Ungewöhnliche Überraschung(5)

574 32 9
                                    


Magnus


„Alec, du setzt dich bitte einmal auf die Liege dort und ihr könnt euch auf die Stühle setzen, beziehungsweise, Magnus, du kannst dich auch neben Alec stellen, wenn du bei ihm sein willst.", lächelt Catarina und zieht sich einen weißen Kittel an. Sie holt sich ein Stethoskop und stellt sich vor Alec, während ich mich neben ihm platziert habe. „Ich bin auch Arzt. Warum müssen wir das jetzt alles noch einmal machen?", beschwert sich Julian und schaut über meine Schulter zu Cat und Alec. Auch Viktor ist mittlerweile aufgestanden, da er nicht alleine dort hinten warten wollte.

„Jungs, könnt ihr ein wenig zurück gehen. Ihr bedrängt uns hier ein wenig.", schiebt Catarina die zwei wieder weg, bis auf mich. Ich halte Alecs Hand, während ich fühle, wie er ein wenig anspannt. „Ich werde einfach ein paar Untersuchungen machen, keine Grund zur Sorge.", stöpselt sie sich das Stethoskop in die Ohren. „Schiebst du dein T-Shirt bitte ein Stück hoch.", bittet sie, doch Alec sieht sich unsicher im Raum um. „Wollt ihr nicht einstweilen draußen warten?", richte ich mich an Julian und Viktor, da sie sowieso nicht unbedingt nötig sind. Ich will nur nachher mit ihnen sprechen. „Aber... " „Kein aber.", unterbreche ich Julian und schmeiße sie raus, bevor ich wieder zu Alec gehe.

„Du kannst ruhig dein T-Shirt ausziehen, ich achte nicht auf deinen Körper, Alec. Ich will dich nur abhören.", lächelt Catarina ihn freundlich an. Er zieht sein Shirt nach oben und Cat beginnt das Bruststück auf Alecs Oberkörper zu legen. „Atme bitte tief durch.", gibt meine beste Freundin Anweisungen. „Nicht atmen ... ok, geht wieder.", entfernt sie sich einen Schritt von Alec und hängt sich das Stethoskop um den Hals, während Alec das T-Shirt wieder nach unten zieht. Catarina macht noch ein paar weiter Untersuchungen, bevor sie den Schwarzhaarigen wieder bittet, seinen Bauch freizumachen.

„Ultraschall. Du hast gesagt, dass du im zweiten Monat bist? Dann sieht man vielleicht schon mehr, als bei deinem letzten.", informiert sie Alec und gibt ein wenig von dem kalten Gel auf ihr Gerät. „Achtung, kalt.", warnt Catarina, bevor sie es auf Alecs Bauch absetzt und das Gel ein wenig verteilt. „Also ich kann dir bis jetzt zwar noch nicht sagen wie das möglich ist, aber ich kann dir noch einmal sicher bestätigen, dass du schwanger bist.", sieht Cat auf den kleinen Bildschirm neben der Liege. Alec drückt einmal meine Hand, was ich erwidere und ihm ein Lächeln schenke.

„Dem Baby scheint es auch gut zu gehen. Alles normal, bis auf, dass es nicht normal ist.", lacht Cat leicht und entfernt das Gerät dann wieder. Sie legt ihm Papiertücher hin, damit er sich das Gel wegwischen kann und geht zu dem Schreibtisch in der Mitte des Raums. Ich helfe Alec ein wenig, bevor er sich das T-Shirt wieder überzieht und wir uns vor den Schreibtisch setzen. „Holst du die zwei wieder rein?", richtet sich Cat an mich. Die hätte ich fast vergessen. Ich stehe noch einmal auf und hole Julian und Viktor, welche sich Stühle neben unsere ziehen.

„Ich nehme an, ein Blutbild habt ihr bereits gemacht?", wendet sich Catarina an Julian. „Ja, alles mögliche natürlich. Aber er ist, egal was wir machen, eindeutig schwanger.", erwidert er sachlich. „Ich sage es euch gleich, wir wissen nicht, welche Komplikationen auftreten können. Ich – und ich denke da kann ich auch für Julian sprechen – hatten so etwas noch nie, weswegen wir auch dementsprechend unerfahren darin sind. Wir werden dich natürlich wie eine normale Schwangerschaft behandeln, aber wir können nicht garantieren, dass alles funktioniert.", informiert uns Catarina ein wenig mitleidig.

„Aber natürlich hoffen wir, dass alles super funktioniert und ihr in ungefähr sieben Monaten ein gesundes Baby in den Händen haltet.", lächelt sie, was auch Alec und mich ansteckt. Wir verschränken unsere Finger ineinander und ich drücke seine Hand einmal fest. „Eine Frage hätte ich allerdings noch ... habt ihr über eine Abtreibung nachgedacht? Habt ihr es in Erwägung gezogen?", fragt Cat Julian und natürlich hauptsächlich Alec. Er schaut hinunter auf unsere verschränkten Hände und spielt mit unseren Fingern. „I-ich ... habe nicht wirklich darüber nachgedacht, da ich gehofft habe, dass das nur ein Witz oder sonstiges ist. Aber hätte ich mich entscheiden müssen, hätte ich es auf jeden Fall behalten.", erklärt Alec unsicher.

Malec Oneshots & Short storys (german)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt