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„Alena und ich sind eigentlich seit Kindheitstagen befreundet gewesen aber da war nie mehr als Freundschaft. Weder von den Gefühlen noch von sonst was. Sie war einfach immer eine gute Freundin, mehr nicht. Zumindest aus meiner Sicht.."

Verwirrt runzel ich meine Augenbrauen aber höre weiter gespannt zu.

„Meine Firma habe ich von meinem Vater geerbt als er gestorben ist. Was ich allerdings nicht wusste war, dass die Firma pleite war und Alena's Eltern einen Deal mit meinem Vater eingegangen sind. Sie wussten das Alena Gefühle für mich hat seitdem Sie ungefähr Dreizehn war. Und das nutzten Sie aus. Sie haben meinem Vater am Sterbebett angeboten ihm Eine Millionen zu geben wenn er dafür sorgen würde das ich Alena heirate. Aus liebe zu meinem Vater und weil ich wusste er wird sterben willigte ich ein. Das ganze ist jetzt fast Drei Jahre her und Sie denkt ich liebe Sie wirklich.. Alena weiß nichts von der ganzen Sache zumindest denke ich das, mir gegenüber hat Sie nie was davon erwähnt.."

Er heiratet Sie nur aus zwang?

„Wieso löst du dich nicht von ihr? Ich meine du kannst doch ihren Eltern das Geld zurückzahlen. Du hast doch jetzt das Geld.."

Devin fängt leicht an zu lachen.

Seine Körper vibriert leicht und fragend schaue ich ihn an.

Ich verstehe nicht wieso er lacht. Es ist doch eigentlich ganz einfach oder nicht? „Liane.. glaubst du das hätte ich nicht bereits versucht? Aber es funktioniert nicht. Um daraus zu kommen bräuchte ich erstens einen verdammt guten Anwalt der sich mit dem Papierkram auskennt und mich da wirklich raus holen kann weil Sie durch den Mist ein Teil der Firma sind , zweitens bräuchte ich innerhalb der nächsten Eineinhalb Monaten ein verdammt guten Grund und drittens bräuchte ich jemanden der dafür sorgt dass diese ganze Erpressung in den Zeitungen landet. Beweise hätte ich aber alleine kann ich es nicht machen." In seiner Stimme liegt ein Hauch von Trauer aber auch ein Hauch von Verachtung.

Ich lege meine Hand auf seinen Bauch, kann seine Bauchmuskeln durch das T-Shirt fühlen und atme zittrig aus.

Ich habe gar nicht bemerkt das ich die Luft angehalten habe..

„Ich werde dir helfen.. aber nur wenn du willst.." wenn er es nicht will würde ich es verstehen aber er sollte zumindest wissen das ich ihm helfen würde. „Ich kenne ein paar Leute die du brauchst.. durch meine Mutter, meiner Schwester und Sarah also meiner Chefin hab ich ein paar Kontakte aber wenn du nicht willst dann"- „hei, ganz ruhig okay? Ich will ich bin bloß überrascht. Das ist alles.. ich wäre dir sehr dankbar. Geld regiert zwar die Welt aber auch nicht jeden."

Nachdenklich nicke ich.

Er hat recht.

Geld regiert die Welt aber nicht jeden.

Nicht jeder ist so sehr von Geld besessen das er alles dafür tun würde.

Und da fällt mir ein was ich ihn eigentlich noch fragen wollte. „Du sag mal, wie hast du mich gefunden und wie sind die Cops zu mir gekommen?"

Diese Frage brennt mir schon die ganze Zeit auf der Zunge aber bis jetzt kam ich einfach noch nicht dazu sie zu fragen.

Nervös sieht er von mir weg. „Ich hab Alena gefragt ob du dich gemeldet hast, hab ihr kurz und knapp gesagt wieso weil ich echt aufgewühlt war nachdem ich Scott kennengelernt habe.." alleine bei diesem Namen überkommt mich ein Schauer. Ich werde ihm das nie verzeihen können, wären die Cops und Devin später gekommen wäre ich vermutlich Tod zumindest hat der Arzt es so gesagt..

