Kapitel 26

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So, ab jetzt werde ich meine Geschichte wieder selbst moderieren.

Das Jahr eilt mit großen Schritten dem Ende entgegen. Heute steht die letzte Aufgabe, das Turniers an und wieder einmal fallen meine Fingernägel wieder meiner unheimlichen Nervosität zum Opfer. Dumbledore erklärt die Regeln, wobei mir der Gedanke nicht behagt, dass Moody den Pokal ganz allein verstecken soll. Denn über das Jahr ist mein Vertrauen in den gesunden Zustand seines Geistes immer mehr geschwunden und ich habe Angst, dass er den Pokal mit einem Fluch belegt, nur so aus Spaß. Cedric nimmt beide meine Hände und drückt sie, auch er ist nervös. "Ich hab noch etwas für dich Prinzessin." murmelt er leise und reicht mir eine Kette, mit einem kleinen silbernen Wolf daran.

"Die wird mir heute Glück bringen." sagt er leise und lächelt, bevor er ebenfalls eine schmale Silberkette unter seinem T-shirt hervor zieht. Das bringt mich wiederum zum Lächeln und ich lege mir eilig die Kette um. Vorsichtig schließe ich meine zitternden Finger darum, während er meine Bewegung nachahmt.

"Champions auf eure Positionen bitte." ruft Dumbledore nun. Ich ziehe Cedric zu mir und küsse ihn. "Wenn du stirbst, hole ich dich eigenhändig zurück und bringe dich um." flüstere ich und Cedric lacht. "Ich werde es mir merken." Ich gehe mit ihm zur Startposition. "Ich liebe dich." flüstere ich. "Ich dich auch." "Viel Glück Ceddi." "Wir sehen uns nachher, Kleines." sagt er ernst und wuschelt mir durch die Haare. Ich umarme ihn  ein letztes mal fest und setze mich dann an den Seitenrand, zum Rest des Rettungsteams.

Die Zeit schleicht vor sich hin und nichts passiert. Meine Fingernägel sind mittlerweile Geschichte, als endlich eine rote Funkenwolke über dem Feld auftaucht. "Rettungsteam" ruft Dumbledore. und ich nicke, bevor ich mich auf meinen Besen schwinge. Das Rettungsteam sind einige Schüler, der höheren Jahrgänge und Lehrer, die die Champions aus dem Irrgarten holen, wenn sie nach Hilfe schicken.

Wir landen genau unter den Funken und sehen uns um. Irgendjemand flüstert "Revilio" und die Ranken geben den Blick auf eine bewusstlose Fleur frei. "Bringen wir sie hier raus." flüstere ich und wir heben wieder ab, während zwei von uns sie mit den Zauberstäben zwischen zu halten. Madame Pomfrey macht sich sofort daran die junge Schülerin wieder aufzupäppeln.

Als erneut Funken auftauchen. Ich sammle das Team um mich herum und wir steigen in die Luft. Wir landen in einer dunklen Gasse hinter Victor Krum, welcher völlig neben sich zu sein scheint und auf uns losgeht. "Was zur Hölle?" fragt einer meiner Begleiter. "Nicht reden...Protego." Die Kraft des Zaubers hält Krum nicht lange auf und es sind mehrere Klammerflüche nötig, um ihn zu fixieren und so verschnürt auf einen der Besen zu packen, bevor wir wieder abheben. Ich versuche während des Fluges nun einen Blick auf Harry oder Cedric zu erhaschen, doch nichts regt sich.

Wo sind sie? Cedric wo bist du?

Nachdem Krum versorgt wurde, bleibt es still im Irrgarten und meine Nervosität steigt mit jeder vergehenden Minute.

Dann erstrahlt ein helles Licht. Sie kommen. Das Stadion explodiert, doch mir bleibt der Jubel im Hals stecken. Meine Augen sind auf Cedric gerichtet, auf seine leblosen Augen. "Nein!" Kein Jubel verlässt meine Kehle nur ein Schrei, der das Stadion zu zerreißen scheint. Ich eile nach vorne und stürze neben den Anderen zu Boden. Ich ziehe Cedric in meinen Schoß. Tränen rollen stumm aus meinen Augen. Wie sehr wünsche ich mir jetzt, einen Zauber zu kennen um ihn zurück zu holen. Doch solch einen Zauber gibt es nicht.

Es beginnt zu regnen. Ich sitze einfach nur da und umklammere den kalten Körper meines Freundes. Es ist still. Ich höre nicht, dass sich mir jemand nähert und sehe erst auf, als Minerva sich neben mich auf den nassen Rasen setzt und mir einen Arm um die Schultern legt. "Es tut mir so leid mein Kind. Es gibt nichts, dass ich jetzt sagen könnte um dich zu trösten." Ich starre wieder auf Cedric hinab."Irgendwann wirst du ihn loslassen müssen." flüstert sie und ich schüttle den Kopf, denn wenn ich ihn loslasse, dann werde ich ihn nie wieder in den Arm nehmen können. Doch nach einer Weile lasse ich mich von Cedrics Seite lösen und ins Schloss führen.

Meine Jahre in HogwartsGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt