18. verliebt

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~ How you love yourself is how you teach othersto love ~

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~ How you love yourself is
how you teach others
to love ~

Die Jungs und ich haben eine Freistunde, deswegen sitzen wir jetzt in einem Café, in der Nähe der Schule.

Das Café ist gemütlich. Es ist in eher dunkleren Tönen gehalten und passt perfekt zu dem Herbst, der langsam beginnt. Es sitzen nicht viele hier, wahrscheinlich weil wir erst Mittag haben und genau deswegen ist es auch nicht so laut hier.

Wir haben uns alle Kaffee oder Tee geholt und Nikolai und Nathan auch ein Stück Kuchen, dass sie gerade essen.

Nathan, der neben mir sitzt, hat ein schmales Lächeln auf den Lippen und wenn man ihn nicht genau beobachten würde, würde man es auch gar nicht bemerken. Er tippt ständig auf seinem Handy herum und schreibt wahrscheinlich mit Adrien.

Neben Nathan sitzt Sawyer der sich mit Nikolai gegenüber von ihm unterhält. Und vor mir sitzt Flynn, der gerade telefoniert hat und jetzt ziemlich aufgebracht aussieht.

»Was ist los?« frage ich ihn und nehme meine Tasse Kaffee, um sie an meinen Mund zu führen und ein bisschen zu pusten.

Flynn fährt sich über das Gesicht und seufzt. »Ich habe gerade mit meinem Dad geredet und er hat gesagt, dass er es diese Woche nicht schafft. Er kommt wahrscheinlich erst in zwei oder drei Wochen nach Hause.«

»Oh« sage ich nur. Mit Flynns' Vater ist es ziemlich schwierig. Er arbeitet in einer berühmten Firma und ist deswegen ständig auf Reisen. Flynn selbst hat zwar nicht viel dagegen, aber ich kann es verstehen, dass er ihn auch irgendwann wiedersehen will.

Auf Flynns' Lippen legt sich ein müdes Lächeln und er nimmt seinen Tee in die Hände. »Ja. Oh.«

Ehrlich gesagt weiß ich nicht was ich darauf antworten soll. Flynn und ich sind beste Freunde seit der Middle school, aber ich weiß immer noch nicht wie ich genau damit umgehen soll. Ich habe nur noch meinen Vater und darüber bin ich auch froh.

»Wie steht's mit Amilia?« höre ich ihn plötzlich fragen. Einerseits bin ich erleichtert, dass er das Thema wechselt, andererseits ist mir dieses Thema auch unangenehm.

»Gut.« versuche ich auszuweichen und finde den Schaum auf meinem Kaffee plötzlich total interessant. Durch das leise Lachen meines Gegenübers, schaue ich aber wieder auf.

»Ich glaube mein kleiner Jason ist verliebt.« stellt er fest. Das Müde Lächeln verlässt seine Lippen und weicht einem fast liebevollen.

Nachdenklich ziehe ich meine Augenbrauen zusammen. Bin ich wirklich verliebt? Ich mache in letzter Zeit viel mit Amilia und fühle mich in ihrer Gegenwart wohl, aber bin ich wirklich in sie verliebt?

Flynn, der mein nachdenkliches Gesicht mustert, seufzt und lehnt sich mit verschränkten Armen an die Lehne. »Okay, ich frage dich jetzt Sachen, und wenn diese auf die zutreffen, musst du Nicken, okay?«

Ich nicke und er fängt an zu sprechen.

»Fühlst du dich in ihrer Gegenwart wohl?«
Ich nicke.
»Willst du mit ihr Zeit verbringen?«
Ich nicke.
»Denkst du ständig an sie?«
Ich nicke.
»Wenn ihr euch seht, rast dein Herz dann schneller, oder bekommst du dann so ein kribbeln im Bauch?«
Ich zögere einen Moment, nicke dann aber auch.

Flynn Gesicht fängt plötzlich an zu strahlen und er schlägt mit voller Wucht auf den Tisch. Die Tassen klirren und einige schwappen sogar über. Plötzlich liegen die Augen unsere gesamten Gruppe nur auf uns. Meinen besten Freund scheint das allerdings nicht zu stören, er strahlt immer noch wie die Sonne.

»Unser kleine Jason ist verliebt.« ruft er durch das ganze Café. Schnell schlage ich ihm eine Hand vor dem Mund und schaue die Bedienung an dem Thresen entschuldigend an, die uns komisch mustert.

Langsam schaue ich zu meinen Freunden. Sie schauen mich alle an und im nächsten Moment sind ihre Arme in der Luft und sie johlen laut. Da es nichts mehr bringt, Flynn meine Hand vor den Mund zu legen, lasse ich sie sinken und versuche mich so klein wie möglich zu machen.

Die gesamte Aufmerksamkeit des Cafés liegt auf uns und es ist mir verdammt unangenehm.

»Ihr seid echt scheiß Freunde, wisst ihr das?« zische ich. Sie werden langsamer leiser, trotzdem liegen ihre Augen auf mir.

»Bist du wirklich in diese Amilia verknallt?« fragt Nikolai mit hochgezogenen Augenbrauen.

Ich stöhne. Die sind echt anstrengend. »Ja.«

»Awwww« kommt es von Sawyer, dann wird er plötzlich wieder ernst und zieht die Augenbrauen zusammen. »Er wird der erste von uns, der eine Beziehung hat, also eine echte und lange.« beschwert er sich.

»Mal ganz langsam, okay?« versuche ich die Situation einzudämmen. »Ich weiß ja nicht mal, ob sie auch auf mich steht.«

Plötzlich sind die ganze still und als ich nach und nach in ihre Gesichter schaue, sehe ich unterschiedliche Emotionen.

»Wow, ich wusste nicht, dass du so dumm bist.« meint Flynn und die anderen stimmen ihm einfach zu.

»Jason?« fragt Nathan plötzlich neben mir. Es passiert nicht oft, dass er redet, also muss es entweder ziemlich wichtig sein, oder er macht sich einfach total über mich lustig. »Amilia ist total und vollkommen in dich verliebt.«

Ich ziehe meine Augenbrauen zusammen. »Aha. Und woher willst du das wissen?« frage ich zögerlich.

Er hält kaum sichtbar sein Handy ein bisschen in die Höhe. »Aus verlässlichen Quellen.« zwinkert er mir zu, dann ist er wieder mit seinem Handy beschäftigt.

»Siehst du?« sagt Flynn und zeigt auf Nathan. »Er weiß aus einer verlässlichen Quelle, dass sie auch etwas für dich überings hat, und dass ist doch gut. Außerdem ist das ziemlich auffällig. Nutz das für dich und mach ein Date aus.«

Ich zögere einen Moment, sollte ich dass wirklich machen? »Wirklich?« frage ich zögerlich.

Meine Jungs nicken alle gleichzeitig und somit ist es beschlossene sache. Ich lade Amilia auf ein Date ein.

Ich nehme mein Handy heraus und will gerade auf unsere Chat gehen, als sich Nikolai zu Wort meldet. »Ich habe noch nie jemanden auf ein Date eingeladen, aber ich weiß, dass es echt unromantisch ist, wenn du das über das Handy machst. Lade sie ein, wenn du sie das nächste mal siehst.«

Ich zögere einen Moment, dann gebe ich aber auf. Er hat ja irgendwie recht.

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