"No one ever told me that grief felt so like fear."
― C.S. Lewis
Connor hatte Elsa ins Bett gebracht und lies sich nun wieder neben Lena auf der Couch nieder. Die Brünette hatte sich ein Glas Wasser geholt und besah sich lächelnd die Bilder von Vater und Kind welche an der Wand hingen. Lena hatte sie schon einige Male gesehen und dennoch zogen sie Sie jedes Mal wieder an. Wie eine Motte vom Licht. Die Bilder strahlten eine solche Fröhlichkeit, eine solche Offenheit aus, dass es der Luthor beinahe den Atem nahm. Das Lächeln welches auf den beiden so unterschiedlichen Gesichtern erschien, war beinahe identisch. Beide mit diesen verdammt blauen Augen und diesem unwiederstehlichen Lebenswillen.
"Das Monster schläft endlich.", sagte der Blonde. Lena grinste. "Monster?" "Nun ja, vielleicht nicht Monster aber devenitiv ein Plagegeist." Connor kicherte leise und lehnte sich zurück. "Kann ich dich mal was fragen?" Die Brünette nickte. "Bei Noonans kann man das Danvers Spezial bestellen. Hat das rein zufälliger weise etwas mit Kara Danvers zu tun? Alex wird es mit Sicherheit nicht sein. Sie isst meines Wissens nach nicht allzu viel Fastfood." Lena stützte sich auf und fand ein paar lose Fäden der Couch mit welchen sie ihre Finger ablenken konnte. "Ja, es hat etwas mit Kara zu tun." Rot gemalte Lippen lächelten in den abgedunkelten Raum. "Kara was ein leidenschaftlcher Esser. Sie hätte eine gesammte Kuh essen können und hätte immer noch Hunger gehabt."
Connor hörte aufmerksam zu.
"Noonans war ihr Lieblingsrestaurant. Und beinahe jeden zweiten Tag würde sie sich dort ihre geliebten Poststicker holen. Ich hab mehrere Male versucht sie dazu zu bringen Salad zu essen- es hat nie funktioniert. Die Besitzer von Noonans haben irgendwann angefangen eine Bestellung für Kara bereit zu halten. Eine doppelte Portion Poststicker. Sie nannten es Das Danvers Spezial." Sie seufzte. "Ich würde alles dafür geben noch mal mit ihr dort Mittag essen zu gehen. Ich würde nicht mal etwas sagen wenn sie schon wieder zu viel Zuckerhaltiges nehmen würde." Connor legte seine Hand zum wiederholten Male an diesem Abend auf die Schulter der Frau. "Ich bin mir sicher Kara würde sich freuen wenn sie wüsste dass du noch an sie denkst." Er streckte seinen Rücken. "Aber ich bin mir auch sicher dass sie nicht wöllte das du in der Trauer versinkst. Sie würde mit sicherheit wollen das du ein erfülltes Leben lebst. Das du dich nicht in Arbeit vergräbst. Das du Spaß hast." Lena nickte und griff nach der Hand des Blonden, welche noch immer auf ihrer Schulter ruhte. "Ich versuche es. Ich versuche es wirklich. Aber es ist so hart. Kara stürmte in mein Leben und riss all meine Mauern nieder. Ohne das ich es überhaupt mitbekam, war sie plötzlich überall. Sie füllte mein gesammtes Leben aus und auf einmal war sie weg. Und trotzdem, obwohl sie weg ist, obwohl es absolut keinen Sinn ergibt, sehe ich sie noch überall."
Lena drückte die Hand des Mannes, welcher sich nun weiter vorbeugte. "Es ist schwierig über Menschen hinweg zu kommen die man verloren hat. Ich weiß das, aber du musst es versuchen. Du darfst dich nicht für immer von diesem Verlust bestimmen lassen. Ja, Karas Tot hat dein Leben beeinflusst und wird es auch für immer tun. Aber du musst das Gute sehen. Nimm das was Kara dir gelehrt hat, all das was sie dir bedeutet hat und versuche es der Welt wiederzugeben. Wandle diese Liebe die du für sie hattest, in etwas was allen helfen könnte. Etwas auf das sie stolz wäre. Etwas das dir dabei helfen würde sie loszulassen."
Lena lächelte den jungen Mann traurig an. "Eliza hat mir vor ein paar Jahren das Selbe gesagt." Connor drückte die graziele Hand noch ein Mal, dann lies er sie los. "Es ist ein guter Rat. Mir hat er geholfen als die Mutter von Elsa gegangen ist. Versuche es einfach."
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Broken Soul
Fiksi PenggemarDer Moment in dem du alles verlierst, kann der Moment sein, der dir eine neue Chance gibt. Eine Supercorp story
