Lian
Ich betätige mit zitternden Fingern die Klingel, die Tür summt und ich laufe in den dritten Stock. Roman steht an dem Türrahmen gelehnt und sein Blick wird etwas überrascht, als er mich sieht. „Lian? Was machst du denn hier? Du bist ganz blass.", sagt er und geht zur Seite. „Ich bin hier, weil ich dir etwas sagen muss Roman.", fange ich an und drehe mich zu ihm. „Roman? Wer ist da?", höre ich eine weibliche Stimme aus dem Wohnzimmer, dann Schritte, bis Marlen vor mir steht. „Hey Lian. Was für eine Überraschung.", begrüßt sie mich. Ich schaue von Marlen zu Roman, der mich unsicher anschaut. „Was wolltest du mir sagen?", versucht er irgendwie die Situation zu retten. „Ähm, es ist mir entfallen. Ich melde mich bei dir.", murmle ich und gehe wieder in die Richtung der Türe. „Ob das zwischen mir und Marlen was wird, weiß ich nicht Lian.", flüstert er mir zu. „Hast du dich deswegen nicht mehr gemeldet?", zische ich schon fast. „Kann sein ja. Es tut mir leid.", haucht er leise und legt seine Hand auf meine Schulter. „Bis dann Roman.", murmle ich leise und verlasse die Wohnung. Unten an den Briefkästen nehme ich meinen Mutterpass hervor, hole eins der Bilder raus und werfe das in seinen Briefkasten. Mit hängendem Kopf laufe ich nachhause und lasse diesen Anblick sacken, dass Roman und Marlen sich nun treffen. Zuhause werfe ich meine Tasche zu Boden, strample mir die Schuhe ab und meine Jacke werfe ich in die Ecke.
„Hat er so schlecht reagiert?", fragt Lilien, als ich mich neben sie setze auf die Couch. „Er weiß es noch gar nicht. Eine gewisse Dame hat mich davon abgehalten es ihm zu sagen.", brumme ich. „Wie eine gewisse Dame. Hat Roman eine Freundin?", kommt es nun von Konstantin. „Sozusagen. Er und Marlen treffen sich schon seit Wochen. Deshalb hat er sich nicht mehr gemeldet bei mir.", antworte ich. „Was?! Das ist doch nicht dein Ernst! Erst will ER noch wissen, ob du dir mehr vorstellen kannst und dann?!", sagt Lilien völlig außer sich. „Ich habe jetzt eines der Bilder in seinen Briefkasten geworfen. Ohne ein Kommentar, da wird er morgen aber schauen.", sage ich und zucke mit den Schultern. „Und wie soll das weitergehen?", fragt Konstantin mich. „Keine Ahnung. Irgendwie werden wir das schon hinbekommen und das Kind großziehen.", äußere ich und zucke mit den Schultern. „Auf jeden Fall. Roman ist immerhin der Vater und hat ja auch ein Recht, dass er etwas von seinem Kind hat.", meint Lilien. „Schon klar. Jetzt lasse mich erstmal die 12 Wochen überstehen ohne das Baby zu verlieren.", murre ich und lege meinen Kopf auf die Couchlehne. „Magst du was Essen?", fragt leise Konstantin. „Ja. Pizza.", sage ich und seufze laut. „Ich bestelle Pizza.", kommt es leise von ihm. „Guter Schwager.", antworte ich und lege mich nun hin, sodass meine Beine auf dem Schoß meiner Schwester liegen. „Ist dir wieder schlecht?", fragt sie besorgt. „Es geht schon. Ich werde bestimmt meine gute Pizza nachher wieder auskotzen." Und ich sollte recht behalten.
*2 Tage später*
Mein Handy klingelt ununterbrochen, weshalb ich einfach abhebe ohne drauf zu schauen.
Lian: „Hallo?"
Roman: „Lian! Woher kommt dieses Ultraschallbild? Wer ist hier schwanger?"
Lian: „Das ist von mir..."
Roman: „Wie das ist von dir? Bist du schwanger?"
Lian: „Ich wollte es dir eigentlich vorgestern persönlich sagen, jedoch hat mich da etwas anderes aus dem Konzept gebracht."
