29. zu viel

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~ She's gonna forever say "I got this" even with tears in her face

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~ She's gonna forever say "I got this" even with tears in her face. ~

Ich bin wach, bevor ich meine Augen öffne. Ich nehme meine Umgebung war, das Bett, auf dem ich liege. Die Stimme die durch den Raum hallen und auch wenn ich versuche sie auseinander zu halten oder zu verstehen, was sie sagen, kann ich es nicht.

Mein Kopf dröhnt, als hätte ich zu viel oder zu wenig geschlafen und mein Körper Schmerz bei jedem Atemzug, den ich mache.

Als ich die Augen ganz langsam öffne, weil sie sich anfühlen wie Blei, starre ich auf eine weiße Decke. Eigentlich nicht ganz weiß, denn sie hat an den Rändern blaue, rote und grüne Farbspritzer.

Ich schließe meine Augen, atme tief durch und versuche zu verstehen was passiert ist. Warum zur Hölle ich hier liege und warum alles was ich tue weh tut und doch ist da nichts. Es ist komisch, alles ist komisch.

Ich zucke vor Schreck zusammen als ich plötzlich ein Hand an meiner spüre. Wie sie sich in meine kalte schiebt und sie umfasst, als würde das Leben der Person daran hängen.

Als ich genauer hinhöre, meine Augen immer noch geschlossen und schwer atmend, ist es still. Ich höre kein Gerede, keine Stimmen die sich zu einem Karussell zusammen mischen und auch keine Schritte die im gleichmäßigen tackt auf und ab gehen.

Da ist einfach nichts.

Ich blinzel, aber die Sicht ist immer noch verschwommen und die Personen die ich erkennen kann sind unscharf oder ineinander verzehrt.

Wortfetzen dringen zu mir durch und doch verstehe ich immer noch nichts. Sie werden lauter, schriller, hecktischer und ich weiß nicht wo ich zuerst hingucken soll. Da sind so viele Farben, Gesichtsausdrücke.

Es ist alles zu viel.

Als ich meinen Mund öffne um etwas zu sagen kommt nichts raus. Die Stimmen dringen lauter zu mir durch und sind plötzlich ein heißer Klumpen, der sich in meine Brust bohrt. Mein Herz fängt an schneller zu pochen und mein Körper fühlt sich an als würde er unter Strom stehen. Schmerz schießt durch meinen Körper, aber wird in den Hintergrund gerückt.

Ich öffne ein weiteres Mal meinen Mund und plötzlich kommt in mir der Wunsch auf zu schreien. All das hier einfach weg zu schreien und es verschwinden zu lassen.

Aufhören, aufhören, aufhören.

Sie werden lauter und doch verstehe ich immer noch nicht was sie sagen. Es wird alles zu viel.

Meine Atmung geht schneller, mein Herz rast so sehr, dass ich denke, es würde mir gleich aus der Brust springen. Die Sicht verschwimmt vor meinen Augen und wird zu einem Strudel aus Farben.

Und dann ist es plötzlich zu viel. Ich drücke mir die Hände auf die Ohren, presse die Lippen aufeinander und kneife die Augen zusammen, bis sie mir wehtun.

»Aufhören.« sage ich. »Aufhören. Aufhören. Aufhören.« die Worte gehen in den Stimmen der anderen unter.

Ich will heulen und schreien und verschwinden. Es soll verdammt nochmal aufhören.

»Hört auf!« schreit eine Stimme neben mir durch den Raum. Ich höre sie klar und deutlich und auch die anderen scheinen sie zu bemerken, denn plötzlich ist es totenstill im Raum. Dass einzige was ich höre, ist ein schnelles piepen, das ohrenbetäubend durch den Raum hallt.

Ich verharre in der Position, aus Angst das es gleich wieder von vorne los geht.

Es vergehen Sekunden, vielleicht auch Minuten, bis ich plötzlich eine Hand an meiner Wange spüre. Ich reiße die Augen auf und begegne zwei Haselnussbraunen Augen, die mir liebevoll entgegenblicken.

Zwei Hände wandern zu meinen Ohren und schieben meine weg, runter auf meinem Schoß.

»Alles ist okay.« sagt Jason, die Stimme ruhig, samtig. »Sie sind draußen und beruhigen sich. Wir alle haben seit gestern nicht viel geschlafen.«

Ein Teil meiner Spannung fällt von mir ab. Ich betrachte ihn, denn irgendwie habe ich das Gefühl, ich hätte es so lange nicht mehr gemacht. Seine Brauen Haare, die ihm wirr vom Kopf abfstehen, als wäre er sich mehrmals mit der Hand durchgefahren.

In seinen Augen liegt so viel Müdigkeit und Erleichterung zugleich, dass ich nicht genau weiß, was ich machen soll.

»Wie geht es dir?« fragt er leise und lässt mich keine Sekunden aus den Augen. Ich denke er blinzelt nicht mal.

Mein Blick wandert durch den Raum. Über die weißen, gepolsterten Stühle, über die angemalten Wände bis hin zum Fenster. Der Himmel ist strahlend blau, ich kann nur einzelne Wölkchen erkennen und ein paar Äste eines kahlen Baumes.

Ich versuche in mich hinein zu horchen, wenn man das so nennt. Irgendwie herauszufinden, was ich fühle, aber da ist nichts.

Ich fühle mich leer, als wäre ich wirklich gestorben.

Bilder flackern vor meinen Augen auf und auch wenn ich weiß, wenn oder was sie zeigen treffen sie mich mit voller Wucht.

Und doch ist da nichts.

Meine Augen finden wieder zwei braune, die mich immer noch anstarren, als wäre ich ein Weltwunder.

Ich zwinge mir ein leichtes Lächeln auf die Lippen. »Mir geht es gut.« krächzte ich. Die Lüge bohrt sich in mein Herz und doch ist da wieder nichts. Keine Reue, dass ich lüge. Nicht das Bedürfnis ihm zu sagen was da wirklich ist.

Auf seinen Lippen legt sich ein kaum erkennbares Lächeln, müde und erschöpft. Sein Finger streicht über meinen Handrücken. »Ich weiß das es dir nicht gut geht und das ist okay. Lass deinen Körper heilen und dann kümmern wir uns um deinen seelischen Stand. Wir beide haben viel durchgemacht und jetzt ist es an der Zeit uns aus zu kurieren.«

Normalerweise würde ich jetzt lächeln, oder? Ich würde ihn noch mehr mögen und doch mache ich wieder nichts. Ich kann einfach nicht.

»Es ist okay.« sagt Jason in seinem Gesicht und in der Stimme so viel Verständnis, dass mir normalerweise Tränen gekommen wären.

Aber hier ist nichts normal. Ich bin nicht normal und ich weiß nicht, ob ich es je wieder sein werde.

~~~
Ich habe es geschafft! Keine Ahnung wie lange ich jetzt an diesem Kapitel saß, aber ich bin gerade total froh, dass ich es endlich hinbekommen habe.

Amilias und Jasons Geschichte neigt sich langsam dem Ende zu. :/

Aber ich hoffe ich werde jetzt wieder ein bisschen aktiver!

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