So ihr Lieben.
Hier ist das nächste Kapitel. Dieses Mal muss ich extra noch einmal darauf hinweisen, dass es eine 18er Story ;)
Ich hoffe, ihr seid nicht ganz so zart und könnt mit den Ausdrücken umgehen. Für den Anfang sind sie noch harmlos gewählt.
Teilt mir gern mit, ob es euch zu hart ist oder ob noch ne Schippe rauf soll.
Viel viel Spaß beim Lesen.
Ich bin nun seit ungefähr einer Stunde allein und irgendwie ist es doch ungewöhnlich für mich, dass Daryl nicht hier ist. Jetzt wo ich gar nicht mehr weiß, was ich will verwirrt mich dieses Gefühl. Habe ich mich vielleicht nur abhängig von ihm gemacht und setze vorraus, dass er bei mir ist? Ich weiß ja überhaupt nicht mehr, was ich aus diesem Gefühlschaos machen soll. Liebe? Keine Liebe? Wie soll ich den richtigen Weg finden, wenn ich nicht mehr weiß, ob das mit Daryl noch was ehrliches ist.
Ich schaue aus dem Fenster und versuche auf einen grünen Zweig zu kommen, als es an meiner Tür klopft und sie sich öffnet.
"Jesus!", fiepst es aus mir heraus und ich bin selbst überrascht, das dieses Wort meinem Mund entweicht.
"Hey My Girl. Ich wusste, dass du nicht stumm sein kannst. DU nicht.", lacht er auf.
Ich schaue ihn an und bin nicht sicher, ob ich mein Schweigen ausgerechnet bei Jesus brechen soll aber es fühlt sich gerade richtig an. Wieder diese Verwirrung. Mit Daryl möchte ich nicht reden aber bei Jesus kann ich es nicht unterdrücken? Ich habe ihn seid dem Überfall im Wald nicht mehr gesehen und bin einfach glücklich, dass es ihm gut geht und das er lebt.
"Es geht dir besser?", frage ich ihn ganz leise, da meine Stimme noch heiser und rau klingt.
"Schon eine ganze Weile. Ich war am Anfang hier, aber Daryl hat dich bewacht, wie ein Schießhund und es gab kein Herankommen an dich.", erklärt er mir und ich spüre Wut und Enttäuschung. Woher hat dieser Redneck das Recht, zu entscheiden, wen ich sehen will und wen nicht?
"Maya! Sei nicht wütend auf ihn. Er meint es gut.", sagt er mir mitfühlend.
"Wie kommst du darauf? Er denkt nur an sich.", zicke ich.
"Glaubst du das wirklich? Er saß jeden Tag hier bei dir und hat seine gemeinschaftlichen Pflichten völlig hinten an gestellt. Der Gruppe fehlte ihr stärkster Mann.", antwortet er mir.
"Ich habe nicht darum gebeten oder soll es nun meine Schuld sein?", frage ich wütend.
"Sei nicht immer so.", schimpft er.
"Wie bin ich denn immer?", frage ich nun schnippisch und ich habe das Gefühl, das Jesus mir in den Rücken fällt.
"Du tust ihm Unrecht! Ich habe dich in diese Situation gebracht und er ist im Recht, dich schützen zu wollen. Maya, der Typ liebt dich und du trittst ihn mit Füßen.", tadelt er mich und ein Ruck durchfährt meinen Körper.
"Ich bin so nicht. Daryl soll einfach sein Leben führen und mir meine Ruhe lassen. Wieso nimmst du ihn in Schutz?", will ich wissen.
"In dieser Nacht, hast du mich abgewiesen und es lag an Ihm. Deine Gefühle für Daryl sind zu stark und wir wissen beide, dass es keinen Weg für dich dort heraus gibt.", gibt er zu.
"Woher wollt ihr eigentlich alle wissen, was ich fühle und was nicht? Ich weiß doch selbst gar nicht, was ich will und ob ich ihn liebe.", knalle ich Jesus entgegen und im selben Moment höre ich, wie die Tür zu meinem Zimmer ins Schloss geworfen wird. Laute Schritte poltern über den Flur und ich weiß genau, was es zu bedeuten hat.
"Maya, das musste so nicht sein.", stellt Jesus fest und schaut mich vorwurfsvoll an. "Wenn ich mir vorstelle, ich wäre an seiner Stelle, wird mir schlecht. ", zischt er und ich weiß, dass Jesus recht mit seinen Worten hat. Es tut mir ja leid aber ich habe doch nur die Wahrheit gesprochen und dass er es ausgerechnet so erfahren musste, war nicht geplant.
"Du solltest endlich darüber nachdenken, zu welchem Menschen du wirst.", wirft mir Jesus vor und verlässt den Raum.
Meine Worte haben Daryl tief getroffen, denn er hat sich seit einer Woche nicht mehr blicken lassen. Ich habe rein gar nichts von ihm gehört aber irgendwie,hat es mir gut getan. Maggie und Glenn trainieren mich jeden Tag und heute darf ich endlich die Krankenstation verlassen und wieder in mein Haus ziehen. Wir haben das Treppensteigen wieder gelernt und wir haben meine Muskeln aufgebaut. Ich Frage mich, wie es wird, Daryl draußen wieder zu sehen? Aufrecht und gesund, denn das letzte Mal brach ich schwach zusammen. Ich habe all meine Kraft in die letzten Tage gesteckt. Endlich wieder eine selbsttätige Frau zu sein, stand für mich an oberster Stelle und nur im Kampf, muss ich wieder trainiert werden.
irgendwie fühlt es sich eigenartig an, nun bei Carol einzuziehen obwohl sie oft hier bei mir war um nach mir zu sehen. In den letzten Tagen noch häufiger als davor.
Als ich endlich draußen vor dem Haus stehe, atme ich zuerst die warme und angenehme Luft ein. Meine Lungenflügel weiten sich und ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit ergreift mich. Meine Augen sind geschlossen und mein Körper ist völlig entspannt. Als ich mich wieder umschaue kommen die anderen auf mich zu und nehmen mich nach einander in den Arm, um mir zu zeigen, wie sehr sie sich über meine Rückkehr freuen.
"Maya, wir müssen uns später unterhalten.", sagt Rick zu mir und ich erkläre ihm, dass ich jetzt bald zu ihm kommen würde.
Ich schaue mich weiter um, und plötzlich sehe ich ihn. Er sitzt auf seinem Bike und starrt mich an. Sein Blick ist wieder so undurchschaubar wie ganz am Anfang und ich werde nicht schlau aus ihm. Was habe ich von Daryl erwartet? Eine freudige Begrüßung? Eine Umarmung? Das ist sowieso nicht seine Art und nach dem letzten Vorfall wohl auch völlig unwahrscheinlich.
Er lässt den Motor an und rauscht davon, direkt raus aus dem Dorf.
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Die letzte Rose
RomanceIn einer Welt, welche überhäuft mit Gewalt und Tod ist,wo Blut an allen noch mit Leben gefüllten Händen klebt, gedeiht ganz langsam etwas Neues. Eine ganz kleine Rose, die einem fast verloren geglaubtem Herz aus Stein wieder Liebe einhaucht. Wenn e...
