Dan|| Immer und immer wieder werfe den Ball gegen die gegenüber liegende Wand. Ich weiß auch nicht genau was mit mir los ist, aber von Lust das Bett zu verlassen und etwas Sinnvolles zu machen, bin ich ziemlich weit entfernt.
Gestern, nachdem April, mein Großvater und ich die Omelettes verdrückt haben, haben April und ich uns auf den Weg gemacht, wieder nach San Diego gemacht. Während wir vor dem Frühstück und auch am Abend davor relativ locker miteinander umgegangen sind und einen Augenblick vergessen konnten, dass zwischen uns beiden die letzten Wochen absolute Funkstille herrschte, war die Rückfahrt sowas von steif und still, dass kann man sich kaum f vorstellen. Ich bin mir nicht sicher, woran es genau gelegen hat, denn ein paar Stunden zuvor, noch bevor sie hoch ist um ihrem Bruder zu schreiben, war noch alles gut. Wir haben herum gealbert, uns geneckt wie wir es früher immer getan haben. Sie hat mich sogar an die faszination teilhaben lassen, als das kleine Würmchen ein paar Morgendliche Gymnastikübungen gemacht hat. Plötzlich habe ich mich ihr wieder so nah gefühlt und mit einem Mal war alles wieder vorbei und ich hatte das Gefühl, sie hat sich wieder in ihr Häuschen eingeschlossen, in dem sie niemanden an sich ran lässt - oder zu mindestens mich nicht.
Es war schon beruhigend, dass nicht nur ich dieses Gefühl hatte, denn mein Großvater hat mir, kaum war April aus dem Raum, geraten ihr hinter zu gehen. Nicht zuzulassen, dass sie mich wieder ausschließt und nicht an dem Teilhaben lässt, was sie grade beschäftigt. So schlau war ich allerdings nicht, habe Eddie beim Frühstück geholfen und gewartet, bis Apes wieder auftaucht. Ab da waren ihre Antworten nur noch abgehackt und ein Gespräch von selber angefangen hat sie schon mal gar nicht.
Als wir aufbrechen wollten, hat mich der alte Mann noch einmal zur Seite genommen und mir den Rat gegeben nun einfach nicht locker zu lassen. Er ist der Meinung, April und ich würden einfach zusammen gehören und das Gefühle sicher noch auf beide Seiten vorhanden sind. Ich will es schon gar nicht mehr abstreiten. Meine Exfreundin bedeutet mir noch immer eine ganze Menge und wenn sie es wollen würde, wäre ich direkt wieder an ihre Seite und würde sie unterstützen wo es nur geht. Bei ihr bin ich mir allerdings nicht so sicher. In den einen Augenblick glaube ich ihr geht's genauso, im nächsten Zweifel ich schon wieder dran. Ich kann sie diesbezüglich einfach nicht einschätzen. Absolut nicht.
Plötzlich wird meine Zimmertür aufgerissen. Ava, Henrys Freundin betritt das Zimmer und stellt sich Wortlos neben meinem Bett. Ich ziehe die Augenbrauen hoch und schaue sie Fragend an, als ich den Ball wieder gegen die Wand werfe. „Das Nervt!", ist ihre Antwort als sie den Ball fängt, sich umdreht und das Zimmer wieder verlässt. Ziemlich überrascht schaue ich der Brünetten hinter her. Sie kann mir doch nicht einfach meinen Ball klauen.
Noch immer in Schlafklamotten stehe ich auf, verlasse mein Zimmer und entdeckte meinen besten Freund und seine Freundin auf der Couch. Wie immer sitzt Ava im Schneidersitz dort und liest eines ihrer tausend Bücher, während Henry seinen Laptop auf seinen Schoß hat und nur kurz ausschaut als er mich hört. Er verkneift sich ein Grinsen, dass kann ich ganz genau sehen. So ein Idiot.
„Warum bist du nicht arbeiten?", will mein bester Freund von mir wissen. Ava schaut zu mir. „Ja genau Daniel, warum bist du nicht arbeiten und nervst stattdessen mit deinem blöden herum geklopfe?", kommentiert Ava nun. Ich zucke mit den Schultern. „Ich habe mich für heute Krank gemeldet." Überrascht schaut Henry mich an und stellt seinen Laptop auf den Tisch. „Du hast dich krank gemeldet?" Ich nicke und lasse mich auf dem Sessel nieder. „Du bist ernsthaft krank oder? Ich mein, anders kann ich mir das nicht erklären." Ich zucke wieder mit den Schultern und schüttel dann den Kopf. „So kann man das nicht sagen."
Prüfenden schauen mich beide an. „Bekomme ich meinen Tennisball wieder?" „Auf gar kein Fall. Dan dieses ständige Dong, Dong, Dong, nervt wirklich." Ich seufze und stehe wieder auf. „Dann eben nicht." Ich werde schon etwas anderes finden, womit ich mich beschäftigen kann. Grade als ich wieder in meinem Zimmer verschwinden will höre ich Henry hinter mir. „Dan zieh dich an und lass uns in die Werkstatt fahren. Mein Onkel hat doch diesen alten Truck gekauft der etwas aufgeputzt werden muss, wir können einfach ein bisschen schrauben."„Schatz spinnst du? Dan hat doch grade gesagt, dass er sich Krank gemeldet hat, also wird es ihn auch nicht gut gehen.", schimpft Ava nun. „Glaub mir krank ist er sicherlich nicht. Ich schätze mal in setzt das mit April zu, habe ich recht?" Ich zucke als Antwort mit den Schultern. Ich weiß ja selber nicht was heute mit mir los ist. „Siehst du Schatz, ich Regel das schon, oder willst du verantwortlich dafür sein, dass er sich gleich etwas anderes sucht, um es gegen die Wand zu werfen und wohl möglich die Nachbarschaft aufhetzt?", will er von seiner Freundin wissen. Kurz schaut sie zu mir und dann wieder zu Henry. „Ich glaub nicht das die Nachbarn sich beschweren, aber ich mich.... Also verschwindet lieber.", erwidert sie nun. „Du hast es gehört: Zieh dich an, dann können wir los.", fordert mein bester Freund von mir. Ich nicke und verschwinde in mein Zimmer, lasse die Tür blöderweise aber ran.
DU LIEST GERADE
Take our second Chance
Romance«Eine zweite Chance bringt nur dann etwas, wenn du verstanden hast, warum es beim ersten mal nicht funktioniert hat.» ▪April&Dan▪
