"We all die. The goal isn't to live forever, the goal is to create something that will. "
-Chuck Palahniuk
Es war laut. So unglaublich laut. Mehrere dutzend Menschen standen auf einer von Staub eingehüllten Ebene, alle auf eine Person fokussiert. Dort stand er. Das Gesicht fahl und die Augen bläulich glänzend. Sein Gesicht war emotionslose. Ihm war bewusst was Kara im Gegensatz zu all den Anderen die anwesend auch bewusst schien. Er war stärker als sie alle zusammen.
Seitdem sie die Erde-38 verlassen hatten, waren zwei Tage vergangen. Zwei Tage, in denen das Schicksal des Universums entschieden werden würde. Der Anti-Monitor hatte es geschafft alle Erden zu diesem Zeitpunkt zu vereinen und sie alle wussten, dass nur noch wenige Minuten sie von der Auslöschung trennen konnten.
Zwei Stunden zuvor
"Was gibt's?", Fragte Sara, welche zum selben Zeitpunkt eingetroffen war wie Kara. Man hatte sie in die improvisierte Zentrale gerufen. Brainy sah sie beide an und deutete dann auf die hinter ihnen ankommenden Personen. "Wir müssen das mit Allen besprechen!", Erklärte er. Sara hob fragend eine Augenbraue. Kara zuckte nur mit den Schultern.
"Nein!", Rief Felicety durch den Raum. Olliver stand neben ihr. "Wir wussten das es so kommen würde!", Sagte er und griff nach ihrem Händen. Die Anderen starrten sie mitleidig an. Barry stand nervös daneben und hielt die Hand seiner Frau welche sich wie beiläufig über die Augen wischte.
Sie hatten gerade die Informationen bekommen wie sie dem Monitor aufhalten könnten. Barry und Olliver würden den Anti-Monitor herausfordern müssen. Nur so könnten sie ihn aufhalten. Kara und die Anderen sollten derweil seine Schergen beschäftigen. Ihr gefiel dieser Plan überhaupt nicht. Kate stand neben ihr. Auch die Kurzhaarige schüttelte betrübt den Kopf. "Na los Leute. Retten wir das Universum!", Rief Sara. Doch auch die Blonde klang eher deprimiert.
Im Jetzt
Olliver wurde zum fünften Mal vom Anti-Monitor durch die Luft geschleudert. Der Mann sah aus, als hätte man ihn durch den Matsch geschliffen. Dreck klebte an seiner grünen Kaputze und sein linkes Auge war lila zugeschwollen. Barry versuchte ihn noch immer zu überlisten. Kara wandte sich ab. Genau zum richtigen Zeitpunkt. Einer der Schergen des Bösen hatte gerade versucht ihr den Kopf abzureißen. Schnell duckte sie sich.
Die Blonde sah wieder zum Anti-Monitor. Dieser hatte gerade seinen rechten Arm ausgestreckt. Von diesem baumelte ein leblos wirkender Olliver. Er hatte die Augen geschlossen und nur durch Karas Supergehör konnte sie den leichten Herzschlag des Mannes wahrnehmen. Für einen Moment zögerte sie. Sie sah sich um. Die Anderen waren von den Schergen ihres Gegners abgelenkt.
Alex drehte sich um als sie bemerkte wie Sara neben ihr mit den Fingern auf etwas deutete. Bei diesem Etwas, handelte es sich um ihre Schwester. Diese hatte, dem am Boden liegenden Olliver zufolgen, den Älteren aus dem Griff des Anti-Monitors gerissen und schlug nun immer wieder mit einer imensen Geschwindigkeit auf ihrem Gegner ein. Dieser jedoch, ließ dies nicht auf sich sitzen. Der Mann schoss mit leuchtenden Strahlen welche sich in seinem Handballen bildeten auf sie und schlug immer wieder auf die Kleinere ein.
Der Wind wirbelte um sie herum auf als auch der Böse sich wie Supergirl in die Luft erhob. Immer wieder schlugen sie aufeinander ein.
Clark versuchte sich einzumischen und flog auf sie zu. Ein vernichtender Blick Karas, verwies ihn jedoch wieder auf seinen Platz.
"Irgendjemand muss ihr helfen!", Sagte Sara entschlossen und Alex wollte ihr gern zustimmen. Doch sie wusste, Kara hätte wahrscheinlich einen Plan.
Sie aktivierte ihren Com-link.
"Kara, was machst du da?", Zischte sie die Jüngere an. Die Rothaarige beobachtete weiterhin das Treiben am Himmel. Der Anti-Monitor hatte des Superheldin gerade mit einer Faust in den Bauch geschlagen. Kara fiel zu Boden. Ihre Freunde atmeten geschockt ein. Erleichtert seufzte Alex als sich Kara wieder erhob. Die Blonde hielt sich den Bauch und verzog das Gesicht. "Ich tuhe was getan werden muss!", Zischte sie.
