"Be willing to be a beginner every single morning."
- Meister Eckhart
6 Jahre Später
Connor rannte durch die Straßen von National City. Regenwolken hingen über der verschlafenen Skyline der Stadt und nur wenige Menschen bahnten sich am frühen Morgen einen Weg durch die Gassen. Geschickt sprang der junge Mann über eine Pfütze nur um gleich darauf beinahe in eine junge Mutter mit ihrem Kind hinein zu laufen. "Entschuldigen sie bitte! Ich hätte besser auslassen sollen.", Bat er um Verständnis. Die Frau nickte nur freundlich und der kleine Junge an ihrem Arm lächelte ihm breit zu. Connor grinste zurück und drehte sich dann wieder seinen Weg zu. Er blickte auf die Uhr an seinem linken Handgelenk. "Verdammt noch Mal!", Fluchte er. Er würde zu spät kommen. Jess würde ihn töten.
Mit einem noch immer heißen Caffee sprintete Connor in ein modern gestaltete Hochhaus. Watson Cooperaktion stand in großen Buchstaben über dem Eingang. Ohne zu zögern, rannte er an den Empfangsdamen vorbei und lief so schnell auf die Fahrstühle zu, das in seinen Ohren pfiff. Im Lift angekommen, verschnaufte der junge Mann und strich sich einige Haare aus der Stirn. Sich umblickens, bemerkte er das ihn zwei Frauen amüsiert beobachteten. "Bitte sagt nichts.", Murrte er. Die beiden breiten Grinsen waren Antwort genug.
"Du bist wieder zu spät?", Fragte Carol, eine Frau in ihren dreißiegern mit Rasterlocken und beinahe schwarzen Augen, welche meistens in freundliche Sichelformen zu ihrem Gegenüber sahen.
Er nickte.
Emma, welche mit ihren orange-roten Haaren immer ein wenig aus der Menge hervor stach, lachte leise. "Sie wird dich umbbringen!", Versprach sie. Connor wirkte verzweifelt. "Ich hab ihr ihren Lieblingscaffee mitgebracht.", Sagte er und deutete auf den Becher in seiner Hand. Carol schüttelte den Kopf. "Sie musste heute früh diesen einen Kerl entlassen der letzte Woche Nora belästigt hat. Glaub mir, sie ist schlecht drauf!". Der Fahrstuhl öffnete sich und die beiden Frauen verließen den Raum. Aber nicht ohne Connor vorher noch einmal unterstützend auf die Schulter zu klopfen. Er verzog das Gesicht.
Er war geliefert.
Connor trat in das hoch über der Stadt gelegene Büro und blickte beinahe sofort auf den Anblick welcher sich ihm boot. Sogar im Herbst, wenn das Wetter regnerisch und kalt wurde, war die Aussicht von hier oben noch immer Atemberaubend.
Hinter sich, hörte der junge Mann ein Räuspern. Er schluckte und drehte sich langsam auf dem Fersenabsatz um. "Hey Jess?", Versuchte er kläglich die Frau zu besänftigen. Vorsichtig, zeigte der Neuankömmling dabei auf den Caffee in seiner Hand.
"Connor Watson!", Sagte sie leise. Er schluckte. "Was ist deine Ausrede?". Nervös spielte der Besitzer der Firma mit seiner Armbanduhr. "Du weißt schon. Der Verkehr war der Wahnsinn.".
Jess sah ihn an. "Du fährst nicht mal Auto.". Connor zuckte unter ihrem Blick zusammen. "Du hast verschlafen.", Stellte die Frau fest. Ertappt, ließ der junge Mann den Kopf hängen. "Elsa war gestern Abend einfach nicht mehr zu bändigen. Sie wollte den ganzen Abend über Disneyfilme anschauen.". Mit den Augen eines Hundewelpen, sah er die Frau an. Sie seufzte.
"Was hast du bitte erwartet gehabt als du ihr diesem Namen gegeben hast?". Der Jüngere zuckte mit den Schultern. "Gott , sie ist genauso wie du. Na los, setz dich hin. In einer halben Stunde bist du im Untersuchungszentrum. Du kommst da heute nicht drum herum!". Damit verließ die Frau, welche er ursprünglich nur als seine Sekretärin eingestellt hatte und welche nun dafür sorgte das Connor keine Eiscreme zum Frühstück aß (dies war mehr als einmal vorgekommen), den Raum.
Seufzend setzte Connor sich auf seinen Bürostuhl und drehte sich in Richtung des Panoramabildes von National City. "Ein neuer Arbeitstag hat begonnen!", Flüsterte er und streckte danach seine Muskeln um die leichte Verspannung in seinen Schultern loszuwerden. "Fangen wir an.", Meinte er und wandte sich seinem Laptop zu.
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Broken Soul
FanfictionDer Moment in dem du alles verlierst, kann der Moment sein, der dir eine neue Chance gibt. Eine Supercorp story