Ich will gar nicht wissen wie die Wohnung aussieht.

Dort sieht es bestimmt aus wie in einem Schlachtfeld.. und ich werde mich definitiv darum kümmern in eine andere Wohnung zu ziehen.

„Als Sie nein sagte sind bei mir die Sicherungen durchgebrannt und ich habe deine Chefin diese Sarah angerufen und ihr die Lage erklärt. Sie hat mir sofort deine Adresse genannt und meinte Sie sagt deiner Schwester Bescheid weil diese dich auch nicht erreichen könnte. Tja und dann bin ich sofort in den Wagen gestiegen, hab Tyler, den Cop der dich befragt hat, angerufen weil er ein alter Freund von mir ist und ihm deine Adresse samt Lage gesagt. Er ist sofort los mit seinem Team, Sie wären maximal nach fünf Minuten bei dir und ich nach ungefähr Acht. Ich hatte scheiße Angst zu spät zu sein, dass hätte ich mir nicht verziehen.. Als ich.. als ich bei dir ankam wurde Er gerade von drei Cops gegen die Wand gedrückt. Deine Schwester und Sarah standen auf der anderen Seite und haben geheult aber alles was mich interessiert hast warst du.."

Ich spüre wie eine Träne auf meinem Gesicht landet und hebe erschrocken meinen Kopf.

„Alles war voller Blut, du warst voller Blut und ich dachte es wäre zu spät. Ich hab dich mehrmals angeschrien du sollst wach bleiben aber du bist eingeschlafen, hattest einen zu hohen blutverlust. Nachdem Sie alles mögliche für dich getan haben hab ich jede Nacht hier verbracht.."

Mühsam Stütze ich mich auf seiner Brust ab, es ist eine seltsame Situation aber es ist mir egal.

Sanft, auch wenn mein Körper dafür schmerzt, streiche ich ihm eine Träne weg die sich gelöst hat und sehe ihm in seine grünen Augen, die mich in ihren Bann ziehen.

Es ist falsch aber wie kann etwas was so falsch ist sich so richtig anfühlen?

Kurz, nur für eine Sekunde, verziehe ich mein Gesicht weil mein Handgelenk anfängt zu schmerzen was Devin jedoch sieht.

Sofort drückt er mich leicht zurück in die Matratze und stützt sich stattdessen in über mich.

„Wieso?" Hauche ich ihm entgegen, meine Stimme ist so leise und trotzdem muss er es gehört haben so nah wie er mir ist.

Schulterzuckend sieht er mir abwechselnd von meinen Augen zu meinen Lippen.

„Ich weiß es nicht.." haucht er genauso leise zurück woraufhin sich eine Gänsehaut an meinem ganzen Körper bildet und kommt mir noch ein Stück näher.

Unsere Gesichter sind nur wenige Millimeter von einander getrennt und ich kann inzwischen nicht mehr klar denken.

Ich sehe kein Richtung und falsch mehr, nur diesen Moment gerade mit ihm.

Leicht öffne ich meine Lippen und lecke drüber weil Sie mir so unfassbar trocken vorkommen doch das bringt das Fass zum Überlaufen.

Ich kann es gar nicht richtig realisieren so schnell liegen seine Lippen auf meine aber als ich es dann realisiere schließe ich meine Augen, lege meine Hände in seinen Nacken und ziehe ihn somit noch näher an mich heran.

Eine seiner Hände legt er auf meiner Taille und die andere vorsichtig an meiner Wange.

Seine Zunge streicht an meiner Unterlippe, meinen Mund öffne ich einen Stück weit damit er mit seiner Zunge in meine Mundhöhle kann seufze genüsslich auf.

Es ist ein langsamer aber intensiver Kuss, der tausend Gefühle in mir weckt.

So falsch es auch ist, es fühlt sich tausend mal besser an.

In diesem Augenblick fühle ich mich so sicher und geborgen das ich alles andere vergesse, in diesem Moment zählen nur Devin und ich.

Still in love [ABGESCHLOSSEN]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt