Ich bin jetzt schon in der 16. Woche, mein kleiner Wurm wird immer größer, entwickelt sich super und langsam sieht man schon ein kleines Bäuchlein. Aktuell sieht es aus, als wäre ich einfach sehr gut vollgegessen, nur haut dieser nicht ab. Meinen Eltern haben ich schon mitgeteilt, dass ich schwanger bin. Sie freuen sich sehr über ihren Enkeln, auch wenn ich nicht mit dem Vater zusammen bin. Heute habe ich wieder einen Termin bei meinem Frauenarzt und Roman wollte - warum auch immer - mitkommen und das mal so "Miterleben". Mich hat es ehrlich gesagt sehr überrascht, denn in den letzten sechs Wochen habe ich so gut wie gar nichts von ihm gehört.
Jetzt warte ich auf Roman vor meinem Wohngebäude, bis er herangerast kommt und vor mir stehen bleibt. Als ich Marlen auf dem Beifahrersitz sitzen sehe, wäre ich am liebsten zu meinem Auto gelaufen und sofort allein zum Arzt gefahren. Stattdessen stelle ich mich aufrecht hin, setze mich hinten in das Auto und schnalle mich an. Marlen versucht ein Gespräch aufzubauen, aber ich antworte nur in kurzen Sätzen, da ich gerade überhaupt nicht in Stimmung bin mit ihr zu reden. Während der Fahrt schaue ich aus dem Fenster, schaue auf mein Handy oder lege meine Hand auf dem Bauch, da ich seit gestern immer wieder so ein Ziehen rechts und links am Bauchnabel habe.
Beim Frauenarzt angekommen steige ich gleich aus und strecke mich. "Geht es dir gut?", fragt Marlen, die ebenfalls aussteigt. "Ja alles gut Marlen. Ich gehe schon mal rein und melde mich an.", sage ich und laufe schon mal langsam in die Praxis. Ich melde mich an, setze mich in das Wartezimmer und Roman folgt schnell mit seiner Freundin. Innerlich koche ich vor Wut. Was zum Teufel hat sie hier zu suchen?! Ich bin die Mutter und nicht sie! Die Arzthelferin erkennt wohl an meinem Blick, dass ich nicht gerade glücklich aussehe. "So Frau Schütz! Bitte nur mit Begleitung des Vaters in den Behandlungsraum.", sagt sie und ich stehe langsam auf. Roman tut mir das gleich, während Marlen wie bestellt und nicht abgeholt sitzen bleibt. Im Behandlungsraum lege ich mich gleich hin, mache meinen Bauch frei, während Roman neben mir steht und kurz nach uns die Ärztin den Raum betritt. "Hallo Frau Schütz! Heute mal in Begleitung. Ich nehme mal an der Vater?", begrüßt sie ihn und setzt sich vor mich hin. "Haben Sie fragen Frau Schütz?", sie schaut mich an, während ich nicke. "Ich hab seit gestern ein Ziehen rechts und links am Bauchnabel.", sage ich. "Das ist vollkommen normal in der 16. SSW. Denn je größer der Fötus wird, umso mehr müssen sich jetzt die Mutterbände dehnen. Sie verankern sich die Gebärmutter am Beckenknochen. Jetzt schauen wir mal nach Ihrem Baby." antwortet sie und nimmt das Ultraschallgerät. "Also Ihr Baby sieht hervorragend aus. Das Geschlecht erkenne ich jetzt gerade nicht, dann werden wir das aber in der nächsten Untersuchung definitiv sehen. Hier ist der Kopf, der Herzschlag ist gut und die Bewegungen des Fötus sind einwandfrei. In den nächsten drei bis vier Wochen werden Sie dann die Bewegungen spüren.", sagt sie und druckt die Bilder aus.
Ich mache meinen Bauch sauber, ziehe meinen Pullover wieder herunter und stehe auf, dann gebe ich ihr meinen Mutterpass. Sie schreibt etwas hinein, dann legt sie die Bilder dazu, bis sie mir meinen Mutterpass zurückgibt. "In vier Wochen dann wieder hier Frau Schütz. Bis dahin eine gute Zeit.", sagt sie. "Vielen Dank! Ihnen auch." Roman und ich verlassen den Behandlungsraum. Während Roman mit Marlen schon die Praxis verlässt, bin ich am Empfang und mache mir einen neuen Termin aus. "Ich hoffe, dass es für Sie in Ordnung war, dass ich nur den Vater mit hineingelassen habe.", sagt die Arzthelferin unsicher. "Definitiv. Vielen Dank dafür.", antworte ich, nehme den kleinen Zettel entgegen auf dem mein neuer Termin steht, dann verlasse ich auch die Praxis. Marlen und Roman sind in einer Diskussion, die ich mit meiner Anwesenheit unterbreche. "Geht es dem Baby gut?", fragt sie mich und versucht freundlich zu klingen. "Ja alles super. Danke der Nachfrage. Ich bin jetzt mit meiner Schwester zum Mittagessen verabredet, also von dem her...", fange ich an und beide nicken verständlich. "Könnte ich noch eins der Bilder haben?", fragt Roman. "Ja klar, aber ich weiß nicht ob es die schlauste Idee ist, es hier auf der offener Straße zutun, solange die Welt noch nicht mal von dem hier weiß.", antworte ich und zucke dabei mit den Schultern. "Ich werde es heute Abend bekannt machen. Also alles gut.", antwortet er darauf und man sieht richtig, wie Marlen sich anspannt. "Alles klar, dann weiß ich bescheid. Wir bleiben einfach in Kontakt ok?" Roman nickt, dann verabschieden er und Marlen sich und gehen zu Roman seinem Auto, während ich in die andere Richtung laufe. Lilien erwartet mich schon bei unserem Lieblingsitaliener mit unserer Mutter zusammen. "Hey Li, hallo kleine Li..", sagt sie und streichelt über meinen Bauch. "Woher willst du wissen, ob es ein Mädchen ist?", frage ich und setze mich beiden gegenüber hin. "Weil ich das spüre! Dein Baby ist ein Mädchen! Wie war der Termin mit Roman dabei?", fragt sie.
"Naja, es war alles sehr angespannt irgendwie. Roman hat kein Wort gesagt und er hat Marlen mitgebracht. Das hat mir irgendwie überhaupt nicht gepasst, denn ich bin doch die Mutter und das ist doch mein und Roman sein Kind. Warum bringt er sie dann mit?" Meinen Kopf stütze ich auf meinem Arm ab und seufze laut. "Wahrscheinlich, weil er sie mit in diese Beziehung einbringen will. Roman hätte dich davor aber fragen sollen, ob es für dich in Ordnung wäre.", meint meine Mutter. "Definitiv. Er hätte mit dir reden müssen.", sagt auch meine Schwester. "Ja keine Ahnung. Ich habe immer noch Probleme zu akzeptieren, dass sie ein Teil dieser "Familie" wird, wenn wir überhaupt eine werden.", äußere ich. "Lian, ihr werdet eine Familie, eine sehr abenteuerliche, aber du wirst eine Familie mit Roman haben.", versucht meine Mutter mich aufzumuntern. "Danke Mama.", sage ich leise und bin gerade sehr froh, dass ich sie und meine Schwester habe.
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Have a nice day!! :)
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Eine Freundschaft mit etwas mehr? (Roman Bürki FF)
FanfikceRoman und Lian haben sich in Dortmund kennengelernt und seitdem sind sie beste Freunde. Beide können sich über alle möglichen Themen unterhalten, keiner schämt sich ein Thema anzusprechen. Aber eine Nacht, verändert alles. Eine Nacht verändert ihr L...
