir das noch nie gemacht haben, oder? Wir haben darin keinerlei Erfahrung oder geschweige denn das Equipment."

"Du hast vielleicht keine Ahnung vom Ausrauben von Banken. Ich schon. Und die anderen vielleicht auch. Und das Equipment können wir uns von meinem Onkel besorgen."

Ich nickte. "Okay, dann übernehmt ihr das. Ich werde mich dann weiterhin um die Menschen kümmern. Vielleicht bekomm ich irgendwo günstigen Stoff, den wir dann teuer weiterverkaufen können."

Daniel nickte. "Guter Plan. Wir sollten das aber bald machen. Drei Banken wollen in fünf Wochen schließen und die anderen drei schon in drei Wochen."

"Ich würde sagen, dass ihr euch dann gleich auf den Weg macht. Am besten morgen früh, dann seid ihr abends da. Nehmt meinen Wagen, das ist der schnellste."

Ich warf ihm meinen Autoschlüssel zu, den er auffing und einsteckte.
"Sag Kayden, Oliver, Jack, Nick und Francis bescheid. Wer ist der beste Fahrer von uns?", fragte ich in die Runde.

Alle guckten Henry an, der noch relativ neu hier war und noch nie bei einem Überfall oder ähnlichem dabei war.
Er war auch erst 19, doch ich musste selbst zugeben, dass er ganz gut fahren konnte.

Ich nickte Henry zu. "Gut. Du fährst."

Er sah mich mit großen Augen an, doch dann fing er an zu grinsen und nickte. "Gerne."

"Auf dem Highway sind Abends die Ampeln aus und keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Also könnt ihr gas geben. Ich will, dass ihr spätestens zwei Uhr wieder hier seid."

My Own SummerWo Geschichten leben. Entdecke jetzt