Kapitel 35

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Die Nacht und der nächste Tag verlaufen verhältnismäßig ruhig, doch man kann die Anspannung förmlich spüren. Ich seufze und lehne mich zurück. Endlich Mal eine bisschen Schlaf. Aber Pustekuchen.

Auf einmal taucht Ariana auf dem Porträt über dem Kamin auf. Leider sehe ich sie und mache nicht einfach die Augen zu. Seufzend quäle ich mich aus meinem Sessel hoch und nicke Neville knapp zu, bevor wir beide in den Tunnel klettern. Ich mache einen Schlenker mit meinem Zauberstab und sein kaltes Licht erhellt den Tunnel. "Ich war gerade bei McGonagall. Sie sagt die Mitglieder vom Orden und weitere Unterstützung sind auf dem Weg." informiert Neville leise, bevor wir unseren Weg fortsetzen.

Auf der anderen Seite des Porträts sind leise Stimmen zu hören. Ich ziehe meinen Zauberstab. "Bereit?" frage ich leise und Neville nickt. Wir stehen auf dem Sims und blicken auf Harry, Ron und Hermine herab. Neville grinst und klettert herab, während ich seufzend da bleibe, wo ich bin. "War ja klar, dass der große Harry Potter zur Schlacht nicht fehlen darf." Dann springe ich selber hinab. Hermine mustert mich nachdenklich. "Ich sehe noch nicht mal am Beschissensten aus." versuche ich sie etwas aufzumuntern, bevor ich ihr eine Umarmung anbiete, die sie dankend annimmt. Aberforth schüttelt nur den Kopf, bevor er auf seine Uhr tippt. Wir hatten wenig Zeit. "Kommt, wir müssen uns beeilen." Neville nickt und klettert wieder durch Loch in der Wand. "Ach und Aberforth, es kommen nachher noch ein paar Leute. Also lass sie bitte zu uns durch." "Wie viele meinst du bei ein paar Rose." hakt er, was mich zum Grinsen bringt "Ein paar." "Ich bin kein Bahnhof." höre ich ihn hinter mir schimpfen, als das Porträt sich schließt.

Es dauert eine ganze Weile bis Harry endlich alles erzählt hat und noch bevor einer von uns etwas erwidern kann, öffnet sich das Portal erneut. Eine Gruppe von Leuten kommt herein und ich lasse meinen Blick über die Anwesenden schweifen. Es sind der Orden, die Weasleys, Dean, Luna und Oliver. Mein Herz schlägt schneller, als ich meinen Freund erblicke und ich will ihm gerade um den Hals fallen, als sich das Portal erneut öffnet. Niemand anders als Victor Krum tritt heraus. "Victor!" ruft Hermine erfreut und nicht weniger überrascht, als der Rest von uns.

Ich lehne mich an Oliver und lächle traurig, das sind die letzten glücklichen Momente bevor der Krieg beginnt.

Harry und Ron gucken sich verwirrt an. "Was haben wir verpasst?" fragt Harry. "Ziemlich viel." sage ich grinsend und lasse meinen Blick über die Anwesenden wandern. "Wo ist Dobby?" ändere ich das Thema, doch Harry schüttelt nur den Kopf. "Was will Malfoy hier?" will er dann misstrauisch wissen. "Er hilft uns, man könnte sagen er hatte einen Sinneswandel." "Bist du dir sicher?" hakt Ron nach. "Ja, ich bin mir sicher." sage ich, auch wenn ich ihr Misstrauen mehr als gut verstehen kann. Dean tritt neben mich. "Danke." "Es ist gut, dass Thunder dich gefunden hat." erwidere ich leise.

Ich erhebe mich und klatsche in die Hände, um die Aufmerksamkeit der anderen auf mich zu ziehen. Harry hatte Neville, Ginny und mir bereits seinen Plan erklärt und so war es an der Zeit diesen umzusetzen. "So, jetzt ziehen wir uns alle was Ordentliches an und gehen in die Große Halle. Harry hat im Schloss etwas zu erledigen, das heißt wir halten Voldemort solange auf, bis er alles erledigt hat und Harry ihn besiegen kann. Seid ihr dabei?!" Neville erhebt sich und nickt langsam. "Für Hogwarts!"

Wir marschieren in die Große Halle, es ist düster und kühl hier. Die Häuser reihen sich entlang den Wänden auf. Snape beginnt zu sprechen. Dann tritt Harry vor. Snape hebt seinen Zauberstab und es kommt Bewegung in die Halle, drei ein halb Häuser stehen zwischen Snape und Harry. Das Portal fliegt auf und der Orden kommt herein. Snape hat immer noch seinen Zauberstab erhoben und Minerva McGonagall tritt vor. "Nicht meine Schüler!" sie beginnt Snape mit Flüchen zurückzudrängen. Dieser ergreift die Flucht und springt aus dem Fenster. Ich fange den Blick meines Vormundes auf, der nur schwer zu deuten ist. Doch ich glaube Missbilligung gegenüber dem amtierenden Schulleiter zu erkennen. McGonagall dreht sich um, mit einem Schwung ihres Zauberstabes erleuchtet sie die Halle. Hogwarts ist von neuem ein Bollwerk gegen das Dunkel der Welt.

Meine Jahre in HogwartsGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt