Childhood Friend ~ Chapter 12Verwirrung - Eine andere Art von Beziehung?
Mike's PoV:
„Guten Morgen, Sohnemann.“ Die dunklen Augen meines Vaters spitzen mich über dessen riesige Zeitung in seinen Händen hinweg an.
„Hey, Dad.“, gab ich knapp zurück und ließ mich auf meinen Platz fallen
„Mit wem telefoniert Mum da?" Etwas verwundert betrachtete ich meine Mutter, welche mit dem Telefon am Ohr durch das ganze Erdgeschoss lief. Ihr Redefluss schien dabei kein Ende zu nehmen, so breit grinsend hatte ich sie schon lange nicht mehr gesehen.
„Ich glaube, das ist Susan Bennington. Die Mutter von ... wie heißt der Junge noch gleich? Es war irgendwas mit J, da bin ich mir sicher. Justin? James?“ Verlegen kratzte er sich am Hinterkopf während er scharf nachdachte.
„Chester.“, warf ich knapp ein.
„Ja, genau.“ Leicht begann ich zu schmunzeln. Mein Dad hatte es noch nie so wirklich mit den Namen gehabt. Ich nahm mir eines der Brötchen und bestrich dieses mit Nutella. Gerade als ich reinbeißen wollte, kam mein Bruder wie sooft mit einer fremden Frau im Schlepptau zur Tür herein.
Kurzerhand stand ich auf und ging an ihnen vorbei hinaus in den Flur.
„Mike, du hättest ruhig sitzen bleiben können!“, rief mir mein Vater nach. Klar, wir hatten doppelt so viele Stühle am Tisch wie Leute in diesem Haus wohnten, jedoch wollte ich peinlichen Gesprächen möglichst aus dem Weg gehen.„Schon gut, ich wollte gerade hochgehen und mich umziehen!“, gab ich zurück und lief Richtung Treppe.
„Michael, wie oft hab ich dir denn schon gesagt, dass du dir wenigstens einen Teller nehmen sollst. Du bröselst wieder den ganzen Teppich voll!“, beschwerte sich meine Mum, die inzwischen offensichtlich aufgelegt hatte und nun mit verschränkten Armen im Türrahmen zum Wohnzimmer stand.
„Sorry, Mum.“ Lachend verdrehte sie nur die Augen und wuschelte mir durch meine noch immer ungestylten Haare.
„Schon gut. Im übrigen hat uns Chester's Mutter heute auf einen Kaffee bei ihnen eingeladen. Ich erwarte von dir, dass du auf dem Schulweg nicht wieder ewig rumtrödelst und dich mit Robert, Mark und den anderen in der Stadt herumtreibst.“, sagte sie in einem etwas strengerem Ton woraufhin ich nickte. Dann ging ich hoch in mein Zimmer und machte mich für die Schule fertig.〷
Ich war heute etwas früher in der Schule als geplant, keiner von den anderen Jungs hatte sich bisher hier blicken lassen. Es gab kein Gedränge auf den Gängen, keinen Lärm. Ich brauchte nicht allzu lange zu suchen, bis ich Anna schließlich in einem der langen Korridore der Schule fand. Bei ihr standen wie zu erwarten der Ginger und das Mädchen mit den langen, schwarzen Haaren und dem Pony.
„Sieh' nur, Anna. Er kommt direkt auf uns zu.“, hörte ich dir eine von weitem schon tuscheln. Anna stand mit dem Rücken zu mir, weswegen sie zuerst ein wenig erschrak als ich meine Hand von hinten auf ihre Schulter legte.
„Hey, Baby.“, begrüßte ich sie. Augenblicklich lief sie rot an und auch die anderen beiden Mädchen schienen völlig hin und weg zu sein.
„Alles okay?“, fragte ich woraufhin sie schmunzelnd nickte.
„Ja, ich bin's nur nicht gewohnt, dass mich jemand so nennt.“, gab sie schüchtern zurück. Ich nickte und blickte ihr tief in die Augen.„Wie lassen euch zwei dann mal alleine.“, kicherte die Schwarzhaarige und packte ihre Freundin an der Hand um sie hinter sich her außer Sichtweite zu ziehen. Kopfschüttelnd sah ich ihnen hinterher. Als wir wieder alleine waren, konzentrierte ich mich wieder auf sie. Sanft strich ich ihr die Haare ein wenig aus dem Gesicht ehe ich den Kopf ein wenig zur Seite neigte und meine Lippen auf ihre drückte. Anfangs erwiderte sie etwas zögernd bevor sich ihre Anspannung wie in Luft auflöste und sie ihre eine Hand in meinen Nacken legte um mich noch näher zu ziehen. Nach einiger Zeit lösten wir uns wieder voneinander und sahen uns einfach nur in die Augen.
