Kapitel 12

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Lian

Unsicher laufe ich hin und her. Meine Tochter wird gerade am Herz operiert und Roman hängt wieder zuhause bei Marlen rum. Lilien ist bei mir, die ich ununterbrochen voll labere, damit ich beschäftigt bin.

Als nach einigen Stunden endlich der Arzt kommt, werden meine Sorgen mit einem Mal genommen. „Ihrer Tochter geht es gut. Wir konnten den Fehler sehr gut beheben. Sie wird jetzt gut beobachtet und wird eines Tages ein glückliches Leben führen können.", sagt der Arzt.

„Danke! Kann ich zu ihr?", frage ich und bekomme als Antwort ein Nicken. Ich werde auf die Station gebracht, wo meine Tochter in einem der Kästen liegt, die Augen geschlossen hat und langsam atmet. Ich stecke meine Hand durch, dann hält sie meinen Finger fest.

„Jetzt kannst du groß und stark werden mein Schatz. Ich bin bei dir und ich werde für immer bei dir bleiben. Ich liebe dich mein Schatz.", murmle ich und beobachte sie einfach.

Von Roman höre ich den ganzen Tag über kein Wort. Es ist wie als würde er nicht mal wissen, dass seine Tochter heute am Herzen operiert worden ist. Wird er jemals ohne Probleme zu seiner Tochter stehen? Wird Maxie jemals stolz erzählen können, wer ihr Papa ist? Immer wieder muss ich an das Denken.

*Wochen später*

Mit Maxie auf dem Arm laufe ich durch die Wohnung, Wippe sie leicht und versuche Roman zu erreichen. Er wollte Heute unbedingt Maxie haben, aber er hat sie noch immer nicht abgeholt und meldet sich nicht. Ob ich deswegen sauer bin? Ja total! Bringt es was mich aufzuregen? Nein, denn dadurch ändert es sich nicht. „Na dann machen wir beide uns einen schönen Tag mein Schatz.", murmle ich und lege sie erstmal in ihr Bettchen, solange ich kurz die Wohnung auf Vordermann bringe.

Als es klingelt, gehe ich irritiert an die Tür, wo Roman steht mit Marlen. „Was willst du denn jetzt hier? Du hättest Maxie vor Stunden holen sollen! Jetzt schläft sie.", brumme ich und verschränke die Arme.

„Mein Gott die paar Stunden! Kann ich sie jetzt haben? Meine Eltern sind bald da.", sagt er gereizt. „Vergiss es! Mit so einer Einstellung auf keinen Fall!", zische ich böse. „Du gibst mir jetzt meine Tochter verdammt!", brüllt er schon fast. Marlen hinter ihm zuckt zusammen, genauso wie ich.

„Was zum Teufel is in dich gefahren Roman? Zuerst interessierst du dich einen Scheiß für Maxie. Dann sagst du immer wieder ab und jetzt schreist du mich an, weil ich mich um mein Kind sorge, weil DU dich an keine Abmachung halten kannst. Du spinnst! In diesem Zustand gebe ich dir mein Kind nicht!", sage ich genauso ernst, dann schließe ich denen die Tür vor die Nase.

Wie ein irrer klopft Roman an die Tür, weshalb Maxie schon schreiend weint und Marlen versucht Roman zu beruhigen.

„Ich werde mir das alleinige Sorgerecht holen Lian! Darauf kannst du dich gefasst machen!", schreit Roman und dann ist Ruhe.

Zitternd nehme ich mein Handy in die Hand und wähle die Nummer meiner Schwester, von ihrer besten Freundin der Mann ist Anwalt und diesen werde ich jetzt brauchen.

Roman du willst einen Krieg? Du kriegst einen!

Eine Freundschaft mit etwas mehr? (Roman Bürki FF) Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt