"So Mädels wir teilen uns jetzt auf!", verkündete Vanessa, als wir alle unsere Aufgaben erledigt hatten. Ich hatte mich während der Arbeit etwas mit Nathalie unterhalten und herausgefunden, dass Vanessa mit 21 Jahren die älteste von uns war, weshalb sie die Verantwortung übernahm.
"Lizza und Nathalie übernehmen das Schlafzimmer und das Badezimmer, Kathrin und Rachel übernehmen die Gästezimmer und Cloe und Sofie die Räume der dritten Etage. Lucy, Heather, ihr macht mit mir die erste Etage!", erklärte Vanessa streng. Die Mädchen nickten und stoben in alle Richtungen davon. "Komm!", sagte Nathalie und zog mich hinter sich her. Am Ende des Flurs, befand sich der Eingangsbereich, sowie eine breite Treppe, die sich nach zwei Seiten aufteilte und jeweils in den ersten und (über eine Plattform hinweg) in den zweiten Stock führte. "Und wie kommt ihr in den dritten Stock?", fragte ich, da mir Vanessas Anweisungen wieder einfielen. "Über eine versteckte Treppe", sagte Nathalie und öffnete die Tür zu einem riesigen Schlafzimmer mit angrenzendem Bad.
Die Einrichtung war, wie das Wohnzimmer auch, sehr modern und in schlichten schwarz, weiß und grau Tönen gehalten. Im Mittelpunkt stand ein riesiges weißes Bett. Auf der gegenüberliegenden Seite führte eine Glastür auf einen ziemlich großen Balkon. Der Kleiderschrank war riesig und passte sich ebenfalls dem Farbmuster an, genauso wie das Regal, auf dem ein riesiger Flachbildfehrnseher stand. Ich sah Nathalie hilflos an. "Und jetzt?" Sie überlegte kurz, dann ging sie zu dem Regal und holte aus einer der Schubladen Bettwäsche hervor. "Du wechselst die Bettwäsche und ich wische Staub!", sagte sie und drückte mir die Bettwäsche in die Hand. Ich nickte und begab mich zu dem XXL Bett. Nach fünf Minuten stand ich mit der dreckigen Bettwäsche vor Nathalie. "Wohin?" Sie zeigte auf das Badezimmer. "In den Wäschekorb..."
Das Badezimmer war fast genauso groß wie das Schlafzimmer. Überall war Marmor und es gab eine riesige Badewanne. Ich seufzte. Wie gerne würde ich jetzt ein Bad nehmen. Aber stattdessen musste ich mit ein paar anderen Mädchen ein wildfremdes Haus putzen. Genervt warf ich die Bettwäsche in den Wäschekorb. Ich musste hier weg, unzwar schnell!
Den Rest des Tages erledigten Nathalie und ich unsere Aufgaben und sie zeigte mir einen großen Teil des Hauses. Langsam hatte ich wirklich das Gefühl in einem Palast gelandet zu sein! Jedoch wollte sie mir auf eine Frage keine Antwort geben: Wer war der Besitzer dieses Hauses?
Jedes Mal wenn ich ihr die Frage stellte wich sie aus oder ignorierte die Frage. Irgendwann hatte ich es aufgegeben. Ich würde es ja eh morgen erfahren. Und danach würde ich so schnell es ging von hier verschwinden!
"Wie alt bist du eigentlich Lizza?", fragte Rachel mich. Wir hatten uns in der kleinen Küche, an der wir vorhin vorbei gelaufen sind, versammelt und saßen nun in einer gemütlichen Runde zusammen. Wäre da nicht die Tatsache, dass all die Mädchen mir fremd waren, hätte ich es wahrscheinlich ganz amüsant gefunden. Jetzt war es jedoch eher unangenehm. "Ähm... 19", erwiderte ich und senkte meinen Blick auf die Tasse Tee, die Vanessa mir gereicht hatte. "Erzähl was über dich!", forderte Cloe mich nun auf.
Ich überlegte kurz, ehe ich begann. "Also, ich habe meine erstes Studienhalbjahr bestanden und war eingentlich mit Freunden feiern, als ich, naja... Hierher gebracht wurde. Es gibt nichts spannendes über mich zu berichten", schloss ich und sah in die Runde. Die anderen Mädchen musterten mich neugierig. "Und bei euch?", brach ich das schweigen. "Ich war Kellnerin", entgegnete Rachel gelassen. "Ich war gerade auf den Weg nach Hause. Manchmal musste ich bis spät in die Nacht arbeiten und so war es auch damals", erklärte sie. Ich mussterte sie. Sie hatte glatte, schwarze Haare und grüne Augen. Sie war wunderschön.
Ich fragte mich, ob so alle diese Mädchen ausgewählt wurden.
"Und wie lange bist du schon hier?" Sie überlegte kurz. "Etwa ein halbes Jahr." Ich riss erschrocken die Augen auf. So lange schon? Wie lange waren dann wohl die anderen hier? "Hast du denn nie versucht zu fliehen?", fragte ich sie. Sie nickte traurig. "Doch. Schon oft. Aber es ist gar nicht so einfach wie du denkst!" Ich hatte einen Kloß im Hals. In was war ich hier bloß hineingeraten?
"Ich gehe schlafen", sagte ich und versuchte die Fassung zu behalten. "Gute Nacht." Wortlos stand ich auf und verließ den Raum. "Arme Lizza, sie hat keine Ahnung, was auf sie zukommt!", hörte ich Rachel noch sagen, dann öffnete ich die Tür zu dem lieblos eingerichtetem Zimmer und setzte mich auf das Bett in dem ich aufgewacht war. Hilflos vergrub ich mein Gesicht in meinen Händen und weinte.
Warum ich?
Diese Frage schwirrte ruhelos in meinem Kopf herum. Warum musste sowas ausgerechnet mir passieren?
Ich musste schon seit einiger Zeit so sitzen, da ich irgendwann eine Hand auf meinem Rücken spürte und Nathalies vertraute Stimme hörte. "Das wird schon, Lizza. Du darfst die Hoffnung nur nicht aufgeben!" Ich sah auf. Nathalie lächelte mich aufmunternd an. "Habt ihr nicht auch längst aufgegeben?", fragte ich und wischte meine Tränen an der Schürze ab. Sie schüttelte den Kopf. "Für den Moment haben wir uns zwar mit der Situation abgefunden, doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!"
Wahrscheinlich hatte ich mich in den Mädchen getäuscht. Sie waren stärker als ich dachte und glaubten immer noch an ein Happy End. Ich im Gegensatz, war gerade mal einen Tag hier und schon am verzweifeln. "Danke!", sagte ich und lächelte. Sie lächelte zurück. "Du bist nicht alleine!" Ich nickte. Danach erhob sie sich und setzte sich auf ihr Bett. "Wir sollten jetzt schlafen, morgen wird ein langer Tag", sagte sie und gähnte, wie um ihre Aussage zu bekräftigen. Ich legte mich ebenfalls hin. Das Bett war erstaunlich bequem. Ich kuschelte mich in das Kopfkissen und war nach ein paar Minuten auch schon eingeschlafen.
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Maid Reluctant
RomanceEr hielt mich am Kinn fest, wodurch ich ihn ansehen musste. Ich versuchte all meinen Hass in meinen Blick zu legen. "Du kannst mir nicht entkommen, Lizza!", sagte er bedrohlich. "Du gehörst mir!" ▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪ Diese Geschichte habe ich vor lang...