Roman: „Gib jetzt nicht Marlen die Schuld! Ist das Kind von mir?"
Lian: „Fragst du das gerade wirklich? Natürlich ist das von dir! Von wem soll es denn sonst sein?"
Roman: „Keine Ahnung. Ich weiß ja nicht mit wem du es so treibst."
Dieser Satz verpasst mir einen großen Stich in meinem Herzen. Ich spüre wie mir die Tränen hochkommen und lege eine Hand auf meinen Bauch.
Lian: „Fick dich Roman! Du hast überhaupt keine Ahnung. Sage mir doch einfach, wenn du mit der ganzen Scheisse nichts zu tun haben willst! Ich schaffe das auch ohne dich!"
Ich lege auf, sperre mein Handy und lasse mich in mein Bett fallen und weine einfach drauf los. „Li. Warum weinst du? Was ist denn los?", fragt Lilien mich leise und setzt sich auf mein Bett. „Er ist so ein Arsch Lilien. Ich trage das Kind eines Arschloches aus.", murmle ich. „Will er es etwa nicht?" Ich setze mich auf, schniefe und wische mir die Wangen trocken. „Er hat gefragt, ob das Kind überhaupt wirklich von ihm ist." Lilien verzieht geschockt das Gesicht, und zieht mich in ihre Arme. „Du hast recht Lian. Wir schaffen das ohne ihn, denn wenn er schon so anfängt, dann brauchen wir ihn nicht.", sagt sie und hält mich fest. Lilien ist die beste Schwester, die ich mir hätte wünschen können.
Den restlichen Tag versuche ich mich auf die Arbeit zu konzentrieren, da ich oft auch im Homeoffice bin. Mein Handy habe ich für heute ausgeschalten und bin nur noch über mein Diensthandy erreichbar. Immer wieder lese ich mir einen Antrag nach dem anderen durch und lehne diesen entweder ab oder nehme den Antrag an. Als ich endlich Feierabend machen kann, schalte ich meinen Laptop und das Diensthandy aus. Mein privates Smartphone schalte ich wieder an und ein Haufen Nachrichten springen mir entgegen. Die meisten sind entweder von Lilien oder Konstantin, aber auch Roman und vor allem Marlen haben mich zugetextet. Was Marlen wohl jetzt will?
Ich gehe auf den Chat zwischen mir und Marlen drauf und fange an zu lesen.
Marlen: Hey Lian, Roman hat mir gestanden, dass du schwanger von ihm bist. Ich möchte nur das du weißt, dass das für mich überhaupt kein Problem ist. Ich werde dich und ihn gerne unterstützen und so ein Teil eures Lebens sein, da ich und Roman nun zusammen sind. Bitte nimm es ihm nicht übel, dass er vorhin so hart zu dir war. Er war mit der Situation komplett überfordert und ich habe es noch verschlimmert, da ich ihm wegen dem Ultraschallbild böse Dinge an den Kopf geworfen habe. Ich hoffe, du kannst ihm das verzeihen und meldest dich bald.
Ganz viele Grüße an deine Schwester
Ich lege mein Handy auf den Couchtisch, verschränke meine Arme und denke über ihren Text nach. Sie will ein Teil werden...das ist doch mein Kind mit Roman. Jedoch gehört sie nun in das Leben von Roman und das muss ich wohl hinnehmen. Statt ihr jedoch zu antworte, archieviere ich den Chat, lege mich auf die Couch und schaue Greys Anatomy weiter.
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Hallo ihr Lieben, ich habe mich gestern (auf der Arbeit kam mir diese Idee :D) , dass diese Geschichte mal anders wird. Ich finde, dass auch mal andere Geschichten entstehen sollen, wo nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.
Ich hoffe, dass es euch trotzdem gefallen wird, denn es wird sehr spannend und nervenaufreibend.
Bis dahin ihr Lieben!
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Eine Freundschaft mit etwas mehr? (Roman Bürki FF)
FanfictionRoman und Lian haben sich in Dortmund kennengelernt und seitdem sind sie beste Freunde. Beide können sich über alle möglichen Themen unterhalten, keiner schämt sich ein Thema anzusprechen. Aber eine Nacht, verändert alles. Eine Nacht verändert ihr L...
