"So sieht man sich wieder Jason."
Neugierig hielt ich inne, als ich sah wie Jason sich auf seinem Stuhl verkrampfte. Verwirrt warf ich einen Blick auf die Person die ihn eben angesprochen hatte und erstarrte.
Vor mir stand ohne jeden Zweifel die Frau auf den Bildern. Sie sah zwar älter aus, wenn auch nicht weniger schön, aber ich war mir sicher das es Mariah war.
"Was willst du?", fragte Jason kühl, doch ich konnte sehen wie er innerlich mit sich Rang.
Auch Amber verkrampfte sich neben mir und warf Mariah giftige Blicke zu. Die Erwachsenen hingegen lächelten so freundlich wie eh und je. Marc schien sie komplett zu übersehen.
"Ich wollte einem alten Freund hallo sagen. Was ist daran so schlimm?", fragte Mariah und lächelte ihn an.
Innerlich kochte ich vor Wut. Ich wusste nicht genau was zwischen den beiden vorgefallen war, aber nachdem was sie Jason angetan hatte besaß sie anscheinend immer noch die Dreistigkeit ihn als Freund zu bezeichnen.
"Du bist so falsch!", zischte Amber und funkelte sie -wenn möglich- noch wütender an. Sofort erstarb Mariahs aufgesetztes Lächeln und sie wandte sich an Amber.
"Und du bist...?", fragte sie leicht irritiert. "Amber", knurrte diese und ich griff beruhigend nach ihrer Hand. Wenn ich mich auch so verhalten würde wäre das viel zu auffällig.
"Freut mich", sagte sie und warf mir einen fragenden Blick zu, doch ehe ich antworten konnte ergriff Jason wieder das Wort.
"Was machst du hier, Mariah?" Er spuckte ihren Namen förmlich aus. Sie musterte mich noch einmal, ehe sie sich wieder Jason zuwandte.
"Ich bin hier mit meinen Verlobten, Andrew", erklärte sie und zeigte auf einen Mann, der an einem anderen Tisch in ein Gespräch verwickelt war. Er sah mindestens aus wie Mitte dreißig.
"Und du?", fragte sie zuckersüß.
"Er ist mit uns hier!", ergriff Marc nun Partei. Sofort waren alle Blicke auf ihn gerichtet. "Herz aller liebst, Marc", entgegnete sie herablassend und ließ ihren Blick wieder auf mich schweifen. "Und du bist?"
"Lizza", entgegnete ich und versuchte so neutral wie möglich zu klingen. "Sie ist übrigens Jasons Freundin", fügte Amber hinzu und lächelte sie triumphierend an. Ich hingegen versuchte so gut es ging normal zu gucken. Innerlich verfluchte ich sie jedoch dafür.
Mariah sah mich abschätzend an ehe sie sich missbilligend abwandte. "Freut mich", sagte sie herablassend. "Bis dann, Jason!" Und mit einem umwerfenden Lächeln im Gesicht war sie verschwunden.
"Bis dann Jason!", äffte Amber ihr nach und sofort brachen wir alle in Gelächter aus. Jason hingehen schien das ganze nicht so amüsant zu finden.
"Komm, lass uns gehen", sagte Amber und zusammen mit Marc im Schlepptau machten wir uns auf den Weg in den Keller um auf unsere Art zu feiern.
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"Ich geh mal kurz für kleine Mädchen!", rief ich Amber zu, ehe ich mich durch die tanzende Menge quetschte um eine Toilette zu finden.
Suchend lief ich die Treppe hoch, durch die große Halle und wurde schließlich im Foyer fündig. Ein kleiner Gang zweigte neben der Garderobe nach links ab, auf dem sich die Türen zum Männer und Frauenklo befanden.
Als ich fertig war, öffnete ich leise die Tür zum Gang, aus dem leises Gemurmel kam. Vorsichtig blickte ich hindurch und erkannte Jason und Mariah die wild miteinander diskutierten.
"Was willst du?", fragte Jason gereizt.
"Ich will dich!", entgegnete sie und legte sanft ihre Hände auf seine Brust.
Wütend schubste er sie von sich. "Ich dachte du bist verlobt?"
"Vergiss ihn doch mal Jason! Ein Wort und ich bin dein. Für immer!", sagte sie. Ich musste einen Würgreiz unterdrücken. Dies war eines der besten Beispiele dafür, weshalb Männer denken, dass Frauen leicht zu bekommen sind.
Jason schüttelte angeekelt den Kopf. "Nein! Und falls du es vergessen hast, habe ich eine Freundin!"
Mariah lachte ungläubig auf. "Du willst mir doch nicht wirklich erzählen, dass du für so ein Mädchen Gefühle hast? Wir beide wissen ganz genau, dass du mir seit der Trennung hinterher trauerst."
Was denkt die eigentlich wer sie ist? Ich war kurz davor zu ihr hinzulaufen und ihr eine zu knallen.
Jason lachte kühl. "Denk was du willst! Doch im Gegensatz zu dir habe ich ein Herz und wie du sieht kann die Trennung nicht so schlimm gewesen sein, denn ich lebe noch! Und meine Firma läuft blendent!"
Mariah lachte auf. "Wenn du denkst es geht ums Geld, dann hast du dich geschnitten! Das hat mein Verlobter mehr als genug."
"Ich hätte dir eigentlich einen besseren Geschmack zugetraut. Wo ist dein Stolz?", fragte Jason verbittert.
Mariah sah ihn nun liebevoll an. "Ich vermisse dich Jason!"
Jason sah sie kalt an. So wütend habe ich ihn noch nie gesehn und zugegeben machte er mir etwas Angst. "Du bist so erbärmlich. Du hattest deine Chance gehabt Mariah! Vor fünf Jahren hätte ich dich vielleicht zurückgenommen, aber heute? Das ist einfach so erbärmlich!" Mit diesen Worten drehte er sich um und ging. Doch Mariah packte ihn am Handgelenk. "Es ist alles gesagt", entgegnete er kühl und riss sich los.
"Solange du Geld hast wirst du niemals eine Frau finden die dich aufrichtig liebt!", rief sie ihm hinterher und ein triumphierendes Lächeln lag auf ihrem Gesicht, als er ohne ein weiteres Wort zu sagen ging.
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Hallo ihr Lieben! :D
Tja... das war nun Mariah :) Wie findet ihr sie?
Übrigens werde ich ab jetzt nicht mehr so häufig updaten, da ja die Schule wieder beginnt und ich dementsprechend viel zu tun habe. :(
Freut ihr euch auch so sehr wie ich?
Naja, wie dem auch sei, ich hoffe euch gefällt das Kapitel und bis bald!
~ Eure DarkRose ♡
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Maid Reluctant
Roman d'amourEr hielt mich am Kinn fest, wodurch ich ihn ansehen musste. Ich versuchte all meinen Hass in meinen Blick zu legen. "Du kannst mir nicht entkommen, Lizza!", sagte er bedrohlich. "Du gehörst mir!" ▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪ Diese Geschichte habe ich vor lang...