Alex zog ihre Augenbrauen zusammen. "Das ist nicht deine Aufgabe!", Bluffte sie und starrte ihre Schwester an, welche sich gerade erneut auf ihren Gegner stürzte. Dieser schoss einen seiner Energiestrahlen auf sie, welchem die Blonde nur knapp entkam.
Nach einem weiteren Kräftemessen landete Kara in der Nähe ihrer Freunde. Alex lief zu ihr hin.
Die Blonde wirkte ramponiert. Schnitte bedeckten ihre Wangen und ihr linkes Auge war vor Schwellungen beinahe nicht mehr als solches zu erkennen. Ihr Anzug hing in Fetzen von ihr herab.
"Du musst aufhören!", Sagte Alex. Die Blonde schüttelte den Kopf. "Das ist nicht deine Aufgabe!", Versuche die Rothaarige ihr klar zu machen. Kara sah sie Verständnis los an. "Denkst du es ist besser wenn Barry oder Olliver sterben?". Alex schüttelte den Kopf und versuchte zu wiedersprechen. "Nei-", Kara unterbrach sie. "Die Beiden haben beide eine Familie zu der sie zurückkommen müssen! Ich weiß wie ich ihn besiegen kann. Es ist besser so.". Die Rothaarige sah sie an. "Du kannst das nicht tun! Du wirst dabei draufgehen!", Flüsterte die Andere eindringlich. Kara legte ihrer Schwester eine Hand auf die Schultern. Ein kleines Lächeln umspielte ihre Lippen. "Das ist es wert.". Sie hielt inne und beobachtete ihre Schwester für einen Moment. Dann wandte sie ihren Blick wieder ihrem Gegner zu, welcher sich ebenfalls vom Boden erhoben hatte. "Versprich mir das ihr aufeinander aufpassen werdet!", Sagte die Blonde. Die Ältere starrte sie mit den Tränen und den Augen an. "Kar-".
"Bitte Alex.", flehte die Blonde. "Das werden wir.". Die Superheldin nickte und drehte sich um. "Ich hab dich lieb Schwester.", Murmelte sie. "Danvers sisters für immer.", Lächelte Alex traurig. "Danvers sisters für immer", antwortete Kara mit fester Stimme.
Alex beobachtete wie Kara wieder auf den Kampfplatz flog. Eine betäubende Stille, hatte sich auf die Gruppe gesenkt. Sie alle hatten es mit angehört. Kara würde den Platz von Barry und Olliver einnehmen.
Kara hatte noch mehrere Male einen Schlagabtausch mit dem Anderen, ehe sie sich ein letztes Mal zu ihnen umdrehte und ihnen zurief: "Sagt Lena es tut mir leid!". Dann würde sie von einem letzten Energiestrahl des Anti-Monitors getroffen. Anstatt auszuweichen, nahm sie die Emdgie auf. Als dieser Austausch einmal begonnen hatte, schien es als hätte der Anti-Monitor keine Kontrolle mehr darüber. Der Strahl verband sich mit dem Superhelden und brach nicht ab. Alex beobachtete wie es um sie herum begann immer wieder zu glühen und blitzartige Gebilde aus der Verbindung hervortraten. Sowohl der Anti-Monitor als auch Kara glühten nun in einem hellen blau. Die Spannung um sie herum baute sich immer weiter auf und ein lautes Brummen erfüllte die Luft.
Und dann war es vorbei. Es endete im einer Explosion, welche alles im Umkreis von zwanzig Metern zerstörte. Ein blaues Feuer fegte durch den Himmel und verbrannte die Luft um sie herum. In genau diesen Moment, löste sich die Verbindung welche der Verbindung zu den verschiedenen Universen gehabt hätte und die Erden lösten sich wieder voneinander. Die Zeit schien sich unglaublich langsam vorwärts zu bewegen. Es kam Alex vor als wären Stunden vergangen als die Welt aufhörte sich zu drehen.
Mühsam, rappelte sich die Rothaarige auf. Um besser sehen zu können, strich sie sich eine störende Haarsträhne aus den Augen. Ihr Blick richtete sich dort hin, wo wenige Minuten zuvor Kara und der Anti-Monitor gekämpft hatten. Die Fläche war schwarz vor Ruß und die Luft war von dem Geruch von Rauch durchzogen. Und nirgendwo eine Spur von Kara.
Ihre Kiefer spannte sich an, das konnte nicht wahr sein. Das konnte einfach nicht passiert sein. All dies war ein schlimmer Traum von dem sie gleich erwachen würde.
Eine Hand legte sich auf ihre Schulter. Sie drehte sich um. Sara stand neben ihr. "Es tut mir leid!", Sagte die Blonde mit einem mitleidigen Blick.
Alex blickte wieder auf die verbrannte Fläche und schluckte.
Kara war tot.
Anmerkung von mir: Sorry?
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Broken Soul
FanfictionDer Moment in dem du alles verlierst, kann der Moment sein, der dir eine neue Chance gibt. Eine Supercorp story
