Als ich in der Etage der Dienstmädchen ankam, lief ich einer komplett verwirrten Rachel in die Arme.
"Was ist denn los?", flüsterte sie, als sie meine Tränen sah, da die anderen schon schliefen.
"Es ist vorbei!", schluchzte ich und wischte mir die Tränen weg, obwohl unaufhörlich neue nachflossen. Rachel sah mich verwirrt an.
"Der Deal ist geplatzt", erklärte ich und wurde von einer neuen Schluchzerwelle geschüttelt. "Oh Mausi", flüsterte sie mitfühlend und nahm mich in den Arm. "Komm mit", sagte sie schließlich und führte mich zu Nathalies Zimmer, das ich mir anfangs mit ihr geteilt hatte.
Diese schreckte sofort hoch, als Rachel mit mir im Arm das Zimmer betrat. "Was ist passiert?", flüsterte sie und sprang auf, um mich in den Arm zu nehmen. Sie waren wirklich in den letzten Wochen meine Freunde geworden. Und sie werden wahrscheinlich meine einzigen bleiben.
Schniefend setzte ich mich auf mein altes Bett und atmete tief durch. "Der Deal ist geplatzt!" Nathalie sah mich geschockt an. "Wieso das?" Ich schluckte. Dann begann ich zu erzählen.
Ich erzählte ihnen, von dem Gespräch mit Jessy und wie Jason plötzlich in der Tür stand. Ich erzählte ihnen, wie er ausgetickt war und mir schlussendlich der Kragen geplatzt war. Ich erzählte ihnen, wie ich ihm meine Meinung sagte, woraufhin er mich einschloss. Ich erzählte ihnen, wie er stinkbesoffen zurück kam. Ich erzählte ihnen die ganze Geschichte.
Als ich endete, sahen sie mich mitleidig an. "Du tust mir leid", entgegnete Nathalie schließlich und schaute hilfesuchend zu Rachel. Diese kam auf mich zu und nahm mich abermals in den Arm. "Ich hätte dasselbe gemacht Lizza! Jedoch bin ich etwas traurig, dass es vorbei ist. Durch den Deal mit dir wurde er offener", erklärte sie.
Nathalie nickte nachdenklich. "Du hast Recht", entgegnete sie schließlich. "Er war nicht mehr so grausam zu uns... Er war fast schon... nett." Ich musterte sie. Hatte er sich wirklich verändert? Wenn ja, wieso tat er dann sowas?
"Ich finde, du schläfst heute bei uns", sagte Rachel und klopfte auf die Matratze unter uns. Ich nickte leicht. "Gute Nacht ihr zwei", sagte sie und drückte mich noch einmal fest. Dann stand sie auf, lächelte mich aufmunternd an und ging.
"Ich bin für dich da", sagte Nathalie schließlich. "Danke", entgegnete ich und kuschelte mich, genauso wie sie ins Bett. Anschließend herrschte eine angenehme Stille. Und irgendwann schaffte ich es tatsächlich einzuschlafen...
"Aufstehen!", dröhnt es durch das Zimmer, als Vanessa die Tür aufstieß. Als sie mich sah, hielt sie inne. "Was tust du denn hier?" Ich seufzte und setzte mich auf. "Lange Geschichte, kurzer Sinn. Ich arbeite wieder als Dienstmädchen", erklärte ich und stand auf. Anschließend holte ich mir aus dem Schrank die frische Dienstmädchenkleidung und lief an ihr vorbei ins Bad.
Als ich fertig war, verließ ich das Bad. Vor der Tür wartete Vanessa auf mich. Ihre Arme hatte sie vor der Brust verschränkt. "Wenn das so ist, hast du heute mit Rachel Küchendienst", verkündete sie und ging. "Aber...", entgegnete ich, doch sie war weg.
Ich schluckte. Ich wollte Jason heute nicht sehen! Am liebsten würde ich ihm für immer aus dem Weg gehen! "Komm schon", sagte Rachel aufmunternd und ging mit mir in die Küche.
Wir vermuteten, dass Jason erst etwas später aufstehen würde, trotzdem begannen wir schnell das Essen fertig zu machen. Rachel hatte mir angeboten, dass ich mich anschließend zurückziehen durfte, damit ich Jason nicht begegnen musste.
Nun stand ich am Herd und bratete lustlos ein Rührei. Rachel währenddessen bereitete ein Tablett vor und kochte Kaffe. Ich schaute auf die Uhr. Wie lange würde es wohl noch dauern, bis Jason aufstand?
-
Langsam erhob er sich und blinzelte in die aufgehende Sonne. Sein Kopf dröhnte und überall auf dem Boden lagen Scherben. Was war passiert?
Langsam kamen die Erinnerungen an gestern Nacht zurück. Er schluckte. Er war zu weit gegangen, genauso wie sie! Lizza hatte Recht, er war nicht besser als Mariah. Er wollte sie gestern benutzen, nur um Mariah zu vergessen.
Langsam erhob er sich und ging ins Bad. Er musste dringend duschen! Als er seine Morgenroutine erledigt hatte, machte er sich auf den Weg in die Küche. Lizzas Zimmer mied er. Er wollte ihr etwas Ruhe geben.
Unten angekommen, kam ihm Rachel entgegen, die überrascht stehen blieb. "Herr!", rief sie erschrocken aus und schaute unauffällig in die Küche. Jedoch nicht unauffällig genug. Wütend schubste er Rachel zur Seite, als er Lizza in Dienstmädchenkleidung sah.
"Was machst du da?", fragte er aufgebracht. Er sah, wie sie erschrocken zusammenzuckte. "Meinen Job", entgegnete sie schließlich und tat das gebratene Rührei auf einen Teller. Wütend lief er auf sie zu und ergriff ihren Arm. "Das ist nicht dein Job!"
Sie musterte ihn mit einer Mischung aus Wut, Angst und Überraschung. "Ach nein?" Er schüttelte den Kopf und ließ sie wieder los. "Nein", entgegnete er und musterte sie streng. "Wir haben einen Deal und der besagt, keine Dienstmädchenkleidung als meine Fake-Freundin."
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Soooo Leuddies!
Das hier ist sozusagen ein Abschiedskapitel, da morgen die Schule wieder beginnt und ich dementsprechend weniger Zeit zum schreiben habe... Naja, ich hoffe es gefällt euch. :)
Bis (hoffentlich) bald!
~ Eure DarkRose ♡
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Maid Reluctant
RomanceEr hielt mich am Kinn fest, wodurch ich ihn ansehen musste. Ich versuchte all meinen Hass in meinen Blick zu legen. "Du kannst mir nicht entkommen, Lizza!", sagte er bedrohlich. "Du gehörst mir!" ▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪ Diese Geschichte habe ich vor lang...
