"The truth is, unless you let go, unless you forgive yourself, unless you forgive the situation, unless you realize that the situation is over, you cannot move forward." – Steve Maraboli
Der Geist des Menschen ist unergründlich. Absolut jeder Mensch denkt, er wäre unantastbar. Dass das Einzige was unser ist, unser Denken ist. Und dies mag war sein. Die Arroganz anzunehmen das dies nicht zu unterdrücken, zu kontrollieren ist, grenzt an Blasphemie. Der Mensch kontrolliert sich nur im Tode. Zu jeder anderen Zeit ist der Körper, gar der Geist einer Person unter stetigen Beschuss. Unter dem Druck jemand zu sein den Andere wollen. Und bei absolut jedem, bricht irgendwann die Blokade, und die Kugeln treffen ihr Ziel. Durchlöchern die Haut und löschen alle Versuche des Wiederstandes aus.
Barry hatte dies verstanden. Er würde seinen Geist nie wieder für etwas alltägliches hin nehmen. Es ist eine Sache keine Kontrolle über den eigenen Körper zu haben, aber es ist grausam den Verstand zu verlieren. Der Moment in dem er endlich den Nebel durchbrechen und die glühende Lava hinter sich lassen konnte, war der Moment in dem Barry wieder zu Barry wurde. Der Regen wieder nach unten viel. Die Erde sich um die Sonne drehte. Für den Superhelden, war die Zeit wie stehengeblieben und endlich in der Lage sein die Welt um sich herum klar zu sehen, die Stimmen der Anwesenden klar und deutlich zu hören, das Perfüm von Iris zu riechen. Es war wie ein Sprung ins Wasser. Er sah die erwartunsvollen und gleichzeitig besorgten Gesichter der Menschen, von denen er einige kannte, andere nicht.
"Wasser.", war das Erste was Barry hervorkrächzte. Seine Kehle war staubtrocken und seine Stimme beinahe nur ein Flüstern. Jemand reichte ihm ein Glas. Gierig trank er es aus, noch immer durstig, reichte er es erneut zu der Person. Nach drei Gläsern konnte der Speedster seine Aufmerksamkeit endlich auf etwas Anderes lenken. Zum Beispiel Iris, welche ihn liebevoll ansah. Die dunklen Haare vor dem Gesicht. "Hallejujah, es hat geklappt!", flüsterte eine Frau, vielleicht mitte Dreisig. Sie saß neben jemanden den Barry als Lena Luthor identifizierte. Sein Blick viel auf Alex, welche mit den Händen hinter dem Rücken verschränkt ein wenig Abseits von den Anderen stand. "Alex?", fragte er. Die Rothaarige sah ihn an, der Audruck in ihrem Gesicht geprägt von Angst. Aber wovor?
"Was ist mit mir passiert?" Die Agentin kam näher und erklärte ihm die Situation. "Du wurdest vergifted. Wir wissen nicht von wem. Es war allerdings ein Gift vom Neptun. Es hat eine Weile gedauert bis wir das herausgefunden hatten. Das Gift bewirkte im Prinzip kompletten Wahnsinn. Sowohl Geistig, als auch Körperlich." Sie seufzte. "Irgendjemand wollte dich ausschalten." Barry war nicht überrascht. Er hatte sich in seine Laufbahn als "The Flash" einige Feinde gemacht. Er dachte an den Grund aus dem er nach National City gereist war und versuchte eine Verbindung zwischen den Beiden herzustellen, konnte allerdings keine finden. Niemand hatte von seinen Recherchen gewusst. Wahrscheinlich hatte irgendein Bösewicht welcher sich unsichtbar machen konnte die Gelegenheit am Schopf gepackt. Das war ein Problem für wenn sie zurück nach Hause gehen würden. Im Moment wollte er allerdings viel lieber herausfinden ob die Anderen in der Zwischenzeit etwas herausgefunden hatten. "Ihr wisst alle wieso ich hier her wollte?" Die Leute nickten. Zufrieden lehnte sich Barry auf der Liege des Med Bays zurück. "Habt ihr irgendetwas näheres herausgefunden?"
Alex schüttelte den Kopf, trat aber näher zu ihm heran. "Ich weiß dass du denkst das meine Schwester noch am Leben sein könnte, aber Fakt ist: Die Wahrscheinlichkeit liebt bei weniger als einem Prozent. Niemand hat sie gesehen. Ich habe in den letzten Wochen die Security Kameras so ziemlich überall auf der Welt kontrollieren lassen. Wenn sie noch am Leben wäre, dann hätte ich Kara gefunden!" Barry war die Ernsthaftigkeit der Situation bewusst. Und auch das die Chancen Kara zu finden gering waren, aber selbst wenn sie nur den toten Körper der Kryptonierin herbei schaffen würden. Wenn sie endlich einen tatsächlichen Abschied haben könnten, dann wäre es das doch wert gewesen, oder? Gewissheit wäre doch besser als sich ewig zu fragen: Was wäre wenn?
Barry sah in die traurigen Gesichter der Anwesenden. Alex wirkte als hätte sie die letzten Tage kaum geschlafen. Lena schien nicht besser zu sein und Eliza wischte sich subtil die Tränen von den Wangen. Sein Blick viel auf einen jungen Mann, der nicht sehr viel älter als dreisig sein konnte. Die Haare blond, Strähnen welche ihm ins Gesicht vielen. Ein blaues und eines, welches beim genaueren Hinsehen blind war. Feine Narben zierten diese Seite seines Gesichts. Narben, welche in seinem Hemd verschwanden. Wer war der Typ?
Barry schüttelte den Kopf und wendete sich wieder Alex zu. "Wir könnten zumindest nach der Leiche suchen. Einen Beweis dafür finden das sie tatsächlich tot ist." Die Rothaarige schien sich zurück zu halten. Das Zittern ihre Hände war offensichtlich. "Wir könnten alle endlich los lassen!"
Alex sah ihn nicht in die Augen. "Meine Schwester ist tot! Kara Danvers starb vor sechs Jahren! Da wird keine Leiche sein weil sie explodiert ist verdammt noch mal." Sie riss sich zusammen. "Hör auf in der Vergangenheit zu graben." Alex stand auf und verlies den Raum ohne sich noch einmal umzusehen.
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Broken Soul
FanfictionDer Moment in dem du alles verlierst, kann der Moment sein, der dir eine neue Chance gibt. Eine Supercorp story