„Ist es okay, wenn ich jetzt gehe? Ich hab den beiden versprochen, dass ich ihnen noch Mathe erkläre.“, sagte sie nach ein paar Minuten etwas bedrückt. Lächelnd nickte ich.
„Danke, du bist der Beste. Bis dann.“, sagte sie und drückte mir noch einen Kuss auf die Wange bevor sie in die Richtung verschwand, in die beiden anderen Mädchen vorher gelaufen waren.„Hab ich was verpasst?", ertönte es plötzlich hinter mir woraufhin ich zusammenzuckte. Erschrocken drehte ich mich zu um, wo der Blonde stand und mich breit angrinste.
„Uhm ...“, stammelte ich vor mich hin.
„Komm schon, Mikey. Seit wann gehst du mit der Kleinen?“, wollte er wissen. Langsam gingen wir nebeneinander den Schulflur entlang, mein Blick dabei zu Boden gerichtet.
„Ist noch ganz frisch. Gestern.“
„Wie hast du das angestellt?“, wollte er wissen.
„Ich hab ihr was auf dem Klavier vorgespielt.“ Etwas perplex sah er mich an ehe er zu grinsen begann.
„Sehr sonderbar. Bist du wirklich so ein romantischer Typ?“ Schmunzelnd stieß ich ihm meinen Ellenbogen in die Seite woraufhin er leise aufzischte.„Du bist wirklich neugierig für jemanden, der sich angeblich für sowas wie Beziehungen nicht zu interessieren scheint.“, grinste ich ihn breit an. Seine Wangen nahmen eine leicht rote Farbe an, was er jedoch zu verstecken versuchte indem er nun ebenfalls auf den Boden unter uns starrte.
„Hast du dir Sam eigentlich schon mal angeschaut?“ Auf meine Frage nickte der Blonde nur stumm.
„Sieht ganz nett aus.“, murmelte er woraufhin ich die Stirn runzelte.
„Ganz nett? Komm, Chester. Sie ist doch-“, fing ich an, jedoch unterbrach er mich.
„Versuchst du mich schon wieder zu verkuppeln, Mike?“ Mit einem unschuldigen Lächeln auf den Lippen hob ich nur abwehrend die Arme. Dann herrschte zwischen uns wieder Stille, keiner von uns wusste, was er mehr sagen sollte.„Du redest nicht wirklich gern über Mädchen, nicht wahr?“ Die Frage war eigentlich unnötig, da ich die Antwort ohnehin schon wusste, jedoch musste irgendjemand irgendwann dieses erdrückende Schweigen brechen. Chester nickte nur.
„Warum nicht? Ist zwischen dir und einem Mädchen einmal etwas vorgefallen?“, hakte ich nach, jedoch schüttelte er daraufhin den Kopf.
„Nein, ich bin nicht der Mensch für Beziehungen dieser Art.“, gab er zurück woraufhin ich die Augenbrauen hoch zog. In diesem Moment schrillte der Ton die Schulglocke durch die Korridore.
„Wir sehen uns nach der Schule.“, sagte er nur noch bevor er verschwand. Beziehungen dieser Art? Was meinte er wohl damit? Vielleicht mochte er keine festen Beziehungen, sondern nur etwas Lockeres. Vielleicht stand er aber auch auf eine andere Art von Mädchen. Ich wusste es nicht und ich war noch immer verwirrt von dieser Aussage, jedoch würde ich es schon bald erfahren...~To be continued~
Ja, ich lebe auch noch xD
I'm sorry, dass zurzeit so wenig komm. Durch dieses Homeschooling und diese ewigen Arbeitsaufträge bleibt mir nur noch kaum Zeit weiterzuschreiben...*schnief* 😢🖤
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Childhood Friend \\ Bennoda ✍︎
FanfictionWas passiert, wenn sich die Wege zweier getrennter Freunde, die einst in Kindertagen unzertrennlich waren, erneut kreuzen? Könnte alles wieder so werden, wie es einmal war?